An der Portionsgröße arbeite ich noch.
Es geht nicht nur um das Ziel, das ich habe; für mich ist der Weg dahin, der, auf dem ich genau dieses Ziel erreichen möchte, etwas, das ich für mich passend gestalten muß. Vor allem sind mir dabei die Geschwindigkeit und der Zeitpunkt wichtig: Es geschah schon, daß ich zurückschreckte, weil ich etwas viel zu schnell, für mich viel zu früh erreichte.
Ich habe mindestens noch einen Wunsch, den ich mir in meinem Leben erfüllen möchte. Aber ich weiß nicht, wie ich den auf eine akzeptable Art und Weise formulieren und mit seiner Verwirklichung beginnen kann. Da sind viele Unwägbarkeiten, Wenns und Abers … Allerdings denke ich nicht mehr, daß mir das ja überhaupt nicht zusteht: Diesen Denkfehler habe ich bereits überwunden. Und formuliert ist er auch, der Wunsch, nur nicht akzeptabel formuliert, nicht akzeptabel für andere Menschen … Aber ist es nicht auch falsch festzulegen, was für Andere akzeptabel ist?
Ein Katzentier. Auch etwas, das ich gern hätte. Aber in einer Einzimmerwohnung im neunten Stock? Und an den Wochenden bin ich immer mal wieder unterwegs, für mehrere Tage, und es gibt niemanden, der das Tier in der Zeit versorgen kann. Nein, es wäre unverantwortlich. Also bin ich weiterhin bemüht, jede Fellnase, die ich treffe, wenigstens kurz zu kraulen (die Hundeleinenhalter frage ich natürlich vorher, und ich respektiere es, wenn ein Tier nicht will). Es ist ein Überbleibsel aus meiner Kindheit, Jugend und aus der Zeit als junger Erwachsener (1973 bis etwa 1992), denn da waren immer Vögel, Katzen oder Hunde in der Familie. Und die Nymphensittiche, die ich hier hatte, gab ich aus den genannten Gründen in einen großen Schwarm in einer großen Voliere …
Was wäre, wenn ein Mensch wirklich wüßte, wann genau er sterben wird? Auf Tag und Stunde genau? — Ich würde mein Verhalten, mein Leben ganz sicher verändern; aber wie genau kann ich nicht sagen, nicht ahnen und auch nicht abschätzen.
Noch immer suche ich nach dem Fundstück: Ein Geldbeutel, aus dem ich alle sechs Stunden 40 Euro nehmen kann, nein: muß, die ich aber bis zum nächsten Entnahmezeitpunkt aufgebraucht haben muß. Schaffe ich das nicht, endet der Geldsegen sofort. Eine Dystopie, oder?
Es herrscht … Nein, es ist kein Chaos in meinem Kopf, nur ein kleines Durcheinander. Eine Art Gemischter Salat mit Knoblauchdressing oder Honig-Senf-Soße. Lecker jedenfalls, allerdings eine sicher zu große Portion.
Heute weggegeben bzw. entsorgt:
So einiges Altpapier brachte ich in den Container.
Mit einem Danke fürs Lesen schleiche ich mich davon.
P.S.: Zufrieden machten mich am 05.07.2026 das aussortierte Papier, die zweistündige Runde durch die Stadt, die Zeit in der Badewanne.
© 2026 – Der Emil. Text unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).

