2021,214: Namen

Es wurmt mich schon, aber nur ein wenig.

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Verlorengeglaubte Erinnerungen waren vielleicht doch nicht so wichtig.

Ich suche in meinem Hirn (und auch in den vorhandenen Dateien) nach den Namen ehemaliger Familienmitglieder im weitesten Sinne. Zum Beispiel nach denen von den Basen und Vettern meiner Kinder. Die Familiennamen von damals weiß ich noch. Die Namen von Schwägerinnen und Schwagern auch noch. Ich bin bei der Namenssuche ganz erfolgreich bisher, fehlen mir doch nur noch zwei Namen, zwei einfache Vornamen. Gut, den einen davon hörte ich wirklich vor zu langer Zeit nur drei- oder viermal. Aber der andere, der andere Name läßt mich an meinem Verstande zweifeln. Der ist weg! Dabei höre ich die Mutter noch rufen, und sie rief üblicherweise beide Jungs mit ihren Vor- und Familiennamen, wenn es wichtig war. Aber da ist nur noch der eine in meiner Erinnerung! Himmelherrgottnochmal. Wie kommt es denn zu solch ominösen Fehlstellen? Natürlich, ich habe mich 20 Jahre nicht um diese Dinge geküm­mert, sie sogar ver- und gemieden. Weil Überleben einfach wichtiger war. Aber jetzt, jetzt versuche ich schon einige Monate, Daten aus meiner Vergangenheit wieder zusammenzutragen.

Und so stelle ich fest, daß ich in meinem Leben früher viel, viel zu wenig auf­geschrieben zu haben scheine. Dann könnte ich wenigstens nachschlagen in den Notizen der entsprechenden Jahre. Wenn ich mir allerdings vorstelle, welche schiere Menge an sicher auch niemals wieder benötigten “Daten” da zusammengekommen wäre … (Und in meinem Gedächtnis, in der Erinnerung sind sie ja mit ziemlicher Sicherheit noch, sie sind nur unerreichbar für mich, jetzt, da ich nach einem bestimmten Datum suche.) Ich kann auch niemanden einfach anrufen oder anmailen deswegen, dazu ist mein Verhältnis zur “ehe­maligen” Familie zu sonderbar; jedenfalls traue ich mich nicht mehr, einfach anzurufen oder eine Mail zu schreiben. Also hängt jetzt im übertragenenen Sinne ein Zettel an der Wand mit den Namen von Mutter, Vater und auch dem Bruder dieses einen Kindes (es ist ein Desktop-Hintergrundbild mit diesen Angaben).

Witzig ist, daß im Zuge dieser Namenssuche ganz andere Dinge wieder aus dem Gedächnis zum Vorschein kommen, die ich (ebenfalls) verloren glaubte, sogar zu meinem Glück verloren glaubte –, die Gnade des Vergessens, ihr versteht. Und eine Erkenntnis hat sich bestärkt: Ich muß mir nicht alles aufschreiben, mich nicht an alles erinnern. Ich glaube, das wäre für mich und die meisten Menschen sehr belastend. Und so bin ich es ganz zufrieden. Doch diesen einen Namen …

 

Ich schleiche mich davon und sage Danke fürs Lesen.

Der Emil

 

P.S.: Am 02.08.2021 waren positiv eine abgeschlossene gute Tat, Regens­bur­ger mit Brot und Sauerkraut, wieder über 120 gescannte Zettel (wie gut, daß das Programm mitzählt).
 
Die Tageskarte für morgen ist die Zwei der Stäbe.

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CC by-nc-nd Website (Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).

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2021,213: Auswahl

So scheint sie zu wachsen und wird doch geringer.

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Ich weiß nicht, ob es von meinem Alter, von meiner Gesundheit oder einfach von dieser, meiner, unserer Zeit und ihren Umstän­den bedingt ist, aber: Die Liste der Dinge, von denen ich mich verabschieden mußte und muß, und von all dem, was ich nicht mehr tun kann, wird immer länger.
 
Je mehr Möglichkeiten scheinbar geboten werden, umso weniger kann ich mich zwischen ihnen entscheiden.

 

Ich schleiche mich davon und sage Danke fürs Lesen.

Der Emil

 

P.S.: Am 01.08.2021 waren positiv zwei schon lang anstehende Sachen erledigt zu haben, besonderer handgemahlener und handgebrühter Kaffee am Nachmittag, einige gescannte Zettel.
 
Die Tageskarte für morgen ist die Drei der Kelche.

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2021,212: Durchgelegen

Gedichtinterpretation? Hier ganz sicher nicht.

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Vom Liegen auf Häuten
 

Wir liegen augestreckt auf unseren Häuten.
Geflickt und starr hängt über uns der Wald.
Und zehrend, unersättlich von den Beuten,
die wir nicht trafen, nahmen wir Gestalt
von großen Tieren an. Wie zäher Rauch.
Es bleibt der letzte Pfeil im Köcher.
Wir drehn uns, weil der Arsch brennt, auf den Bauch:
die dünnen Stellen sind noch keine Löcher.

 

Kerstin Hensel: Stilleben mit Zukunft. Gedichte. S. 45
© Mitteldeutscher Verlag Halle · Leipzig 1988 Jahr. ISBN 3-345-00332-4
Printed in the German Democratic Republic

 

 

Gab es bei euch in der Schule auch Aufgaben, in denen ein Gedicht interpretiert werden mußte? “John Maynard”, “Die Weber” – und wie sie alle hießen. Seit ich in der neunten Klasse (wie wohl viele in dem Alter) selbst begann, Gedichte zu schreiben, konnte ich das noch weniger als vorher. Und heute? Ein Kunstwerk interpretierten kann ich nur noch, wenn ich Musik spiele, singe oder rezitiere/schauspielere. Ein Gedicht zu untersuchen hinsichtlich Aufbau, Stil, vom Künstler intendierter Botschaft: Es tut mir leid, ich kann es nicht mehr. Poesie ist für mich eine Sache des Fühlens geworden. Und darüber und über das Warum kann ich etwas erzählen …

 

Ich schleiche mich davon und sage Danke fürs Lesen.

Der Emil

 

P.S.: Am 31.07.2021 waren positiv noch ein beseitigtes Umzugsüberbleibsel, ein schöner Gedichtband, eine sanfte Erinnerung an zwei Länder.
 
Die Tageskarte für morgen ist XX – Die Sonne.

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2021,211: Vorbereitet

Von einem Buch zum Nachdenken gebracht.

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Auf Leid aller Art war (und bin) ich immer vorbereitet: auf Ablehnung, Ignoranz und Abwertung, auf Scheitern zum Beispiel. Aber kann ich Glück ertragen – und wenn ja, wieviel? Darauf hat mich kaum jemand oder etwas vorbereitet, darauf nicht. Und sehr viel Erfahrungen habe ich damit auch nicht gemacht.

 

 

Ich schleiche mich davon und sage Danke fürs Lesen.

Der Emil

 

P.S.: Am 30.07.2021 waren positiv Kaffee um kurz nach Neun, ein Mittagsschlaf, Mut zur Absage.
 
Die Tageskarte für morgen ist XVI – Der Turm.

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2021,210: Schlaf

Ob ich das wohl öfter haben könnte?

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Die durchwachte Nach zu gestern habe ich wohl wettgeschlafen. In dieser Nacht nämlich schaute ich kurz vor Drei zum letzten Mal auf die Uhr. Und richtig wach war ich 18.30 Uhr. Naja, was für mich heute richtig wach auch bedeuten mag. Es gab keinen Kaffee. Ich habe etwas gegessen und liege schonwieder im Bett. Wie schon beim ersten Impfen tut mir bisher nichtmal der Arm weh.

 

Ich schleiche mich davon und sage Danke fürs Lesen.

Der Emil

 

P.S.: Am 29.07.2021 waren positiv langer Schlaf, das Fehlen von Beschwerden, Salbeitee.
 
Die Tageskarte für morgen ist XX – Die Sonne.

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2021,209: Stichweise

Nicht nur eine von Mücken versaute Nacht.

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Zeitig aufstehen mußte ich heute morgen. Früh zubettgehen wollte ich deshalb gestern. Aber ach, ich hatte im Laufe des gestrigen Tages das Bettzeug zwar abgezogen … Und so bezog ich um halb eins mein Bettzeug, versuchte es mit Schlafen und wurde von Mücken zerstochen. Ungelogen, an den Beinen und Füßen habe ich insgesamt 20 frische Stiche, wieviele es an anderen Körperstel­len und -teilen sind, weiß ich nicht. Zunächst sprühte ich mich mit meinem Mücken­mittel ein und versuchte, dem Kratzdrang widerstehend, ein zweites Mal in den Schlaf zu finden. Dieses Sirren. Auf, Fliegenklatsche, Jagdsaison! Wieviele ich erlegte? Ich habe nicht gezählt. Aber im neunten Stock. Echt? Der nächste Tümpel ca. 500 m weit weg: Wo kommen diese Viecher her? Mittler­weile war es Zwei. Und noch immer hörte ich es sirren. Okay. Um Fünf soll der Wecker klingeln. Schlafen lohnte nicht mehr. Also aufgestanden, das Fenster geschlossen. Kaffee angesetzt. Großes Licht an. Fliegenklatsche in die Hand und weiter. Und während ich weiter Mücken suchte und erschlug, setzte sich eine auf meinen Fuß, auf die Stelle, wo es am meisten jucken wird, und stach zu. Waaaaah! Auch noch Kriebelmücken!? Verf…te Sch…e!

Meiner Erinnerung nach war ich schon immer Mückenmagnet. Soll heißen, neben mir saßen und sitzen Menschen, die von den Biestern gemieden wurden und werden. Ich allerdings war und bin bevorzugter Imbiß. Natürlich kann das von Einbildung und Verklärung gefärbt worden sein, aber ich empfand es meiner Erinnerung nach wirklich immer so.

Heute Nacht war ich so genervt von diesen Insekten, hab' ich mich so sehr geärgert ihretwegen, daß die Müdigkeit nicht mehr gegen den ohnmächtigen Zorn ankam. Überhaupt bin ich zur Zeit sehr, sehr dünnhäutig. Am häufigsten bin ich von meinem eigenen Verhalten genervt, von dem, was ich mache oder unterlasse, so oft wider besseren Wissens. Und dieses Genervtsein bringt mich in Rage. Ein Teufelskreis. Und obwohl die Temperaturen vor allem Nachts durchaus erträglich sind, so bleibt es doch auch nach Regenschauern und Gewittern schwül. Ach, wie gut das früher tat, wenn nach Gewitter und Regen die Luft “gereinigt” war und abgekühlt. Warum gibt es das heute gefühlt kaum noch? Sind die Mücken deshalb so zahlreich, selbst hier oben im neunten Stock? Bis zum Fußweg vorm Haus sind es 27 m bis 28 m – etwa 1 m bis zum Erdgeschoß, und dann mit der Geschoßhöhe von 2,70 m weiterrechnen und nicht vergessen, daß ein Fenster nicht am Fußboden beginnt; das GPS im Smartphone zeigt regelmäßig 30 m Höhenunterschied. So viele der Ungeheuer hatte ich in noch keinem Jahr hier oben. Das … das verstehe ich nicht und das mag ich nicht und das brauche ich nicht.

 

Der Rest des Tages? Griesgrämig und knatschig war ich, was sonst … Aber ich erhielt meine 2. Impfdosis und hielt einen Mittagsschlaf von nachmittags Zwei bis nachmittags halb Fünf.

 

Ich schleiche mich davon und sage Danke fürs Lesen.

Der Emil

 

P.S.: Am 28.07.2021 waren positiv die erfolgte Impfung, der Mittagsschlaf, ein unerwarteter Anruf.
 
Die Tageskarte für morgen ist die Zwei der Kelche.

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2021,208: Alptraumbuch

Neuerdings fesselnde Lektüre.

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Das Buch. Das Buch macht mir Angst, die Sätze und das Dar­gestellte ekeln mich, aber das Buch läßt mich nicht los. Es ist wie ein Zwang, ich muß lesen, was mir geschehen könnte, wenn ich nicht anders handle als der, der in dem Buch über sich und sein Leben erzählt. Ich weiß, daß ich mehrmals nach den ersten vier oder fünf Seiten das Buch zur Seite gelegt habe. Weil ich mich ertappt fühlte und trotzdem steif und fest behauptete, daß mir sowas nie passieren könnte, nie. Diesmal aber hat es mich gepackt, das Buch – nein, die Geschichte hat mich gepackt, das Geschehen, das genau hier in der Stadt an­ge­siedelt wurde. Es werden Orte beschrieben, die auch heute noch so aussehen wie damals. Dinge wie die Straßenbahn, die noch heute über ihre Schienen poltert. Und Vorgänge, die auch mir schon so oder in “leichterer” Form geschehen sind. Mitt­lerweile habe ich dies und das ausprobiert in der Zeit, in der ich dieses Buch lese (ich glaube, jetzt zum dritten Mal nach­ein­ander, weil ich die darin stehende Wahrheit ja noch begreifen muß). Mittlerweile weiß ich um die Gefahr, in die ich mich bege­ben habe. Mittlerweile bin ich mir sicher, alles anders machen zu wollen. Jedenfalls in entscheidenden Momenten vieles anders zu machen. Noch habe ich die Kraft dazu, hoffe ich. Daß das nicht funktioniert hat, als ich es ausprobierte, das lag wahrscheinlich daran, daß ich vom Ausprobieren wußte, daß es also nicht ernst war. Wozu sollte ich mich da anstren­gen und mich überwinden. Reicht doch, wenn ich das kann, wenn es ernst wird. Aber: Ein Buch ist einfach etwas zum Lesen. Was darinnen steht, ist ja sowieso nie die Wahrheit. Da hat sich einer zusammenphantasiert, was eventuell geschehen sein könnte, weil er sich an nichts erinnern konnte und kann, was geschehen war, oder etwas, was nie geschehen können wird. Wieso sollte ich also vor etwas Angst haben, vor etwas, das nur in einem Buch steht? Und ist es nicht immer so: Je öfter etwas gesagt wird (also auch: je öfter ich etwas lese), desto wahrer wird in meinem Geiste das, was gesagt wird. Das soll selbst für dreisteste Lügen gelten. Selbst wenn ich das Buch noch dreimal lese, so wird kein Satz daraus wirklich wahrer. Und vor allem: Die Sätze gehören zum Buch, nicht zu meinem Leben. Soviele scheinbare oder anscheinende Parallelen zwischen dem Buch und meinem Leben auch bestehen. Ein Buch ist ein Buch ist ein Buch. Was soll mir das in meinem verkorksten Leben denn helfen?

 

 

Ich schleiche mich davon und sage Danke fürs Lesen.

Der Emil

 

P.S.: Am 27.07.2021 waren positiv sehr früher Kaffee um vier Uhr und danach endlich ein paar Stunden Schlaf, einiges Geschriebenes.
 
Die Tageskarte für morgen ist die Zehn der Schwerter.

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2021,207: Druck

Ablassen. Und nicht durch Listen noch vergrößern.

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Anfangen müßte ich, mit so vielem. Und aufhören müßte ich, auch, mit vielem aufhören. Allein, es fehlt im Moment an Motivation, Energie, Kraft, Willen – an so ziemlich allem, was dazu nötig wäre. Und täglich strömt mehr auf mich ein, das mich mutlos macht. Und täglich finde ich weniger von dem, das sinnvoll und sinnstiftend ist.

 

Natürlich stimmt das eben Geschriebene nur zum Teil. Ich jammere ja nur mal herum. Um … ja, wozu denn eigentlich. Welchen Zweck hat dieses Meckern? Besser wird dadurch nichts. Nichts, nichts außer diesem unbedeutenden und unbestimmten Gefühl, es “mal gesagt zu haben”. Dennoch ist es für mich eine Methode, Druck abzulassen, einfach einmal herauszulassen, was in mir grummelt und kreiselt und Bauchschmerzen macht. Und ich mache das auch dann oder gerade dann, wenn ich kein Gegenüber habe, das sich dadurch angegriffen fühlen könnte. (Ich habe ja sowieso kein Gegenüber, so als alleinlebender alter Mann.) Manchmal lasse ich auch hier den Druck raus, in einem meiner Blogs, so wie jetzt gerade.

Da ist wirklich nichts, wobei mir ein Mensch helfen könnte. Da braucht es keine Worte dazu, keine Taten. Denn das, was anzufangen ist oder aufgehört gehört, das kann nur ich ganz alleine tun, daß muß ich auch tun. Ich muß mich selbst dafür motivieren, die Aufgaben in kleine Teile gliedern, damit ich nicht vor einem einzigen oder gar mehreren Kolossen stehe, unüberwindbar, schier unbezwingbar. Den Weg teilen in kleine Abschnitte, einzelne Schritte, die nach und nach bearbeitet und getan werden können. Vielleicht beginne ich doch irgendwann nocheinmal, stringente To-Do-Listen zu erstellen und abzuarbeiten.

Vorerst bleibe ich bei meiner Liste mit Erledigungen, die möglicherweise gelingen können. So viele Punkte ich wegstreiche, so viele füge ich wieder dazu. Es stehen immer sieben Aufgaben auf der Liste. Und manchmal ergänze ich etwas Erledigtes, das ich gleich wieder wegstreiche.

 

Ich schleiche mich davon und sage Danke fürs Lesen.

Der Emil

 

P.S.: Am 26.07.2021 waren positiv einiges Weggeworfenes, eine Anzahl von Kontakten im PIM ergänzt und korrigiert zu haben, ein weiteres gelöstes Rechnerumzugsproblem.
 
Die Tageskarte für morgen ist die Neun der Schwerter.

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2021,206: Festhalten

Fiktiver Bericht über einen fiktiven Vortrag. Fragment.

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(Kurzer, verhaltener Applaus, als der Vortragende die Bühne betritt.) Was macht ein Mann mit einem – nehmen wir der Einfachheit halber einmal an, ein solches gäbe es wirklich – Problem, das nur ihn selbst betrifft? Bitte verzeihen Sie mir, daß ich nicht aus eigener Erfahrung sprechen kann. Nein, nicht, weil ich kein Mann bin, sondern weil ich keine Probleme habe. Wirklich. Denn ich bin noch im ersten Abschnitt der Problembehandlung: Ich ignoriere das im Entstehen begriffene bzw. das jetzt schon existierende Problem. Also spreche ich über des Mannes Problem oder über die Probleme der Männer nur aus der Anschauung, die ich von anderen Männern habe. Männer nehmen ein Problem zum ersten Mal wahr, wenn dem Problem von einem anderen Mann ein Name gegeben wird. Wahrscheinlich haben bis zu diesem Zeitpunkt auch schon Frauen das Problem gesehen und benannt, aber ach, Frauen! (Einige Zuhörerinnen springen empört auf und verlassen laut schimpfend den Saal.) Jedenfalls hat das Problem irgendwann einen Namen. Aber so schlimm ist es ja nicht, das Problem. Nicht bei einem Mann. Männer haben ihre Probleme immer im Griff.
 
Männer müssen ihre Probleme immer im Griff haben, denn: Sie, die Männer, klammern sich auch mit letzter Kraft noch daran fest, nur um nicht mit oder an ihrem Problem unterzugehen.

 

 

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Der Emil

 

P.S.: Am 25.07.2021 waren positiv sehr langes Ausschlafen (knapp zwölf Stunden Schlaf), einiges Weggeworfenes, ein Besuch bei einer Bekannten.
 
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2021,205: Haushaltstag

Aber den gibt es doch überhaupt nicht mehr.

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Sonnabend. Der war heute Tag der hauswirtschaftlichen Arbeiten. Haushaltstag sozusagen. Früher bekamen den in der DDR (ab 1952 bis spätestens zur bundesweiten Abschaffung 1994) vollbeschäftigte werktätige Mütter (selten alleinstehende Väter). Der Haushaltstag war ein (zusätzlicher und bezahlter!) “freier” Tag pro Monat. Lange her! Und schwül war es heute wieder – in der Nacht soll Regen kommen. An den Rechnern habe ich heute fast nichts gebastelt: Nur den Fensterverwaltungsdienst habe ich vom neumodischen Wayland auf das gute alte X11 geändert. Und siehe da, es scheint alles wesentlich flüssiger zu laufen. Ansonsten: ein ereignisloser Tag für mich. Tokylümpzich meide ich wie die Pest (wie ich auch das vorhergehende Geldeinnehmgeballsel gemieden habe). Mehr hab' ich heute einfach nicht zu erzählen.

 

Ich schleiche mich davon und sage Danke fürs Lesen.

Der Emil

 

P.S.: Am 24.07.2021 waren positiv erledigte Hausarbeit, genug Pausen, Feierabendbier.
 
Die Tageskarte für morgen ist die Zwei der Münzen.

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