Ich hatte Zeit, das alles zu beobachten.
Es geht lebhaft zu. Denn in der Hecke des Nachbarn sollen nach dessen Aussagen mindestens vier Spatzenpaare Junge ausgebrütet haben. Und die letzten von denen flogen vorgestern aus. Seither flattert es beinahe unaufhörlich in der Hecke und um sie herum. Leise ist es auch nur selten, in der größten Hitze zum Beispiel. Zu allen anderen Zeiten – das kann ich vom Fenster aus gut beobachten – herrscht im Vogelbad Hochbetrieb. Da sind auch junge Amseln dabei und Rotschwänzchen. Für Fotos ist die Stimmung dort zu aufgekratzt, da hält kein Vogel lang genug still dafür.
Spatzen (oder Sperlinge). Fürher waren sie fast eine Plage – wegen ihrer Häufigkeit in den Städten und Dörfern. In meiner kleinen Großstadt sind sie selten geworden. Hier im Dorf gab es auch schon Bedenken, weil eine große Hecke beseitigt werden mußte (Krankheit der Gehölze und Probleme mit der Sicht an einer Kreuzung), in der jahrzehntelang eine erkleckliche Anzahl von Spatzenpaaren brütete. Doch die ehemaligen Bewohner haben sich offensichtlich recht gut auf die Nachbarschaft verteilt.
Neben den Spatzen mag ich auch Tauben sehr gern. Weder finde ich sie häßlich und/oder unangenehm, noch kann ich sie als Ratten der Lüfte sehen. Allerdings nehme ich mir auch Zeit, sie zu beobachten.
Und dann große Aufregung am Vogelbad: Eine der wenigen Katzen versucht, sich anzuschleichen. Aber sie hat keine Chance, denn alle Vögel fliegen auf und verschwinden lauthals zeternd in Hecken und Bäumen.
Erinnerung des Tages:
Früher gab es hier im Dorf viel mehr Katzen und viel mehr Vögel, dafür hielten weniger Leute Hunde.
Mit einem Danke fürs Lesen schleiche ich mich davon.
P.S.: Zufrieden machten mich am 11.07.2026 ein Vier-Generationen-Gespräch, Zeit zum Beobachten, Wissen um verborgene Dinge.
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(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).

