186.2026: Fünftausend

Und ein paar Hundert mehr, doch viel ist das wirklich nicht geworden.

 

Nein nein, der Blogbeiträge sind es inzwischen schon einige mehr. Und auch Schritte zählte ich heute nicht. Aber ich habe den Rest des (gemahlen gekauften) Kaffees aus der Packung in meine Kaffeedose gegeben. Und nun habe wieder ganze Bohnen, die ich nach und nach verbrauchen werde.

Irgendwann am Vormittag begann ich damit, die Kaffeebohnen mit der Hand­kaf­fee­mühle zu mahlen. Das geht ganz schön auf die Arme, kann ich euch sagen. Der befüllte Bohnentrichter meiner Mühle braucht 800 Umdrehungen, von denen ich 50 und 50 mit der linken, die nächsten 50 und 50 mit der rechten Hand drehe. Der Auffangkasten meiner großen Mühle faßt mehr Pulver, aber nach 400 Mal Kurbeln leere ich ihn in eine wirklich gut dichte Dose, in der das Mahlgut sein Aroma nicht so schnell verliert. Zwischendurch sah ich mir Bilder an, selbsgemachte, aus den Jahren 2000 bis 2004. Damals fotografierte ich das meiste noch auf Negativfilm, vieles auf dem Ilford Delta XP-2 (ein als Farbfilm zu entwickelndes Material, das dennoch nur Schwarz-Weiß-Bilder ergab). Ja, ich hatte dann auch schon eine Digitalkamera, aber die nutzte ich als Ersatz für die Polaroid, mit der ich davor mir ansehen konnte, wie die Bilder auf dem Film wohl aussehen werden.

So kurbelte ich heute und sah mir Bilder an und löschte einige Dateien. Vom ange­kün­digten Regen war tagsüber allerdings nichts zu sehen; es kann wohl kurz vorm Morgengrauen ein paar Tropfen gegeben haben, aber dann war es schwül. Nicht mehr ganz so heiß, das stimmt, aber abgekühlt hat es sich hierzustadt nicht wirklich. Und neben meiner Löscherei und Kurbelei liefen heute die CDs Nº 1 bis 8 der DT64-Story. Ja, da ist wirklich schöne Musik dabei.

Gelöscht habe ich viel weniger Dateien, als ich Kurbelumdrehungen tätigte. Dabei schaffte ich noch nicht einmal 1 Pfund Kaffee zu mahlen mit 5.600 Mal leiern. Aber wenigstens weiß ich wieder, wie anstrengend – nein, wieviel Arbeit es braucht(e), bis das feine Pulver erzeugt ist, welches mir morgens so notwendig scheint. Und ich denke daran, daß es ja lange Zeit keine motorisierten Geräte gab, mit denen Kaffee gemahlen wurde, sei es in den Röstereien, in den Läden oder den Haushalten. Ach, bei meinen Großeltern habe ich das Handmahlen noch selbst erlebt und gelernt, lange bevor ich selbst Kaffee trinken wollte. Beide Kaffeemühlen besitze und benutze ich heute. Und wie ich den Geruch liebte und liebe …

 

Erinnerung des Tages:
Ach ja, zu solcher Musik habe ich als Jugendlicher in der Dorfdisko getanzt (zumindest zur älteren davon).

 

Mit einem Danke fürs Lesen schleiche ich mich davon.

Der Emil

 

P.S.: Zufrieden machten mich am 16.08.2026 meine Ruhe, 269 gelöschte Bilddateien, gemahlener Kaffee.


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185.2026: Zitat

Ganz unterschiedliche Impulse für mein Denkicht. Immer willkommen.

 

Seit einiger Zeit habe ich ein Magazin abonniert; und wenn ich sage, welches das ist, kommt bestimmt die Frage: „Wieso?” Naja. Wer mein Blog kennt, weiß um meine Affinität zum monastischen Leben – ich bin nicht von ungefähr ein #MarktMönch. Außerdem liebe ich es, Anregungen zum Denken zu finden. Egal ob im DLR-Magazin, im femto, oder eben im cap! – im Magazin der Kapuziner.

Das aktuelle Heft steht unter dem Motto „Anders sein”. Und ja, es liefert mir viele Denkanstöße, denn ich bin ja auch anders, eben nicht normal. Und in meinem Denken gehen Physik und Religiosität durchaus zusammen. Heute fiel mir ein Zitat auf, eines, das ich schon lange als beinahe geflügeltes Wort kenne:

 

 

Jenseits von richtig oder falsch liegt ein Ort, dort treffen wir uns.

Rumi (∗ 1207 – † 1270), islamischer Mystiker und Dichter.

 

 

Jenseits von richtig und falsch – das heißt doch auch: Jenseits von normal? Oder? Und ist richtig ehernormal als falsch oder falsch eher normal als richtig? Wie ist das in eurer Beobachtung? Nicht umsonst steht bei mir in jedem Profil (online) ganz oben, am Anfang: „Nicht normal.” Ja, ich denke, daß das auch heißt: „Jenseits von richtig und falsch.” Außerhalb allgemein üblicher Kategorien. Für mich ist nur Platz in der untersten Schublade, weil ich extreme Höhenangst habe. Jaja, lacht oder schmunzelt ruhig.

Übrigens sind alle drei von mir erwähnten Magazine im kostenlosen Abo erhältlich (und gut im Netz zu finden). Wer also wie ich den einen oder anderen Denkanstoß haben mag …

Und außerdem bin ich neugierig: Wo holt ihr euch Impulse, die euch zum Denken anregen!?

 

Heute weggegeben bzw. entsorgt:
Ich gab 14 Bücher und fünf CDs ins Öffentliche Bücherregal.

 

Mit einem Danke fürs Lesen schleiche ich mich davon.

Der Emil

 

P.S.: Zufrieden machten mich am 15.08.2026 mein Ausgeschlafensein, ein erledigter Einkauf (bei der Hitze!), Würstchen mit Brot und Senf (Bautz'ner, mittelscharf).


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184.2026: Ausgeschlafen

Heute bin ich das wirklich nicht, und ich denke: Na und?

 

Mir scheint, daß mir bevortsteht bzw. ich geade erlebe, was ich jetzt länger nicht hatte: Ein Schlafwochenende.

Schon gestern lag ich ziemlich viel auf meiner Schlafstatt – es ging mir nicht sehr gut, meine Wege beschränkten sich zumeist auf die Strecke ins Bad und zurück. Trotzdem hatte ich einiges geschafft, ging mein Leben seinen durchaus gewohnten Gang. Heute war ich wach von Sechs bis halb Acht, von Zwölf bis kurz nach Zwei und dann ab halb Sechs wieder. Die restlich Zeit schlief ich. Und so richtig munter war ich zwischendurch nie.

Auch jetzt noch ist Müdigkeit in mir, sowohl von der ausschlafbaren als auch von der unausschlafbaren Art. Für die eine geb ich mir Zeit bis Montag – ob ich die andere angesichts der „Welt”-Lage je wieder loswerden kann, bezweifle ich. Doch ich werde mich von ihr nicht hineinziehen lassen ins Loch der Depression, ganz sicher nicht. Also gönne ich mir die Pause, die Auszeit, den Schlaf … Ich bin deswegen noch nicht einmal besorgt oder gar unruhig.

Bleibt die Frage, ob ich auf diese Art und Weise etwas „verpasse”. Einen Waldbrand? Irgendwelche realitätsfernen Äußerungen von Personen, die regelmäßig Kreide holen waren in Physik? Hierzustadt soll es heute eine Störung im Straßen­bahn­betrieb gegeben haben; na und? Die habe ich (erfolgreich?) verschlafen. Ja, schon gestern blieb vieles liegen von dem, das ich erledigen wollte, und heute sogar alles. Na und? Erledige ich es eben nach dem Ausschlafen …

Gerade in diesem Moment, da ich das hier in der Kladde notiere, stelle ich mir mehrere sonderbare Fragen. Weil ich (plötzlich?) nicht mehr in Aufregung gerate darüber, daß ich etwas nicht geschafft habe, etwas in meinem Leben sowieso überhaupt nicht mehr schaffen werde. Wie zum Beispiel das Scannen der vielen Fotos, die ich nur als Negativ oder Abzug besitze. (Ganz nebenbei auch: Wer wird die jemals übernehmen, erben, wertschätzen?) Oder all die Bücher, die bei mir stehen und die ich wahrscheinlich wirklich nicht alle werde lesen können. Heute denke oft: Na und? Früher wäre ich da mit ziemlicher Sicherheit panisch geworden, in eine Art Aktionismus verfallen. Aber heute, so müde, wie ich heute bin: Na und?

Ja, auch zum Denken bin ich heute zu müde, zum Ausdenken von Geschichten, zum Schreiben. Ich habe die Zeit überwiegend schlafend genutzt und jetzt, so halb Sieben herum, diesen Text verfaßt. Und ihn gleich abgeschrieben. Und jetzt stelle ich ein, daß der Beitrag um 19.45 Uhr veröffentlicht wird. Und leg mich wieder hin. Vielleicht lasse ich mich leise vom TV-Programm berieseln. Und wenn ich irgendwann ausgeschlafen wachwerde: Na und?

 

Erinnerung des Tages:
Welches Tages?

 

Mit einem Danke fürs Lesen schleiche ich mich davon.

Der Emil

 

P.S.: Zufrieden machten mich am 14.08.2026 der Schlaf, die Träume (die wenigen, von denen ich noch Fetzen weiß), die Stille bisher.


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183.2026: Was es ist

Manche halten Realität für etwas, das der Wirtschaft nützen muß.

 

Wer das da draußen noch immer für bestes Sommer- und Badewetter hält, der hält Physik für etwas, das man kaufen kann, meint, daß physikalische Gesetze wirtschaft­lichen Richtlinien und Zielen angepaßt werden können. Bedenkt doch nur: Wälder und andere Lanschaften brennen, Felder verdorren, Flüsse fallen trocken, Teiche und Seen trocknen aus, es gab eine Sonnenfinsternis und Erdbeben und ein Vulkan brach aus.

Na? Erkennt ihrs?

Genau.

Das ist die Apokalypse!

Und wenn es nicht die Apokalypse ist, so ist es doch zumindest die Klimakatastrophe, die menschengemachte, die uns Menschen das Leben schwerer macht. Das hätte ruhig erst 40 Jahre später beginnen können, denke ich egoistisch vor mich hin … (Und: Die Idee hatte ich schon heut vormittag im #Fediverse gepostet.)

 

Heute weggegeben bzw. entsorgt:
Vom gestern hervorgekramten Karton behielt ich nur vier Blatt Papier, alles andere landete z. T. geshreddert im Altpapier.

 

Mit einem Danke fürs Lesen schleiche ich mich davon.

Der Emil

 

P.S.: Zufrieden machten mich am 13.08.2026 ein geschaffter Einkauf, ein Wannenbad, 3 l kalten Tees.


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182.2026: Wechsel

Wie unterschiedlich unterschiedliche Bezeichnungen einunddieselbe Sache erscheinen lassen.

 

Manchmal spiegeln sich Mond, Sonne, Bäume oder Häuser darin, im kleinsten Binnen-, genauer Stillgewässer dieser Erde. Und: Nach einem jeden Regen kann ich den Himmel drin sehen, in jeder einzelnen dieser Scheiß-Pfützen!

Ja, stimmt, so würde sie heutzutage niemand nennen, oder doch? Jetzt, wo jeder einzelne Tropfen Regen innbrünstig herbeigesehnt wird? Und dennoch: kleinstes Binnengewässer der Erde oder Scheißpfütze, das ist schon sehr anders, nicht wahr?

Ich glaube: Es gibt bestimmt fast unendlich viele Dinge und Handlungen, bei denen nur die unter­schied­liche Bezeichnung zu völlig unterschiedlichen Bewertungen führt.

 

Heute weggegeben bzw. entsorgt:
Ein Räucherstäbchenhalter, vier Saftgläser und zwei Blumenübertöpfe stellte ich unten ins Haus, alles fand wohl neue Besitzer/Verwender.

 

Mit einem Danke fürs Lesen schleiche ich mich davon.

Der Emil

 

P.S.: Zufrieden machten mich am 12.08.2026 erholsame Temperaturen bis zum frühen Nachmittag, Fischstäbchen mit Kartoffelbrei, ein zum Sortieren hervorgekramter Karton.


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181.2026: Jetzt aber

Gedanken zum Geschehen in dieser Welt.

 

Puh! Der Tag heute war so … so … so voller Gutem, daß ich noch keine Idee für den heutigen Beitrag habe. Dabei war das Finden und Heraussuchen von Textideen eines der Dinge, mir denen ich mich heute beschäftigte: Ich blätterte durch alte Druck­werke und riß aus dem Altpapier interessant erscheinende Seiten und Textteile heraus. Die liegen jetzt hinter mir bereit für ihre Verarbeitung/Verdichtung.

Daß nebenher zwei Maschinen Wäsche liefen, ich etwas gekocht habe und mich um dies und jenes Andere im Haushalt kümmerte, ist kaum erwähenswert. Ist halt „nur” Alltag, nicht wahr? Und wie unsereins seinen Alltag bewältigt, daß ist doch nicht der Rede wert. Oder lobt ihr euch dafür, wiedereinmal etwas Alltägliches geschafft zu haben? Aufstehen zum Beispiel, oder Duschen?

Das ist vielleicht etwas, das ich anderen Menschen empfehlen kann: Erkennt, anerkennt eure eigenen Leistungen, wie normal und unbedeutend sie euch auch erscheinen mögen. Denn schon Überleben und Leben sind in diesen Zeiten nicht mehr selbstverständlich, weil alle Menschen von Krieg und Klimakatastrophe (und daraus resultierenden Kriegen/Kämpfen) bedroht sind. Ja, ich bin da nicht mehr optimistisch, ich bin da Realist und damit auch eher pessimistisch eingestellt.

Und dennoch: Was ich tun kann, um diese Apokalypse abzuwehren, weniger schlimm zu machen, das werde ich tun. Und wenn es nur die zwei Liter Wasser sind, die ich in die Büsche vorm Haus kippe, die Wasserflasche ist, die ich anderen Menschen draußen in die Hand drücke. Oder die niedergeschriebenen Gedanken zum Zeitgeschehen.

 

Erinnerung des Tages:
Heute erinnerte ich mich ganz intensiv an einen Tag im Juli 2003.

 

Mit einem Danke fürs Lesen schleiche ich mich davon.

Der Emil

 

P.S.: Zufrieden machten mich am 11.08.2026 Numiroso, etwas Unglaubliches, der knapp geschaffte Beitrag.


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180.2026: Gepflegt

Sorgfältig, liebevoll, gründlich und allzeit.

 

 

In meinem Denkicht befindet sich auch eine außergewöhnlich gut gepflegte Bibliothek der phantastischen Erinnerungen.

 

 

Und ich denke, da gibt es zwar auch ein paar Schallplatten, aber ganz sicher keine Videoabteilung … (Die gibt es dafür sehr groß in meinen Träumen.)

 

Heute weggegeben bzw. entsorgt:
Ich habe drei Schwurbel-Bücher in den Papiercontainer gebracht.

 

Mit einem Danke fürs Lesen schleiche ich mich davon.

Der Emil

 

P.S.: Zufrieden machten mich am 10.08.2026 die erledigte Nachbereitung, Zeit in der Wanne, und die Lesezeit während des CD-Einlesens.


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179.2026: Bare Münze

Einmal mehr etwas unnützes Wissen. Oder?

 

Warum können wir etwas in barer Münze zahlen oder für bare Münze – aber nicht in oder für bare Scheine?

Ach, das habt ihr euch noch nie gefragt? Aber schon schnell mal gesuchmaschint, oder? Hab ich auch getan, aber schon der Artikel über Banknoten im deutschsprachigen Wikipedia geht bei den gerade herrschenden Temperaturen über mein Auffassungs­ver­mögen hinaus.

Die Redewendung mit der baren Münze ist jedenfall um einiges älter, als es die ältesten offiziellen Geldscheine oder Banknoten sind (jedenfalls hier in der Gegend). Und deshalb gibt es nur bare Münze und nicht bare Scheine …

 

Erinnerung des Tages:
Ich erinnere mich wirklich gerne an unser wundebar leichtes Kleingeld (außer 20-Pf-, 5-, 10- und 20-Mark-Stücke war es eben Aluminium).

 

Mit einem Danke fürs Lesen schleiche ich mich davon.

Der Emil

 

P.S.: Zufrieden machten mich am 09.08.2026 der morgendliche Kaffee, kalte Vita-Cola (zuckerfrei), der entspannte Abbau.


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178.2026: Eine Idee

Etwas für Kinder vorbereiten.

 

Wenn ich als Mitglied eines gemeinnützigen eingetragenen Vereins gebeten werde, mit meiner Kurrent-Schreiberei an einem Ferienereignis für Kinder teilzunehmen, dann tu ich das gern. Aber: Schreiben. In den Ferien. Das ist ja wie Schule? Nein, darauf haben Kinder nicht wirklich Lust. Und: Es wird ein Mitmachereignis werden. Da brauch ich etwas, das zum Mitmachen reizt.

Also. Was könnte das sein?

Hm. Ich hatte da eine Idee. Deshalb werde ich zwei Worte auf eine DIN A6-Kartei­karte schreiben (in Kurrent). Mit kleinen lateinischen Buchstaben darunter. Ich werde vier Linien einzeichnen in das Geschriebene und darunter mit diesen vier Linien jeweils eine leere Zeile gestalten. Für die punktesammelnden Kinder. Hm. Hier und jetzt kann ich nur die Idee festhalten, umsetzen muß ich das zuhause.

Ich hoffe natürlich, daß es den Knirpsen Spaß machen wird. Zwei oder drei Füll­fe­der­halter muß ich vorbereiten. Ach, wenn ich nur eine gute Quelle für (bezahlbare!) Vogelfedern (Gänse, Enten, Schwäne, Raben, Elstern, Hühner, Puten …) wüßte, dann würde ich mir ganz schnell noch welche besorgen und sie zum Schreiben vorbereiten. Oder … wenn ich einfach ein paar Holunderästchen zurechtmache?

Nun habe ich es doch geschafft, das heute von mehreren Kindern probieren zu lassen. Die Reaktionen waren überwiegend gut. Also setze ich das um und hoffe. Außerdem hatte ich heute echt gut zu tun am Tisch. Einmal stand eine Gruppe fast eine Stunde bei mir und hörte zu, fragte nach, probierte aus. Warm war es auch. Puh. Vielleicht geh ich noch früher schlafen als gestern.

Ich fühl mich grad zufrieden und geh noch auf einen Schwatz zu den Nachbarn.

 

Erinnerung des Tages:
In der Burg Schönfels wurden bis 2004 noch zwei Braunbären gehalten; ich sah die als Kind kurz vorm Schulanfang bei einem Besuch dort.

 

Mit einem Danke fürs Lesen schleiche ich mich davon.

Der Emil

 

P.S.: Zufrieden machten mich am 08.08.2026 die eine oder andere Umarmung, das Interesse der Leute, ein spendierter Met.


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177.2026: Schloßgefühl

Es fängt gerade an, wieder wirklich toll zu werden.

 

Ja, in den Burgen und Schlössern, in denen ich mich immer mal wieder aufhalte, überkommt mich regelmäßig ein besonderes Lebensgefühl. Na klar liegt das auch an den Menschen, mit denen ich dort zusammenbin. Ich schrieb schon oft, daß das für mich kleine Auszeiten sind, die ich genieße.

Diesmal aber: Gestern fühlte ich mich beinahe den ganzen Tag fahrig. Da gab es ein vereinsinternes Problem, das unbedingt gelöst werden mußte (und es wurde gelöst, wie gestern schon zu lesen war.) Heute früh hatte ich – wie wirklich jedes Mal – noch überhaupt keine Lust auf diese Burg an diesem Wochenende. Selbst bei Losfahren hatte ich noch ein sehr flaues Gefühl im Magen.

Aber dann, beim Ankommen, erst recht nach dem Aufbauen, beim ersten entspann­ten abendlichen Kaltgetränk, da war es endlich da, mein Schloßgefühl. Ja, endlich wieder normale Bekloppte, endlich wieder Lachen und Schwatzen und Spaß mitein­ander haben. Voraussichtlich kein Regen, was gut für mich und die Ausrüstung und für die Natur eben doch nicht gut ist.

Ich weiß, daß es mir hier gutgehen wird. Nein, wirklich mittelalterlich ist hier fast nichts – außer vielleicht der Umgang der Marktleute miteinander. Denn ich stelle mir so ähnlich die Dorfgemeinschaften von anno Tobak vor, derb, geradeaus, ehrlich und noch nicht ganz so versessen nur auf den eigenen Vorteil, sondern eben mehr auf das ganze Dorf bedacht. Und ja, ich weiß auch, daß das mit Sicherheit eine roman­tisierende Vorstellung ist. Aber mein Schloßgefühl genieße ich dennoch.

Und jetzt geh ich noch zu Freunden, das Wiedersehen feiern.

 

Erinnerung des Tages:
Leider gibt es hier keinen Zuber. Aber als ich vor vielen Jahren das erste Mal mit Marktleuten mich abends darinnen entspannte, das war schön.

 

Mit einem Danke fürs Lesen schleiche ich mich davon.

Der Emil

 

P.S.: Zufrieden machten mich am 07.08.2026 eine ruhige Anfahrt, der langsame Aufbau, das Feierabendbier.


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