Monolog über eine doppelte solche.
Bis ins Zentrum ist es schon ein ordentliches Stück, das stimmt. Aber dafür hab ich es hier angenehm ruhig. Jedenfalls immer dann, wenn kein Zug fährt. Außerdem wohne ich schon so lange hier, daß ich die Eisenbahn gar nicht mehr höre, mir fällt eher auf, wenn mal ein Zug fehlt. Und bei den Fahrplanumstellungen ist es auch immer interessant. Da nämlich dauert es immer zwei oder drei Tage, bis sich bei mir wieder alles eingependelt hat. Letztens die Baustelle in Richtung Süden sorgte auch für einige Verwirrung, weil sich die Fahrzeiten um ungefähr zwölf Minuten verschoben – da war mein Zeitgefühl ziemlich aus dem Takt gekommen. Aber sonst hatte das auf mich keine Auswirkungen, wirklich keine.
Frührer war das hier eine wirklich ruhige Gegend am Rand der Stadt. Bevor der Güterbahnhof erweitert wurde. Nun lebe ich sogar in zweifacher Randlage: an dem der Stadt und an dem vom Güterbahnhof. Umziehen? Nein, das möchte ich nicht mehr, dazu bin ich zu alt. Ich bleibe in meinem Zuhause.
Erinnerung des Tages:
Ich habe mir heute einen ganzen Stapel Kinderfotos von mir angesehen, alle in schwarz-weiß.
Mit einem Danke fürs Lesen schleiche ich mich davon.
P.S.: Zufrieden machten mich am 08.07.2026 eine reibungs- und verspätungslose Fahrt, ein paar gelesene Seiten (Jürgen Kuczinsky: Dialog mit meinem Urenkel), Bäckerbrot.
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(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).


Als ich ein kleines Kind war, und früh ins Bett musste, da war die Durchfahrt des „Roland von Bremen“ immer das Signal, mich „bettfein“ zu machen. Der Roland war übrigens so gut wie immer pünktlich, das gibt es heute kaum noch.