2021,172: Frei

Ein Gefühl und ein Weg dahin.

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Zum Beispiel in der Musik alles vergessen, alle Einschränkungen und “Das-ist-nicht-üblich” ignorieren, aufstehen, Augen schließen, bewegen, ganz gleich, ob anderen dieser Anblick gefällt oder nicht. Endlich einen Halt finden in der Musik und im Tanz und doch in diesem Moment eines sein: haltlos.

 

 

(Ja, da ist dieses eine Wort vom Ende eines Aufsatzes.) Von mir behaupte ich immer weiß ich, daß ich dieses und jenes nicht kann, z. Bsp. zeichnen, malen, tanzen. Nun, zumindest gelingen mir diese drei nicht, wenn ich einfach »nur« bewußt will. Ich muß mich von so verdammt vielem freimachen, ehe mir etwas davon gelingt. Insofern ist es wohl richtig: Ich kann das nicht, aber mein Es oder mein Über-Ich sind dazu in der Lage … Oder: Ich kann nur malen, zeichnen, tanzen, wenn alle drei Instanzen meiner Persönlichkeit in Harmonie miteinander zusammenwirken. (Ach, wenn ich nur wüßte, ob das eine hinreichende Erklärung dafür sein kann.)

 

Ich schleiche mich davon und sage Danke fürs Lesen.

Der Emil

 

P.S.: Am 21.06.2021 waren positiv die nächtliche Abkühlung (die mich dann von 06 Uhr bis 14 Uhr durchschlafen ließ), Erdbeeren mit Sahne.
 
Die Tageskarte für morgen ist .

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2021,171: Nachtwerk

Einmal mehr träumte jemand einen unruhigen Traum.

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In der Nacht ist es möglich, das Hirn leerzuschreiben. Die Ventila­toren an, die Fenster weit geöffnet. Drei flackernde Kerzen auf dem Tisch spenden anfangs gerade ausreichend Licht für Tinte, Feder und Papier. Später ist die Schreibtischlampe notwendig. Im Glas wurde Wein mit Wasser vermischt, ein Eiswürfel schmilzt darin funkelnd dahin. Am Boden sammeln sich neben dem Tisch schon einige zerknüllte Seiten. Nein, nicht aus dem Notizbuch herausgerissen, sondern verworfene Blätter von einem Block. Die entsorgten Sätze schienen seltsam unge­lenk, eckig schief – also weg damit. Auf dem Tisch finden sich die losen Seiten mit den Texten, die als gelungen gelten können:
»Ein kraftvolles Wort sollte es sein, das ihren Aufsatz abschloß. Eines, dessen Größe und Wirkung die Leser bestärken würde in ihren Bestre­bungen. Und dann endete der letzte Satz mit dem Wort “haltlos”.«

Was passiert mit den weggeworfenen Zeilen? Bleiben sie für alle Zeit ungesehen? Tauchen sie wieder auf, in anderen Momenten, und stellen sich dann als doch nicht so schlecht heraus? Es wird in jedem Falle wieder geschehen, was immer geschieht. Ist genug Tinte geflossen, so werden die zerknitterten Blätter aufgehoben, glattgestrichen so gut es eben geht und in eine Mappe sortiert. In genau diese, aus der auch heute Ideen entnommen wurden. Ja, zwei oder drei der früher ungenü­genden Textstellen erhielten heute Wörterumgebungen, in denen sie zufriedenstellend aufgehoben sind.

Das Gedankenkarussell verlang­samt sich nach fünf Stunden und drei Gläsern verdünnten Weines und hält an. Es ist Zeit, jetzt auszusteigen aus den eben noch rasenden Umkreisungen des Unsagbaren, weil für den Moment genug davon niedergeschrieben wurde.

Was ist der Unterschied zwischen Niedergeschriebenem und Aufge­schrie­benem? Mit diesem Gedanken bricht die Morgendämmerung an.

 

 

Ich schleiche mich davon und sage Danke fürs Lesen.

Der Emil

 

P.S.: Am 20.06.2021 waren positiv Erdbeeren mit Zwieback in Milch (da war doch noch welcher in meinen Vorräten), in das Gefrierfach geschobene Erdbeeren, Abkühlung in der Wanne.
 
Die Tageskarte für morgen ist das Ass der Kelche.

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2021,170: Das lang vermißte Gefühl von richtigem Wochenende


Nur zwei Dinge stören.

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Ach, das wunderbare Wochenende vor diesem – an dem ich meine Faulheit genießen konnte – erhält eine Fortsetzung.

Seit Ich-weiß-nicht-mehr-wann war ich heute wieder beim Training der Ritterschaft. Es scheinen in diesem Jahr noch ein paar Märkte möglich zu werden, auf denen ich dann als Scriptor im Zelt sitzen kann. Und es kommt eine zweite Aufgabe auf mich zu, für die ich zusätzliche Gewandung benötige: Hose, Tunika, Stiefel oder Schuhe, Hut. Nun, was tut man nicht alles für sein Hobby, für das Publikum. (Ihr merkt sicher, mir hat das Marktleben gefehlt, sehr gefehlt.)

Im meinem Gefrierfach finde ich seit einiger Zeit auch immer solche kleinen Becherchen mit Quark- oder Frischkäsezubereitungen. Die sind dann doch noch besser als Eisersatz geeignet als der Joghurt. Ich muß meine gesamte Beherrschung aufbieten, um nicht mehr als zwei der winzigen Portionen wegzuschlecken. Bisher habe ich auch nicht vergessen, rechtzeitig Nachschub zu besorgen. Und die Kühlakkus liegen abwechselnd im Wasser­eimer meiner kleinen Kühlapparatur.

Zum Abend hin bin ich rausgefahren aus der Stadt. Grillabend bei der allerallerallerbesten Freundin. Ja, reden mit anwesenden Menschen ist eine Wohltat. Es gibt Radler – mittler­weile habe ich mich davon überzeugt, daß auch das trinkbar ist (lange Jahre konnte ich dem nichts abgewinnen). Wir warten jetzt auf die Dunkelheit und genießen die (viel zu langsam) sinkenden Temperaturen. Ach, und wie gut das tut, ab und zu einmal in den Pool zu steigen. Wenn nur die vielen Mücken nicht wären!

Ihr seht also, ich hatte und habe einen angenehmen Sonnabend … Ich bin dann nochmal im Wasser. Es ist mir einfach zu warm.

 

Ich schleiche mich davon und sage Danke fürs Lesen.

Der Emil

 

P.S.: Am 19.06.2021 waren positiv die oben aufgezählten Sachen.
 
Die Tageskarte für morgen ist die Vier der Kelche.

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2021,169: Unerreichbar

Ein Satz, der mir viel Chaos im Kopf erspart.

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Khalil Gibran schrieb oder sagte irgendwann irgendwo diesen Satz, an dem ich hängenblieb, als er auf eines Kalenderblattes Rückseite stand:

 

 

»Hoffnung ist eine Oase im Herzen, die von der Karawane des Denkens nie erreicht wird.«

 

 

Ich hab's ja auch schon häufig mit der Hoffnung gehabt, sogar mit solcher, die ohne Aussicht auf Erfüllung bleiben wird. Herumdenken auf solchen irrationalen und auch auf anderen Hoffnungen führte noch nie zu irgendwelchem Erkenntnisgewinn. Das wäre und war und wird immer sein ein Zerdenken von allem möglichen. Nun, dieser Satz brachte mich davon ab.

Irgendwo las ich auch mal, daß beim Öffnen der Büchse der Pandora nur ein einziges Ding darinnen zurückblieb, als sie schnell wieder geschlossen wurde: Die Hoffnung. Ist sie eines der Übel gewesen oder vielleicht doch das einzig Gute?

 

Ich schleiche mich davon und sage Danke fürs Lesen.

Der Emil

 

P.S.: Am 18.06.2021 war positiv die reparierte Uhr, der Buchfink.
 
Die Tageskarte für morgen ist die Drei der Kelche.

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2021,168: Frotzeleien

Die Sonderheiten realer Begegnungen.

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Nach Monaten sich wiederzutreffen, mit dem Gespräch da fortsetzen, wo man vor Monaten unterbrechen mußte. Das geschah und geschieht in meinem Leben nicht sehr oft. Es gibt vielleicht drei oder vier Menschen, mit denen ich mich zu einem Kaffee an den Tisch setzten und genau das tun kann. Dann noch zu necken und zu sticheln, das geht auch bei denen nicht immer. Das will jedesmal gut überlegt sein, denn manchmal paßt es tat­säch­lich nicht und machte (Konjunktiv, Konjunktiv!) viel zu viel kaputt. Ja, soviel Rücksicht muß sein. Sonst ist es nämlich mit diesem besonderen Status einer besonderen Freundschaft/Beziehung vorbei. Und sich wirklich zu treffen und von Angesicht zu Angesicht miteinander zu sprechen (sozu­sagen im Nasen-QSO) ist etwas ganz, gaaaaaaaaanz anderes als nur zu telefonieren.
 
Die Menschen sind währenddessen und hinterher viel neugieri­ger, ob ein solches Gespräch Wirkungen zeigt.

 

Ich schleiche mich davon und sage Danke fürs Lesen.

Der Emil

 

P.S.: Am 17.06.2021 waren positiv freche Fragen, zweieinhalb Barfußkilometer, ein lauwarmes Bad in der Wanne.
 
Die Tageskarte für morgen ist die Fünf der Schwerter.

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2021,167: Ersetzen

Da kommt etwas auf mich zu.

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Noch vor ein paar Tagen lobte ich meine vier Jahre alte Bluetooth-Tastatur. Heute scheint sie ihren Geist aufgegeben zu haben: Akku leer und aufladen scheint nicht zu funktionieren. Na gut, dann muß wohl Ersatz her. Denn ganz ehrlich, mit der Bildschirmtastatur schreibt sich das nicht besonders komfortabel am Tablet.

Wenn einem Gewohnheitstier wie mir irgendetwas kaputtgeht, dann ist das besonders bei lange genutzten Dingen eine kleine Katastrophe. Oder wenn die Software plötzlich völlig anders aussieht bzw. nicht mehr existiert! Wenn im Discounter mal wieder umgeräumt wurde, die Senderreihenfolge beim DVBT durcheinandergebracht ist …

Manche dieser Dilemmata sind leichter auszuhalten oder sogar korrigierbar. Aber etwas Kaputtes zu ersetzen ist manchmal unmöglich. Denn nach vier Jahren – das ist für Elektronik eine Ewigkeit – ein adäquates, gleichwertiges, gleich funktionales und gleich funktionierendes Gerät zu finden, wird eine Suche nach der Nadel im Heuhaufen. Zum Glück sind die einschlägigen Geschäfte wieder geöffnet.

 

Ich schleiche mich davon und sage Danke fürs Lesen.

Der Emil

 

P.S.: Am 16.06.2021 waren positiv der Besuch beim Vater, Kartoffeln mit Quark, viele alte Ansichtskarten.
 
Die Tageskarte für morgen ist die Sechs der Kelche.

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2021,166: Wichtiger

Ein Plan, ein Plan! Ob er gelingt?

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Ja, ich hab es schon getwittert, aber:

 

 

Wieder mehr tun vom »Unwichtigen«. Weil es das ist, was Herz und Seele wärmt. Und nicht das, was Umsätze generiert. Weil es das ist, was wirklich Freude und Zufriedenheit bringen kann.

 

 

Ich schleiche mich davon und sage Danke fürs Lesen.

Der Emil

 

P.S.: Am 15.06.2021 waren positiv gute Nachrichten vom Vater, eine entspannte Fahrt, Dr. Who.
 
Die Tageskarte für morgen ist der König der Münzen.

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2021,165: Schläfrig

Einmieten zwischen Salatköpfen und Quarkbechern.

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Die Nächte sind viel zu warm für einen erholsamen Schlaf – und die Tage erst recht. Da ist es kein Wunder, daß mir ständig die Augen zufallen. Nur fünf Minuten schlafen, bitte, fünf Minuten ohne Schweiß­film! Ich überlege bereits seit Tagen, ob ich Umweltsünder werde und im Auto schlafe, bei laufendem Motor und laufender Klimaanlage. Allein: Schon der verlockende Gedanke an die kühle Umgebung macht ein schlechtes Gewissen. Eine andere Möglichkeit wäre vielleicht, sich einfach in die einigermaßen klimatisierte S-Bahn zu setzen und mit der Monatskarte in der Tasche zwischen den beiden Endhaltestellen ein paar Stunden hin- und herzufahren, ohne auszusteigen und hoffentlich ohne geweckt zu werden. Ich merke, daß in der Hitze und Schwüle die Phantasie nur noch ein Thema kennt und träume im halbwachen Zustand von der Arbeit im Frischlager eines Lebensmittelhändlers. Irgendwo zwischen Gemüse und Milchprodukten. Bei konstant sechs Grad Celsius. Ob wohl irgendjemand auf die Idee kommmt, Hitzege­plagten einen solchen Platz für Isomatte und Schlafsack zu vermieten in den riesigen Hallen? Das wäre eine Geschäftsidee für mich: Kühl­hausschlafplatzvermietung und -vermittlung.

Moment bitte. Genau diese Idee, so höre ich im Halbschlaf im Radio berichten, hat jetzt jemand umgesetzt? Schlafplätze im Kühlhaus? Ich versuche, meine Augen zu öffnen und richtig wachzuwerden. Da war doch eine Webadresse … Ja, genau. Aber es ist eine Kältereiztherapie irgendwo in den Alpen, im Inneren eines Gletschers, die da vorgestellt wurde im Radio. Halb sitze ich, halb liege ich vor meinem Tisch und frage mich jetzt, ob die Idee wirklich meine war oder ob ich »nur« das Gehörte in einen luziden Traum hineinphantasierte.

 

 

Ich schleiche mich davon und sage Danke fürs Lesen.

Der Emil

 

P.S.: Am 14.06.2021 waren positiv zwei erledigte wichtige Termine, Sattessen an frischem Salat, nachher Hefeweizen zur Nacht.
 
Die Tageskarte für morgen ist die Zehn der Münzen.

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2021,164: Heimwärts

Deplaziertes Gefühl.

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Ach ja. Da fährt Mensch von der Landstraße auf die Autobahn – nein, eigentlich auf die Autobahnbaustelle. Gefühlt waren die Hälfte aller Kilometer auf verengten Fahrbahnen zurückzulegen. Sechseinhalb Stunden für 520 km sind wahrlich keine besonders schnelle Fahrt. Egal, die Strecke ist geschafft.

Das Brot taute ich gerade in der Mikrowelle auf. Ein Abendessen ist nämlich noch nötig.

Das ist schon seltsam: Da habe ich mich zwei Tage und Nächte sehr wohlgefühlt im fremden Haus und im fremden Garten. So wohl, daß ich einfach nur faul sein konnte ohne ein schlechtes Gewissen. Und nachts war da ein schnarchelnder Hund (der ist aber eher fünf Katzen vom Kraul- und Kuschelbedarf her), der an meiner Seite lag und am Bauch gekrault werden wollte. Hach! Und nach dieser kurzen Zeit komme ich zurück in meine Wohnung und da ist ein sonderbares Gefühl. Zuhausesein, ja, aber ich fühlte mich für ein paar Minuten deplaziert …

 

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Der Emil

 

P.S.: Am 13.06.2021 waren positiv ein überstandener Abschied, das dann doch sehr überraschte Gesicht, die überstandene Heimfahrt.
 
Die Tageskarte für morgen ist der König der Stäbe.

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2021,163: Gespräch

Mit diesem Wortwechsel ist wirklich alles geklärt.

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Abends an einer Feuerschale. Noch ist es nicht ganz dunkel. Hin­term Grundstück beginnt der Wald. Nur wenige Funken steigen über den Flammen in die Höhe. Es muß ein besonderes Holz sein, das hier mit diesem Wohlgeruch leise knisternd verbrennt. Aus der anfänglich lebhaften Unterhaltung wurde nach und nach ein Seufzen und Schweigen. Ab und zu stoßen Flaschen anein­an­der und die Scheite knacken. Dann klirrt ein Feuerzeug, eines dieser altmodischen Blechdinger. Hier draußen am Feuer stört sich niemand daran, daß es auf dieser Welt noch Raucher gibt. Plötzlich erhebt sich jemand und geht in Richtung Wald, schlüpft durch eine Lücke im Zaun und verschwindet zwischen den dunklen Stämmen.

Das Feuer ist schon sehr weit heruntergebrannt, als die Person zurückkehrt. “Und?” “Ach. Jajaaa.” Wieder Stille. Nur Wald und Garten schweigen nicht, aus ihnen dringen wie jeden Abend die vertrauten Geräusche. Als die Getränke geleert sind, wird eine alte Vollsperrscheibe über die Feuerschale gelegt. Die wenige noch glimmende Glut ist damit gut abgedeckt. Drei Menschen lassen vier Stühle im Garten zurück.

 

 

Ich schleiche mich davon und sage Danke fürs Lesen.

Der Emil

 

P.S.: Am 11.06.2021 waren positiv ein schnarchelnder Hund im Bett, leckeres italienisches Eis, Faulheit ohne schlechtes Gewissen.
 
Die Tageskarte für morgen ist XII – Der Gehängte.

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