Über die Kunst, mir selbst den notwendigen Arschtritt zu verpassen.
Den getellten Wecker habe ich heute früh nicht gehört: Ich war vorher wach. Gut, nach achteinhalb Stunden Schlaf (nicht ununterbrochen). Und doch machte es mich dezent grummelig.
Mein Plan war es, 10 Uhr loszufahren. Geht nur nicht, weil mir noch etwas gebracht werden muß; und das soll 11 Uhr geschehen. Ich liebe es, wenn ich meine Pläne wegen anderer Leute … Egal. Ich werde … Nicht umsonst reise ich nicht erst morgens am ersten Makrttag an, sondern schon heute, am Tag zuvor. Dann kann ich alles in Ruhe aufbauen, einsortieren, einrichten. Wir haben Zeit, miteinander zu schwatzen, uns zu begrüßen und zu umarmen. Ich habe Zeit anzukommen.
Bis es dann Zeit zum Starten ist, geh ich nochmal in die Badewanne, bringe die eine Kiste mit Vorräten und Ausrüstung ins Fliewatüüt, packe das, was noch mitmuß, in den Rucksack. Erledige nachher noch den Abwasch. Als letztes vorm losgehen fahre ich den Rechner herunter. Ich würde ihn gern mitnehmen, aber auf den Märkten habe ich nur Strom aus Powerbank und Batterie. Telefon und Tablet (mit Tastatur) müssen wie schon seit Jahren reichen.
Dieser Text hier, der ist übrigens der mir von mir verpaßte Arschtritt. Nach seiner Veröffentlichung habe ich noch etwa zwei Stunden, um das noch Notwendige zu erledigen. Ich tauch dann mal ab.
Mit einem Danke fürs Lesen schleiche ich mich davon.
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