092.2026: Danach aber

Es soll so werden, wie es immer wurde.

 

 

Es wird hoffentlich so werden, wie es jedes Mal wurde. Sie wird die Momente genießen, die sie sich seiner Zuwendung hingibt. Unein­ge­schränkt übrigens, so, wie sie es im Geheimen abgesprochen haben und es sich jedesmal wieder bestätigen. Und es wird, wenn es nach ihr geht, nichts, überhaupt nichts anders werden als bisher. Sie bereitet sich vor wie immer: ein Bad, das Kleid, Strapse, Parfüm. Auch den Wein stellt sie bereit.

Danach aber, danach, so hat sich Tante Erdmute vorgenommen, wird sie ihn nicht ihres Schlafzimmers verweisen, sondern ihn erst­mals bitten, bis zum Aufstehen mit ihr im Bett zu bleiben.

 

 

Mit einem Danke fürs Lesen schleiche ich mich davon.

Der Emil


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091.2026: Vorher

Ich denke mal wieder von einem zum nächsten Phänomen.
Blick in meine Denkerei.

 

Zu dritt stehen sie am Brückengeländer. Drei Menschen, die sich zufällig begegnet sein können hier oben. Oder sind sie gemeinsam, mit einem gemeinsamen Ziel hergekommen? Wer sich nicht traut, sie darauf anzusprechen, oder keine Mög­lich­keit dazu hat, wird es nie erfahren.

 

Es ist ein Phänomen: Aus einer gegebenen Situation können nur wenige Menschen Rückschlüsse auf das ziehen, was zur Situation führte. Ich zum Beispiel sehe mir eine Fotografie an, kann, was in eben jenem Moment der Aufnahme war, erkennen – und zum Vorher, zu dem, was zu eben dem Abgebildeten führte, nichts wissen; ich kann nur phantasieren, spekulieren, vemuten. Und das ist etwas, was ich mühsam lernen mußte. Ich kann nichts über Ursachen, Gründe, Beweggründe wissen, ich werde nie erfahren, welche Zufälle (oder welche Vorhersagungen, Vorbestimmungen) maß­geb­lich waren, zu einer deutlich erkennbaren Folge führten. Und ich begriff, daß diese Unwissenheit auch eine Art Schutz ist: Davor, etwas um jeden Preis durchzusezten oder zu vermeiden, das doch notwendig sein kann.

Es ist schon (ich wiederhole mich, ja) ein seltsames Ding mit meinem Denkicht: Darinnen steckt eine überschäumende Phantasie, die machmal zu groß zum Heraus­lassen ist. Dennoch versuche ich immer wieder, mir zu Gesehenem, zu Gehörtem oder Gelesenem ein Vorher zusammenzureimen. Mir eine stimmige Variante davon zu erschaffen in der Hoffnung, damit und daraus etwas herleiten zu können, was sinnvoller- und realistischerweise gewesen sein muß könnte. Weil ich selbst bei guten Bekannten mich manchmal nicht traue, Fragen zu stellen, die für mich wirklich wichtigen Fragen zu stellen, habe ich auch da nur vage Ahnungen und Vermutungen über das, was ich sehe. Ja, das ist nicht immer oder sogar oft nicht notwendig. Dennoch scheint es für mich, für meine Fähigkeit, so manches einzuordnen, immer wieder notwendig zu sein. Auch ein Phänomen, nicht wahr?

Und da bin ich wieder bei einer der Fragen, die ich mir nicht selbst beantworten kann. Bin ich allein mit meiner Unfähigkeit, das Vorher zu erfassen – und mit der nachzufragen, um dann einordnen zu können? Ich weiß, daß es wahrscheinlich nicht so ist … Nein, ich vermute. Begründet zwar, aber ich vermute nur. Und manchmal will ich mich nicht mit Vermutungen zufriedengeben; dann springt mein Denkicht an und konstruiert etwas, das mir hilft, mich mit Dingen abzufinden, sie zu akzeptieren, wie sie zu sein scheinen. Wie oft ich schon erlebte, daß meine Variante so absolut nichts mit der wirklichen Vorgeschichte, dem echten Vorher gemein hatte? Fast jedes Mal, wenn ich davon dann erfuhr.

Und zuweilen geschieht es sogar, daß ich mit dem zufrieden bin, was ich mir da ausdenken konnte.

 

Ach ja, die Drei ganz oben im Beitrag: Sie sind sich zufällig begegnet, wollten alle ein bestimmtes Motiv fotografieren. Und ganz nebenbei fragten zwei die dritte Person nach dem Weg. Jaja, klingt gut, aber: Was war vorher …

 

Mit einem Danke fürs Lesen schleiche ich mich davon.

Der Emil


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090.2026: Träumereien

Noch weiß ich nicht, was überhaupt daraus werden kann.

 

Ich schaffte es soeben, noch ein paar andere Gedanken niederzuschreiben, die vom Wochen­ende übriggeblieben waren. Die drehten sich alle um eine Phantasie, eine am Wochenende von mehreren Menschen gesponnene. Und vorerst bleibt es eine reine Phantasie, für die es weder Plan noch Möglichkeit zur Umsetzung gibt. Aber genau die hat sich über Jahre (ja, wirklich) entwickelt, von sehr vorsichtigem Heran­tasten über zweideutige Eindeutigkeiten bis hin zu dem halbwegs Konkreten, was es jetzt ist bzw. werden kann.

Noch weiß ich nicht, in welcher Form ich das Notierte verarbeiten kann. Ob daraus vielleicht eine Miniatur werden wird? Ob ich das Tante Erdmute als Erinnerung unterschiebe? Für sie kann ich mir ein entsprechendes Erlebnis gut vorstellen. Schön wärs schon …

Solch besondere Dinge passieren einem auch nur im Leben draußen – mir jedenfalls geschehen sie nur dort. Im Netz hat da noch nie etwas so gut gepaßt. Hach. Ich glaube, ich seh mir das Aufgeschriebene gleich nochmal an und beobachte, was dabei in meinem Denkicht passiert. Hoffentlich fallen mir nicht zu viele Sätze ein, die ich noch hätte sagen sollen, zuviele verpaßte Gelegenheiten (das dazuzuschreiben konnte ich mir nicht verkneifen, echt nicht). — Nein, alles gut. Denn es war ein sehr harmonisches Gepräch, was geführt wurde, da war kein Stutzen und kein Stottern, bei niemandem.

Es muß auch einiges erstmal weiter besprochen werden, deswegen.

 

Mit einem Danke fürs Lesen schleiche ich mich davon.

Der Emil


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089.2026: Gelegenheiten

Ein sehr langes Wochenende liegt hinter mir.

 

Vier Tage lang hatte ich die Gelegenheit, mich in digitaler Abstinenz zu üben. Es ist mir ehrlicherweise nicht gelungen: Zwar schrieb ich nichts bzw. nicht viel in dieses Internet, aber ich sah immer wieder auf meiner flachgeklopften Hexenkugel nach, was es denn Neues gäbe. Und schüttelte fast jedes Mal, da ich das tat, ziemlich heftig mit dem Kopf. Nein, Einzelheiten muß ich sicher nicht erwähnen.

Drei von vier Tagen hatte ich Gelegenheit, Wissen zu vermitteln, Lächeln zu provo­zie­ren, Lachen auszulösen. Und das trotz und während zeitweise unschönem Wetter. So entstanden und geschahen wieder Begegnungen, die auch mich lächeln und lachen ließen, sei es mit gelungenem Wortwitz oder – ja, das geschieht – anerkennenden Worten für mich und dem daraus entstehenden Gefül, bauchgepinselt worden zu sein. Und mittlerweile gibt es Menschen, die schon mehrere Jahre immer wieder zu mir kommen, weil sie sich jedesmal freuen, mit mir ein paar Worte zu wechseln zu können.

Ich hatte Gelegenheit, viele Namen in Deutschen Buchstaben handschriftlich zu notieren (und natürlich dürfen die dann mitgenommen werden von den Namens­trägern). Ja,es waren auch wieder Kinder da, die sich wunderten über all die Dinge, mit denen man schreiben kann (z. B. mein Holunderästchen und eine Glasfeder). Ich übte im Angesicht von Linkshändern weiter an meiner Fähigkeit, mit der linken Hand zu schreiben – aber auf dem um 90 ° im Uhrzeigersinn gedrehten Blatt, was auch eine Gelegenheit war, diesen Trick weiterzugeben.

Ich hatte Gelegenheit, drei Nächte lang draußen zu schlafen – in einem nicht wasser- und winddichten Zelt. Und ich vermißte weder das zuhause übliche Ticken einer Uhr noch TV oder Radio. Ich hatte Gelegenheit, mit netten Menschen (auch solchen, die ich noch nie traf) um ein Feuer zu sitzen. Ich hatte Gelegenheit, durch das Vorlesen eines kurzen handschriftlichen Textes zu einem „Ach so!” zu verhelfen.

Ihr könnt es lesen: Das waren viele Gelegenheiten mit wohltuenden Erlebnissen, und ich habe bei weitem nicht alle aufgezählt. (So ganz leicht fiel es mir nicht, schon die wenigen hier aufzuzählen; es hatte für mich grad ein Geschmäckle von Eigenlob.)

 

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Der Emil


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088.2026: Altertümlich

Eine Szene in totaler Finsternis und was aus ihr wurde.

 

 

Endlich sind sie unten, die unendlich lange Treppe liegt hinter ihnen. Und gerade jetzt erlischt die Kopflampe. Sie stehen wie versteinert in undurchdringlicher Finsternis. Eine andere Lampe haben sie nicht dabei.

 

 

Nach diesen drei Sätzen wurde ich gestört, mußte ich mich um etwas anderes kümmern. Nach den 15 Minuten abseits vom Text war die Szenerie, die ganze Geschichte einfach weg. Verschwunden. Fast eine Stunde saß ich vor dem Papier und suchte. Nach der Stimmung, die ich damit transportieren wollte (düster, aber nicht hoffnungslos) – doch selbst als die wiedergefunden war, sah ich keinen Weg, sie niederzuschreiben. Das ist die Krux an meiner Arte, Texte zu verfassen: Am Stück runterschreiben, direkt aus dem Kopf in fertige Sätze packen. Wenn ich da aus dem Fließen gerissen werde, ist es i. d. R. vergebliche Liebesmüh', ihn später fortsetzen zu wollen.

Die drei Sätze stehen niedergeschrieben, ein Klebchen ragt in der Kladde etwas über den Seitenrand hinaus und weist mich auf etwas Unvollendetes hin. Hin und wieder sehe ich mir solche Abbrüche an, schreibe sie auf einen Zettel in der Hoffnung, hineinzufinden und so weiterschreiben zu können. Aber die Zettel schmeiße ich regel­mäßig weg, weil sie nichts Neues, nichts Passendes brachten. Hier, bei diesem Beispiel weiß ich noch, daß das Geräusch des Streichholzanzündens eine Rolle spielen sollte – aber welche nur? Mit Bleistift habe ich das zum Anfang dazu­ge­schrie­ben. Und eben diese Streichhölzer bedingten wohl zum Teil das „Altertümlich”.

Drei Sätze und zwei drei Worte. Mehr ist nach der Unterbrechung, die den Abbruch bedeutete, nicht geblieben …

 

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Der Emil


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087.2026: Ehrliche Wahrheit

Es gibt Momente, da ist sie nicht angebracht.

 

 

Ich weiß es ja: Die reine Wahrheit oder die pure Ehrlichkeit können unangenehm sein und verletzend – und deshalb greife ich eben in manchen Situationen zur Notlüge, zur Beschönigung, um am Ende mein Gegenüber nicht noch weiter zu belasten.

 

 

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Der Emil


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086.2026: Das leise Dong

Ein bis jetzt noch ungehörtes, unerhörtes Geheimnis.

 

 

Sehr früh am Morgen steige ich hinauf, die Dämmerung ist noch nicht ganz in den Tag übergegangen. Unter den Glocken im Turm der schon lange nicht mehr genutzten Kirche herrscht Stille; nur der Wind läßt seine Stimme ab und zu hören, und die Balken ächzen hin und wieder unter der Last der Bronze. Der Weg so hoch hinauf führt über viele steinerne Stufen und eine nicht mehr ganz stabil wirkende Leiter. Jede kann ihn gehen, jede, die mutig oder verzweifelt genug ist und den Schlüssel findet in seinem Versteck. Aber wer würde nicht in den direkt neben der Turmtür hängenden klapprigen Briefkasten mit der nicht mehr ganz schließenden Klappe sehen, wenn die Abenteuerlust ausbricht?

Gerade stelle ich mir den Lärm vor, der hier früher geherrscht haben muß, brauste und sich an den Wänden brach, durch die Schallöcher hinausdröhnte, verursacht von den drei läutenden, geläuteten Glocken. Könnte ich ihn ertragen? Wäre er dröhnender als die Stille, die ich hier oben suche und finde? Heute bin ich mutig wie selten. Ich greife nach dem Klöppel der mittleren Glocke, den ich mit den Fingerspitzen greade so erreichen kann. Staunend sehe ich, wie schon eine kleine Berührung ihn in Bewegung setzt. Ob ich es durch wiederholtes Anstupsen schaffe? Immer weiter nähert sich Metall an Metall an. Ich springe hoch, um etwas mehr Schwung zu geben, einmal, zweimal – und beim dritten Hüpfer geschieht es: Ein erstaunlich leises, aber sattes, mich umhüllendes »Dong« ertönt. Ob es außer mir jemand hörte? Der Klang, der für diesen Raum hier früher täglich, sogar stündlich normal war, der bestimmt vielen Menschen für längere Zeit fehlte, als das ganze Geläut verstummte vor Jahren. Ein einziges, leises »Dong« …

Ich steige hinab. Schließe die Tür, drehe den Schlüssel im Schloß und lege ihn in sein Versteck. Wer, so frage ich mich, kümmert sich eigentlich seit Jahren um die Tür und das Schloß? Da ist nämlich kein Quietschen, kein Klemmen oder Haken, alles ist gut geölt – und mir fällt das zum ersten Mal auf. Kann es sein, daß es der besondere, reine Klang dieses Tons war, der meine Sinne schärfte? Ich beschließe, bei meinem nächsten Aufstieg hoch hinauf zu den Glocken irgendetwas mitzunehmen, mit dem sich die Klöppel in Schwingung versetzen lassen: eine Latte oder einen ausgedienten Besen vielleicht. Denn nun, da ich den einen Ton vernahm, nun möchte ich auch die beiden anderen kennenlernen.

Und ihr verratet mich doch sicher nicht, behaltet mein Geheimnis der verlassenen Kirche doch für euch, nicht wahr? Lauscht ihm nach, stellt es euch vor, dieses leise »Dong«, erfreut euch daran. Aber: Pssssssst …

 

 

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Der Emil


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085.2026: Ganz einfach

Was heute so in meinem Denkicht hängenblieb.

 

 

Ich müßte es nur öfter üben, dann fiele es mir sicher auch leichter: Mit nur wenigen Worten und Gesten ist es möglich, mir und ande­ren Menschen eine Zeit mit besonderer Nähe und besonderem Verstehen, mindestens aber mit besonderem Respekt zu schaffen; der erste Schritt dahin ist allerdings jedes Mal ein Wagnis, weil es wirklich keine Garantie des Gelingens gibt.

Doch sollte ich mir deshalb schon den Versuch dazu versagen?

 

 

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Der Emil


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084.2026: Der Name

Was am Fluß alles geschehen sein könnte.

 

 

Ich vermisse diese Frau, die hier am Fluß immer – sehr oft jeden­falls – auf der Nachbarbank saß und die Enten mit Erbsen und Haferflocken fütterte. Meinen Versuch dieser Art ignorierten die Tiere, sie scharten sich um die Frau und einige fraßen ihr sogar aus der Hand. Ab und zu unterhielten wir uns von Bank zu Bank, sprachen übers Wetter, den Fluß und die Vögel. Immer war sie freundlich, offen, und sie verriet mir auch, wo Nutrias beobachtet werden können. Auch über diese Tiere sprachen wir, nachdem ich einige Stunden bei denen verbrachte.

Jetzt vermisse ich sie. Seit Weihnachten habe ich sie nicht mehr gesehen. Damals trank sie mit mir Kinderpunsch aus meiner Thermoskanne und bot mir das Du an, ganz offiziell. Seither war sie nicht mehr auf ihrer Bank. Und ich grübele, weil ich ihren Namen nicht mehr weiß. Ihre roten Haare, nicht gefärbt, wie sie immer versicherte, sehe ich noch vor mir, auch ihr Lächeln, das nur selten nicht zu sehen war. Doch der Name …

Natürlich. Eine Zufallsbekanntschaft. Wir sahen uns ja auch nicht täglich, eher so ein- oder zweimal im Monat. Immer zufällig. Haben uns trotzdem etwas kennengelernt in den drei Jahren – oder waren es vier? Jetzt vermisse ich sie. Und ich kann mich nicht an ihren Namen erinnern. Herrgott nochmal, so schwer kann das doch nicht sein? Die freundliche Frau von der Bank am Fluß hieß … heißt … Meine Güte: Was hat mein Gedächtnis doch für Lücken! Dabei weiß ich genau, daß ich den Vornamen aus meiner Familie kannte, eine meiner Cousinen hieß so: Karin – nein, Marion – nein, Manuela – nein, Hilke – nein, Heidi – nein. Aber ja, da war deren Schwester: Christel. Genau. Christel. Auch der Nachname der freundlichen Frau ist wieder da. Nur die Frau nicht.

Und so vermisse ich sie, die einen ungewöhnlichen Namen trägt. Christel Freundlich. Viel mehr als den Namen weiß ich dennoch nicht von ihr. Ob sich das irgendwann noch ändern kann?

 

 

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Der Emil


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083.2026: Na also

Es war aber nicht nur Arschbackenzusammenkneifen.

 

Nun, da habe ich ja das eine Versprechen von gestern mit neuen Texten erfüllt – und das zweite mit den 20 Bildern schaffte ich heute auch. Dreizehn Motive, 22 Fotos. Am interessantesten war ein heute offen zugänglicher, aber bei weitem nicht sicherer Lost Place, in den ich mich ganz alleine nicht weiter hineintraute. Und ja, die Schrift ist genau so dort an der Wand zu sehen:

 

In dünnen schwarzen Großbuchstaben steht auf einem geweißten Bereich der Ziegelwand „SCHAUBURG”

Heute war das ein halbwegs zugänglicher Ort.
Hinweis auf ein verfallen(d)es Kulturgebäude. 2011 erst dort angebracht.

 

Da will ich unbedingt nochmal hin; vor vielen, vielen Jahren war ich nämlich schon drinnen. Damals war das alles aber weit weniger kaputt als heute, da bereits deut­liche Entkernungsvorgänge sichtbar sind. Echt schade drum, denn einst war es ein schönes, großes Kino und hatte sogar den 2. Weltkrieg weitgehend unversehrt überstanden …

Heute hatte ich auch ein wenig Glück beim Streifzug durch die Stadt, weil etwas zu sehen war, das sonst nicht mehr angesehen werden kann.

 

Mit einem Danke fürs Lesen schleiche ich mich davon.

Der Emil

 

P.S.: Zufrieden machten mich am 28.03.2026 die Fahrt mit einer kurzen TINA (die nach kurzer Fahrt dann leider kaputt war – Softwareprobleme), die gefundenen Motive und ein beim Bäcker gekauftes kleines Brot.


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