Trotz allem war es ein ziemlich normaler Tag.
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Heute wurde ich nach acht Stunden und zehn Minuten Schlaf ohne einen Wecker wach. Draußen war es grau, noch längst nicht taghell. Wie jeden Morgen sorgte ich für ausreichend Kaffee, nahm meine Pillen, aß einen Keks und saß kurz, wirklich kurz am Rechner. Die Müdigkeit wich nämlich nicht von mir, deshalb zog ich den Mittagsschlaf vor, machte also einen Vormittagsschlaf. Der sich dann über fast fünf Stunden hinzog.
Ab und zu tauchte ich dabei in luzide Träume ein und registrierte sonderbare Geräusche. Ein Spielmannszug zog in einem der Träume unten vorm Haus vorbei bzw. sogar mehrmals ums Haus herum. Zwei mögliche Erklärungen fielen mir im Traum ein: Heute beginnt der Ramadan – aber wird das so lautstark gefeiert? Oder ein Faschingisten-Verein probt für die für Montag vorgesehene Störung des städtischen Nahverkehrs (genannt Rosenmontagszug). Nun, es waren luzide Träume, ich stand nicht auf und sah nach.
Selbst, als ich am Nachmittag meine Schlafstatt verlassen hatte und mich verspätet den täglichen Routinen widmete, sah ich nicht nach der Ursache des noch immer anhaltenden Tschingdarassabumm. Irgendwann bemerkte ich nur, daß es aufgehört hatte. Das allerdings erst, als die zweite CD komplett angehört war (Umbra et Imago: Mea Culpa, nach Deine Lakaien: Forest Enter Exit). Ich denke, gegenüber im Gelände des Vereins wurde Fleisch Ade geprobt. Die Zwangsluschtichkeit stört mich übrigens überall, ich konnte nur als wirklich kleines Kind etwas mit diesem Brauchtum anfangen – und Morgenradio mit scherzenden, witzelnden Menschen macht mir auch keinen Spaß (mehr).
So verging der Sonnabend darüber, daß ich amSchreibplatz saß und mich um ein Märchen bemühte, das ich endlich einmal fertigschreiben möchte. Es ist wieder nicht gelungen, aber einen kleinen Fortschritt gibt es wohl. Für den Abend schnitt ich einen Kopf Salat klein, drei Zwiebeln dazu, rührte mir eine Salatsoße an. Und ja, ich aß Salamibrote dazu, nur der Salat hätte mir nach diesem anstrengenden Tag nicht gereicht.
Ich gratulierte mir – nebenbei bemerkt – auch heute wieder zum Tag der NVA …
Erinnerung des Tages:
Eine der besonderen Belobigungen in der NVA war übrigens ein „Foto vor der entfalteten Truppenfahne” – sowas ist heute kaum noch vorstellbar …
Mit einem Danke fürs Lesen schleiche ich mich davon.
P.S.: Am 1. März 2025 war ich zufrieden mit dem vielen Schlaf, mit einem kleinen Fortschritt, mit der Schüsseln frischen Salats.
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(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).


