Wenn ein (selbsternannter) Schriftsteller ängstlich wird …
Wenn ein Schriftsteller ängstlicher wird, dann hört er höchstwahrscheinlich nicht schlagartig auf zu schreiben. Dann veröffentlicht er zunächst zögerlicher. Sucht nach anderen Worten, mit denen er sich wohl weniger angreifbar macht. Zunächst wird sicher auch vorsichtiger formuliert, gar übervorsichtig.
Wohin dann mit den markanten Sätzen und markigen Sprüchen, mit den derben Worten und der ungeschminkten Wahrheit? Ab damit in allegorische Metaphern?
Ich bin kein Schriftsteller, aber ich schreibe und veröffentliche. Ich glaube nicht, daß ich ängstlicher geworden bin mit und in meinen Texten. Aber ich befürchte, daß mir meine Sorglosigkeit diesbezüglich etwas abhandengekommen ist. Und das finde ich sonderbar, diese Befürchtung, zudem unangenehm einschränkend sogar für meine ungezügelte Phantasie (die auf dem Papier noch immer recht gut funktioniert), und nachvollziehbar, irgendwie.
Ich hoffe, daß ich nie zu dem Moment komme, an dem ich annehme: „Man darf ja nichts mehr schreiben.” Und daß ich mich, wenn es doch geschieht, davon nicht zu einem Rückzug aus Kleinbloggersdorf drängen lasse.
Heute weggegeben bzw. entsorgt:
Die Reste von zwei ausgeschlachteten Notebooks brachte ich zum Elektroschrottcontainer.
Mit einem Danke fürs Lesen schleiche ich mich davon.
P.S.: Zufrieden machten mich am 23.09.2026 die erledigte Umladerei, das Geschriebene, ein sehr interessantes Gespräch.
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(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).

