Trotz meiner Startschwierigkeiten läuft der Tag ganz gut.
Am Wochenende bin ich zum ersten Mal für dieses Jahr wieder der Marktmönch Bruder Emil. Ja, mit der deutschen Handschrift (Kurrent! Kurrent! Sütterlin gab es nur etwa 20 Jahre, Kurrent mehrere hundert Jahre!) werde ich wieder dasitzen, Späße machen, Schreibgeräte anfertigen (Holunderästchen) und über große Irrtümer der Geschichte erzählen.
Weil mein Tag nicht besonders gut startete, hatte ich wenig Hoffnung auf einen guten Verlauf. Doch es wurde besser. Den Rest meines Krempels habe ich eingepackt und schon ins Fliewatüüt gebracht. Nur noch mein Rucksack will befüllt und mit hinuntergenommen werden. Das schaffe ich morgen ganz sicher. Was auffällt: Mittlerweile schleppe ich mehr Eigenes auf die Märkte; das Zelt, ein Tisch und eine Biertischgarnitur sind weniger Gewicht und Volumen. Im Fliewatüüt sieht es sehr übersichtlich aus.
Ich nehme ein paar Seiten mit, die in Kurrent geschrieben wurden. Ich werde versuchen, die zu übertragen, in heute lesbare Schrift zu wandeln. Und: Endlich wieder normale Bekloppte treffen … Die Schwierigkeiten des Tagesbeginns sind überwunden.
Mit einem Danke fürs Lesen schleiche ich mich davon.
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(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).

