2021,135: Erscheinung

Manche Dorfgeschichte verspricht einige Geheimnisse mehr.

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Ich war heut wieder in Fienstedt, einem kleinen Dorf 14 km weg von hier. In dem hatte ich vor einiger Zeit eine Bücherzelle entdeckt, eine dieser rose-weißen Telefonzellen, die zu einem öffentlichen Bücherschrank umgebaut wurde. Immerhin ließ ich heute 14 Bücher dort, einige davon hatte ich dort geholt, einige sind »neu« dort angekommen. Letztere packte ich in die dafür vorgesehene Kiste: Diese Bücher werden angesehen, mit einem beonderen Stempel versehen und gelangen danach in die Regale der Bücherzelle. Vorteil: In Fienstedt landen sehr zweifelhafte Werken bestimmter Ideologien und Religionen eben nicht so leicht im Tauschbestand wie zum Beispiel hier in Neustadt. Eingepackt und mit nach Hause genommen habe ich nur zwei Bücher.

Vor der Bücherzelle widmete ich mich dieser kleinen grünen Insel, diesem winzigen Park mitten im Dorf, direkt vor der Kirche, dem Dorfanger. Da steht das Denkmal »für« die beiden Weltkriege und der Fienstedter Bauerstein (kurzer Text mit Bildern davon). Leider ist innerhalb eines Ringes aus Pappeln nur noch einer der ursprünglich zwei Bauersteine erhalten: ein niedriger Tisch, eine reichlich eine Handlänge dicke Steinplatte von etwa der Größe eines heute üblichen Tisches liegt auf vier Steinen. Der Teich am Dorfanger ist heute auch Löschwasserteich. Und eine funktionierende Wasserpumpe gibt es dort auch.

Ich könnte, wenn ich so glauben würde, in religiöser Verzückung ausrufen: Mir ist ein Engel erschienen! Denn neu für mich (oder mir bisher nur nicht aufgefallen?) ist eine hellbraungraue Figur, die ich als Engel interpretiere. Sie steht zwischen dem Kreis aus Sitzbänken und dem Teich. Geschaffen aus Altholz, Reisig, Holzabfällen, wahrscheinlich Gerüstbau-Teilen, und mit Schlamm (oder Beton?) modelliert hat die Figur zwei Flügel (oder wehende Rockschöße?), zwei Beine und Arme, einen Kopf mit angedeutetem Gesicht und trägt meiner Ansicht nach einen Rock. Die Figur steht da und scheint von der Kirche, nach links aus dem Bild hinaus wegzulaufen oder zu -fliegen. Ein Kunstwerk, das ich in dieser Machart eher an einem Fluß oder am Meeresgestade vermuten, in welchem ich Treibholz verbaut sehen würde. Sonderbare Figur. Trotz aller Suche nach mehr Infos über sie habe ich dazu nichts finden können (aber noch ein paar Informationen zum Dorf entdeckt) …

 

Schlammengel, Figur aus Reisig, Holzresten, Gerüstbau-Teilen und Schlamm

Schlammengel, Figur aus Reisig, Holzresten, Gerüstbau-Teilen und Schlamm
Bildbeschreibung im Blogtext über dem Bild.

 

Falls ich wiedereinmal hinfahre, versuche ich einen der wenigen Einwohner zu entdecken und dieser Person dann das Geheimnis der Schlammkunst abzuringen.

 

Ich schleiche mich davon und sage Danke fürs Lesen.

Der Emil

 

P.S.: Am 15.05.2021 waren positiv der kleine Ausflug nach Fienstedt, das abwechslungsreiche Wetter (einmal bin ich richtig naßgeworden), viel Aufgeschriebenes.
 
Die Tageskarte für morgen ist die Acht der Kelche.

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2021,134: Vergessen

Wie »fehlende« Zeit »entsteht«. Ein Allgemeinplatz.

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Buch führen sollte ich und möchte ich über meinen Zeitverbrauch. Wie lange bin ich zum Einkaufen in einem Ladengeschäft? Wie lange sitze ich bei meinem Hausarzt im Sprechzimmer? Wie lange liege ich in der Bade­wanne? Wie lange sitze ich an einem Fleck und lese? Wie lange brauche ich für dies und das und jenes? Und wie lange … Natürlich würde ich alles mehrfach erfassen müssen und daraus dann den Median oder auch den Durchschnitt bilden. Nach einiger Zeit hätte ich wohl einen einigermaßen korrekten Überblick darüber, wieviel Zeit ich mit diversen Aktivitäten ca. »verbrauche«. (Ich bin mir sicher, daß Zeit nicht verbraucht werden kann, genutzt werden kann sie wohl. Und nicht alles, das ich nutze, verbrauche ich. Oder liegt da einer meiner Denkfehler?) Aber ich würde, im Gegensatz zu einigen mir (persönlich) bekannten Menschen, auch die Dauer mancher in vielen Augen zeitverschwendender Ereignisse in meine Statistik aufneh­men. Wegezeiten (mit entsprechender Reserve wegen Stau oder auch verpaßtem Verkehrsmittel). Und Pausen, notwendige Pausen. Wer diese Zeiten in seiner Planung schon nicht berücksichtigt, der/dem »fehlen« deshalb täglich einige Stunden der verfügbaren Zeit.
 
Jeder Tag hat 24 Stunden, für jeden Menschen; und die fehlende Zeit ist die, die bei der Planung/Abrechnung vergessen oder bewußt weggelassen wird.

 

Das ist – in Grundzügen – der heute in der Schlafpause notierte Gedankengang. Natürlich habe ich das Gekritzelte sortieren müssen, einiges weglassen müssen und wollen. Hier steht der Text, weil auch ich noch viel zu selten notwendige Wege und Pausen ange­mes­sen berücksichtige …

 

Ich schleiche mich davon und sage Danke fürs Lesen.

Der Emil

 

P.S.: Am 14.05.2021 waren positiv Mut zu einer Absage, sortiertes Werkzeug, ich habe viel gelesen.
 
Die Tageskarte für morgen ist die Königin der Münzen.

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2021,133: Morgens

Seltsames Schlafverhalten des adipösen Diabetikers zu Christi Himmelfahrt.

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Der Tag begann sonderbar. Jedenfalls sonderbarer, als die anderen Tage. Um zwei Uhr nachts schaute ich zum letzten Mal auf die Uhr. Sehr viel länger war ich auch nicht wach. Sonst wird es Drei oder Vier, manchmal auch Fünf, ehe ich Schlaf finde. Und es ist für mich auch absolut normal, daß ich nach drei oder vier Stunden wachwerde, ins Bad gehen muß, dann eine halbe bis eine anderthalbe Stunde wach bleibe, um danach noch­mal vier Stunden zu schlafen. Schließlich mußte der Urmensch und sogar meine Groß­eltern noch Holz oder Kohlen nachlegen, um das Feuer nicht ausgehen zu lassen. Dieses »acht Stunden durchschlafen« ist etwas, das erst etwa 200 Jahre alt ist. Egal. Auch in dieser Nacht war es so: halb sechs wach, kurz nach sechs wieder im Traumland. Aber dann. Dann begann das bisher ungewohnte:

Um acht Uhr: wach, aber zu müde; also noch ein paar Minuten liegenbleiben.
Kurz nach neun Uhr: wach, aber zu müde; also noch ein paar Minuten liegenbleiben.
Um halb elf Uhr: wach, aber zu müde; also noch ein paar Minuten liegenbleiben.
Um dreiviertel zwölf Uhr: wach, aber zu müde; also noch ein paar Minuten liegenbleiben.
Um ein Uhr mittags: wach, aber zu müde; also noch ein paar Minuten liegenbleiben.
Um zwei Uhr mittags: wach, aber zu müde; also noch ein paar Minuten liegenbleiben.
Kurz nach drei Uhr nachmittags: wach, aber zu müde; also noch ein paar Minuten – NEIN!

Jedes einzelne Mal, nachdem ich wach, aber zu müde war, schlief ich wieder eine Stunde tief und fest. Huch? Was war das denn? Immer wieder eine Stunde Schlaf, tief und fest. Mit Träumen. Hm. Und das zu Himmelfahrt. Da wollte ich doch … Aber draußen war es grau. Nieselregen gab es auch immer wieder. Und ich saß am Schreibplatz mit Feder, Papier und Kaffee, schaute zum Fenster hinaus uns brütete über dem, was ich wohl in den Wachphasen (der Nacht, des Vormittags) aufgeschrieben hatte:

  • –  Zwillingismus
  • –  Trötophonie
  • –  Bumsbudenstoßdämpfer
  • –  Vaddern prüft, ob ich besoffen
  • –  Waschkaue in Mühle völlig verstaubt, Putzkolonne?
  • –  Esel und Ziege gekreuzt: störrisch und bockig wie D.
  • –  [unleserlich] durchgezogen bis zum Schluß
  • –  Wäschefalter Puppenstadium
  • –  [unleserlich] [unleserlich] [unleserlich] [unleserlich]

So viel notiere ich sonst auch nicht, ohne daß ich davon weiß. Normalerweise schreibe ich im Zwischenwach ein paar Zeilen oder lese, bis mir die Augen wieder zufallen. Ich kann mich heute aber daran erinnern, daß zwei der Punkte etwas mit meinen Träumen zu tun hatten. (Nein, welche das sind, werde ich niemandem verraten. Auch Dir nicht.) Was mich mit dem Bumsbudenstoßdämpfer allerdings geritten hat, das weiß ich wirklich nicht.

Richtig wach war ich erst nach vier Uhr nachmittags, also um 16.00 Uhr. Nicht lang danach entschloß ich mich, mir Gurkensalat anzurichten und Zwiebeln und Speck zu schneiden für Rühreier. Meine Fotosafari hole ich an einem weniger grauen und weniger müden Tag nach.

 

Ich schleiche mich davon und sage Danke fürs Lesen.

Der Emil

 

P.S.: Am 13.05.2021 waren positiv sehr sonderbare Träume, Salzkartoffeln mit Rührei und Gurken­salat, kein schlechtes Gewissen zu haben.
 
Die Tageskarte für morgen ist die Zehn der Münzen.

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2021,132: Einzigartig

Es muß wieder einmal erwähnt werden.

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Sei doch mal ehrlich: Für jeden Menschen gibt es eine Wirklichkeit, die sich von allen anderen Wirklichkeiten aller anderen Menschen unterscheidet. Warum wollen mir so viele Menschen immer wieder meine Wirklichkeit erklären, mir meine Wirklichkeit absprechen?
 
Erzähle mir von Deiner Wirklichkeit und nicht von dem, was Du Dir in meine Wirklichkeit hineininterpetierst, -phantasierst und -deutelst.

 

 

Ich schleiche mich davon und sage Danke fürs Lesen.

Der Emil

 

P.S.: Am 12.05.2021 waren positiv der fast den ganzen Tag fallende Landregen/Niesel, der erledigte Einkauf, Kartoffeln und Quark und Leberwurst.
 
Die Tageskarte für morgen ist der König der Münzen.

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2021,131: Verantwortlich

Wie ich mir manches zurechtdenke.

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Ich weiß nicht, wem ich die Schuld geben, wem ich die Schuld zuschieben, die Schuld zuschreiben könnte. Denn ich, ich bin nicht Schuld. Ich habe keine Schuld, absolut keine. Ich habe das alles ja nicht gewollt, auch nicht gewünscht, nicht beabsichtigt. Es ist doch so: Ohne Absicht keine Schuld. Oder? Ohne Absicht. Absichtslos. Das ist doch dann gleichbedeutend mit: schuldlos. Nein, das ist doch keine Ausrede, keine Ablenkung von, kein Verleugnen der eigenen, eben nicht vorhandenen Schuld. Denn ich bin schuldlos, los von der Schuld, frei von Schuld. Weshalb nimmt ein Mensch überhaupt an, daß immer jemand die Schuld an etwas haben muß …
 
Schuld und Verantwortung passen einfach nicht zueinander – oder?

 

Ich schleiche mich davon und sage Danke fürs Lesen.

Der Emil

 

P.S.: Am 11.05.2021 waren positiv ein (abgebrochener) Mittagsschlaf, eine im Schrank gefundene Packung Lebkuchen (Lecker!) und das Wiedersehen mit einem Hund (ich fuh sie und ihr Frauchen zum Tierarzt und wieder nachhause).
 
Die Tageskarte für morgen ist IX – Die Gerechtigkeit.

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2021,130: Zwecklos

Doch auch ohne Zweck kann etwas einen Sinn haben.

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Ich habe einen Rucksack gepackt. Mit zwei Flaschen Wasser bringt der 13 kg auf die Waage. Nein, da ist nichts drin, was für eine Tour nützlich wäre (bis auf das Wasser). Nun bin ich neugierig, wie lange dieser Rucksack ungenutzt in der Ecke steht. Wie lange ich also noch (im Schnitt dreimal in der Woche) mit dem Alltagsrucksack unterwegs bin, zu Fuß, in der Dölauer Heide oder einfach so quer durch HaNeu zum Einkauf. Andererseits … Wenn ich mich doch nur aufraffen könnte, einfach so loszugehen, ohne einen nützlichen Zweck. Irgendwohin gehen und ein paar Fotos machen. Wie ich es bis vor einem Jahr noch tat. Ja, das ging bis zu den ersten »großen« Maßnahmen zur Eindämmung dieser – kein'n Bock, das Wort zu schreiben oder auch nur noch darüber nachzudenken. Ja! Davon geht der Scheiß nicht vorüber! Ich weiß. Aber zum Aufraffen fehlt mir die Kraft. Die Ausrede: Weil es im Moment ja ziemlich egoistisch ist, etwas nur für mein eigenes Wohlbefinden zu tun, das keinen anderen Zweck hat. Eine sehr zweifelhafte Betrachtungsweise.
 
Für den Donnerstag dieser Woche habe ich mir jetzt eine kleine Fotosafari geplant – von hier aus gegen den Uhrzeigersinn um den Heidesee wieder hierher zurück.

 

Ich schleiche mich davon und sage Danke fürs Lesen.

Der Emil

 

P.S.: Am 10.05.2021 waren positiv ein zweiter Schreibversuch, die (zu Fuß mit Umweg) geholten Medikamente, Zeit in der Wanne.
 
Die Tageskarte für morgen ist der Ritter der Schwerter.

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2021,129: Wärme

Ich fürchte schon den Sommer.

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Dreißig Grad Celsius, hier in der Wohnung sogar 32 °C. Ein Sommertag im Mai. Hoffentlich kein sanfter Vorgeschmack auf die kommende Jahreszeit. Und ich mußte heute Unaufschiebbares erledigen, auf der Leiter stehend knapp unter der Zimmerdecke. Nein, ich habe das Thermometer vorsichts­halber nicht mit heraufgenommen. Irgendwie müssen ja all die Dinge wieder in die Hängeschränke im Flur. Gut, ich habe wieder Einiges, das seit Jahren aufgehoben und nie benötigt wurde, in einen Blauen Müllsack fallenlassen. Also etwa ein Drittel des Krams, der in einem 50-cm-Hänge­schrank lag. Jahrelang. Und wenn ich mit dem Flur fertigbin, dann … Dann werde ich mich erneut an die Schrankwand im Zimmer heranwagen. Oder vorher noch an die Haufen, die hier herumliegen. Und an die Kisten, in denen notdürftig verschwand was schnell verschwinden mußte. Ich hasse die Hitze, ich hasse dieses durchsortieren und wegwerfen und aufräumen. Beides gleichzeitig, also Sortieren bei Hitze führt zu rigoroserem Wegwerf- oder Entsorgungs- und Abgabevermögen.
 
Würdet ihr eine solche – oder genau diese – Temperaturabhängigkeit irgendwie ausnutzen?

 

Ich schleiche mich davon und sage Danke fürs Lesen.

Der Emil

 

P.S.: Am 09.05.2021 waren positiv die erledigte Arbeit, Ensorgtes, zwei Feierabendbiere.
 
Die Tageskarte für morgen ist die Königin der Kelche.

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2021,128: Geschafft

Und dennoch nicht Fleisch, nicht Fisch.

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Dann hoffe ich mal, daß alle reinpassen in die neue Gute Stube. Ich habe in den letzten drei Wochen mit drei unterschiedlichen WordPress-Konten herumgedaddelt und ausprobiert, ob hier unterm Blogdach alles tut, wie es soll. Da ich keine groben Fehler mehr feststellen konnte, habe ich gestern den letzten regulären Blogbeitrag auch in der WordPress-com-Version veröffentlicht. Nun, ein paar Tränchen waren dann doch dabei, als ich die Umzugsanleitung schrieb. Ich meine: Über zehn Jahre! Länger hatte ich nur meine allererste GMX-Mailadresse mit vierstelliger Kundennummer – bis ich sie mir irgendwann zerschoß. Aber ich konnte ja alle Beiträge und Kommentare und und und mit hierher umziehen. Da sind einige Texte dabei, die ich vergessen habe. Da sind Bilder dabei, die ich lange nicht mehr sah. Und nun geht es nur noch hier weiter, vielleicht auch wieder ein paar Jahre, hoffentlich wieder zehn Jahre.
 
Es ist kein richtiger Neuanfang, deshalb war es auch kein richtiger Abschied, denke ich, und mach einfach weiter.

 

Ich schleiche mich davon und sage Danke fürs Lesen.

Der Emil

 

P.S.: Am 08.05.2021 waren positiv zwei außer Haus erledigte Dinge, zwei volle blaue Säcke wurden entsorgt, Numirosouk satt.
 
Die Tageskarte für morgen ist die Sechs der Kelche.

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2021,127: Vernunft

So manches hat bei mir einen speziellen Geschmack.

Morgen, am 8. Mai 2021, endet meine .com-Bloggerei mit einem letzten Text zum Umzug.
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Gestern und heute jeweils um sieben Uhr morgens aufgestanden. Gestern zum Arzt zur Blutabnahme fürs Labor. Heute zum Arzt, Werte besprechen und ein neues Zipperlein anzeigen. Hm. Werte unerwartet verschlechtert. Obwohl: Am Mittwoch abends eine ganze Tüte Gummibären gegen den Frust/Kummer war dann doch eindeutig zu viel, aber als Begründung für die Verschlechterung nicht allein ausreichend. Das neue Zipperlein wurde ärztlich bestätigt und wird im normalen Verlauf ja sowieso erwartet. Nun, so habe ich jetzt wieder zwei Dinge, auf die ich besser achten muß. Wenn ich also … Und ich frage mich wirklich, ob ich entsage, oder ob ich lieber und besser genieße, was noch bleibt und solange es noch geht.
 
Vom Einkaufen habe ich mir statt Gummibären jetzt Apfelsinen mitgebracht – Vernunft schmeckt nach Orange. (Ich bin kein Synästhetiker. Es geht nur um meinen Diabetes, der bisher ganz gut im Griff war und diesmal eben nicht.)

 


Wer weiterhin lesen möchte, was ich schreibe, beachte bitte diesen technischen Hinweis: Ab Morgen, ab dem 8. Mai 2021, werden neue Artikel nur noch unter der Adresse deremil.blogda.chVorsicht! Falle: Nur blogda vor dem .ch! NICHT blogdach! – veröffentlicht. Im alten Blog bei wordpress(dot)com wird ein Artikel zu finden sein, der darauf hinweist, in dessen Kommentaren ich auch Fragen zu Interaktionen mit dem neuen Blog beantworten werde. Ich werde mich freuen, wenn ich euch unterm Blogdach begrüßen darf.


 

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Der Emil

 

P.S.: Am 07.05.2021 waren positiv die ärztlich bestätigte Vermutung, ein kleiner Aufräumfortschritt, unerwartete Post.
 
Die Tageskarte für morgen ist XX – Die Sonne.

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2021,126: Möglichkeit

Und immer ein anderer Antrieb?

Ich werde ab dem 8. Mai – ÜBERMORGEN – nichts Neues mehr im alten Blog veröffentlichen.
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Was tut der Mensch nicht alles nur aus diesem einen einzigen Grund: Weil es die Möglichkeit dazu gibt …

 

 

Nun gut, bei Kindern ist es der Entdeckergeist, der dazu führt, daß alles, wirklich alles ausprobiert wird. Später aber, wenn Bildung zu Wissen und Moral und Sozialverhalten geführt hat. Später aber sollte der einzelne Mensch doch erkennen können, daß es sich nicht schickt, nicht lohnt, nicht hilfreich ist, bestimmte Dinge zu tun. Daß es nicht erlaubt ist. Daß damit nur Schäden verursacht werden z. B. für andere Menschen oder in der Natur. Irgend­wann sollte doch jede begriffen haben, daß es keine gute Idee ist, auf den eigenen Daumen mit einem Hammer einzuschlagen! Und wieso jemand, ausgestattet mit gesun­dem Sozialverhalten und hinreichender Intelligenz, nach dieser schmerzhaften Erkenntnis noch auf anderer Leute Daumen eindrischt: Das entzieht sich meiner Kenntnis. Natürlich: Es ist möglich! Aber wieso wird es getan? Nur, weil es die Möglichkeit dazu gibt? »Na, weil ich es kann!« ist eine von mir zumeist angezweifelte oder abgelehnte Antwort auf die Frage nach dem Grund einer Handlung (z. B. einer Beleidigung, einer mutwilligen Zerstörung usw. usf.). Ja, hauptsächlich bei destruktiven, zerstörenden Aktivitäten frage ich mich im Falle dieser Antwort nach dem Verstand dessen, der da zerstörte.

Und seit ich begonnen habe, über den oben notierten Satz nachzudenken, frage ich mich, ob er auch im positiven Sinne benutzt wird, benutzt werden kann oder gar benutzt werden sollte. Oder ob es neben der Möglichkeit nicht doch immer noch einen (anderen) Antrieb braucht, um zu handeln.

 


Wer weiterhin lesen möchte, was ich schreibe, beachte bitte diesen technischen Hinweis: Ich werde voraussichtlich ab dem 8. Mai 2021 neue Artikel nur noch unter der Adresse deremil.blogda.chVorsicht! Falle: Nur blogda vor dem .ch! NICHT blogdach! – veröffentlichen. Im alten Blog bei wordpress(dot)com wird ein Artikel zu finden sein, der darauf hinweist, in dessen Kommentaren ich auch Fragen zu Interaktionen mit dem neuen Blog beantworten werde. Ich werde mich freuen, wenn ich euch dort begrüßen darf.


 

Ich schleiche mich davon und sage Danke fürs Lesen.

Der Emil

 

P.S.: Am 06.05.2021 waren positiv der am frühen Morgen erledigte Labor-Termin und der Mittagsschlaf.
 
Die Tageskarte für morgen ist VIII – Die Kraft.

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