Einer der seltenen, ausgiebigen, wärmenden.
Heute war ein fauler Sonntag. Ich schlief und las und schlief. Den Abwasch hab ich geschafft und ein ganz klein wenig sortiert und geräumt. Mir war schon fast weihnachtlich: heimelig, sanftmütig gestimmt, halbnostalgisch, vorfreudig. Nein, ich hab keine Lebkuchen gegessen – aber ein Räucherkerzchen brannte. Ah, der Duft!
Dabei wollte ich heute doch … Ach, egal. Der Tag war gut so, wie er war. Ich habe nichts Wesentliches versäumt, nichts Lebenswichtiges übersehen. Ich hab niemandem wehgetan, hab nicht gefroren, Musik gehört. Nachrichten hab ich so gut wie keine gesehen oder gehört. Aber Träume hab ich geträumt, wunderbare Träume, die nur schwer zu verwirklichen sind und auch welche, die sich nie umsetzen werden lassen (das weiß ich, obwohl ich mich an keinen einzigen konkret erinnern kann bis jetzt). Trotzdem träume ich sie auch weiterhin. Nicht nur an einemTag wie heute, nicht nur an einem Traumtag. Und nein, bei mir kann nicht jeder Tag ein Traumtag sein, sondern solche Tage sind eher selten.
Heute stört mich nicht einmal, daß ich mich an keinen einzigen dieser Träume konkret erinnern kann. Von den luziden am Vormittag weiß ich nur noch um ihren angenehmen Grundton. Und die Tagträume … Ja, auch die waren nicht unangenehm, aber häufig indifferent verwirrend (ich überlegte lange, zwischen diesen beiden Worten ein Komma einzufügen). Trotz allem war heute ein wärmender Tag.
Erinnerung des Tages:
In diesen Tagen 1989 waren viele Menschen so wie ich voller Angst und Hoffnung; und in einem meiner Fenster brannte allabendlich eine Kerze.
Mit einem Danke fürs Lesen schleiche ich mich davon.
P.S.: Zufrieden machten mich am 18.10.2026 viele Träume, Linsendal, Erholung in der Wanne.
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(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).


