2025 – 250: Komplett ausgelaugt

Wenn bestimmte Wege das Schwerste am Wochenende sind.

 

Das Geländeprofil dieser Burg ist wirklich schwierig – ich bin den Berg viel zu oft hinauf und hinab gegangen. Und den Berg mußte ich gehen, wenn ich – mit dem Zelt auf halber Höhe stehend – entweder erst hinab zum Klo und dann wieder herauf, oder erst hinauf und dann wieder herab mußte. Ohne meinen Stab hätte ich das nicht geschafft.

Nun, fast am Ende des Abbaus, fühl ich mich wie ein Teebeutel nach dem vierten Aufguß: Total ausgelaugt.

 

Erinnerung des Tages:
Es brachte mir jemand einen Met, dem ich vor drei Jahren etwas übertragen hatte.

 

Mit einem Danke fürs Lesen schleiche ich mich davon.

Der Emil

 

P.S.: Am 7. September 2025 war ich zufrieden mit vielen Scherzen vorm Zelt, mit Waldmeisterbrause, mit dem Veranstaltungsende.


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2025 – 249: Der Grapscher

Ganz so schlimm aber wird es nicht.

 

 

Jeden Freitag kommt er her, immer am Nachmittag. Am Anfang wunderte ich mich über den Typen und sein Verhalten. Sein Anblick wirkte zuerst grotesk auf mich. Abgetragener Anzug, aber tiptop Schuhe! Mit großen Gesten zieht er sich Handschuhe an. Erst mit denen tut er, was ihm seinen Beinamen einbrachte: Er grapscht. Nicht an Frauen oder Kindern, nein. Aber er faßt das Obst und Gemüse in den Auslagen von uns Händlern an. Das mögen wir ja nicht so sehr, aber er ist wirklich vorsichtig. Und greift dann bei den weicheren Stücken zu, kauft die. Immer die, die wir am Abend verschenken oder gar wegwerfen müßten. Klar, er bekommt immer mal einen Preisnachlaß von uns, deshalb. Aber, so sagt er, was er kauft, ist ja noch gut und wird am Wochenende verarbeitet bzw. verbraucht. Zu Suppen, zu Eintöpfen, zu Marmelade und Mus. Ja, mittlerweile reden wir mehr als nur einen flüchtigen Gruß.

Gestern war der Grapscher ein paar Minuten früher da. Sichtlich verlegen war er, als er mich ansprach. Jedenfalls hatte er für mich und drei andere Marktleute jeweils drei Gläser Marmelade mitge­bracht. Und er wußte nicht, wie ich zum Beispiel darauf reagieren würde. Ja, ich wußte auch nicht gleich, ob ich das annehmen konnte oder sollte. Und ob ich mich trauen würde, davon zu essen. Was soll ich sagen: Ich habe heute früh von der Khaki-Marmelade probiert, die ist wirklich lecker. Pampelmuse bekam ich noch und Nektarine, ja, auch Marmelade. Wenn die sind wie die Khaki … Schade, daß ich dem Grapscher erst am Freitag sagen kann, wie lecker ich finde, was er da gemacht hat.

Ach ja, außer dem Pfund Äpfel vielleicht noch ein paar Birnen oder Trauben?

 

 

Erinnerung des Tages:
Zum ersten Markt in dieser Burg konnte ich noch nicht über die vorhandene Brücke gehen; heute gelingt mir das allerdings.

 

Mit einem Danke fürs Lesen schleiche ich mich davon.

Der Emil

 

P.S.: Am 6. September 2025 war ich zufrieden mit dem Aufbau, einigen netten Gesprächen, der abendlichen (noch andauernden) Runde am Feuer.


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2025 – 248: Sommerzeit

Nur mal kurz meckern und ächzen.

 

Nichts Neues hier. Zu warm. Zu naß. Zu kühl. Zu trocken. All das soll diese Jahreszeit gewesen sein.

Ich bin froh, daß der Sommer (bald) vorbei ist. Ich liebe den Herbst und sehne mich nach dem Winter. Für mich war die Zeit a) zu hell und b) falsch (weil falsche Zeitzone). Exakt, ich kann mit Hitze und Sonne nicht viel anfangen, ich mag Schnee und Kälte.

Und ja, ich mag auch den alljährlichen Zirkus mit der OstEuropäischenZeitzone (OEZ=MESZ) nicht. Ob ich es noch erlebe, daß dieser Unsinn wieder abgeschafft wird?

 

Heute weggegeben bzw. entsorgt:
Heute entsorgte ich einige kaputte Kleidungsstücke und ein Paar Schuhe.

 

Mit einem Danke fürs Lesen schleiche ich mich davon.

Der Emil

 

P.S.: Am 5. September 2025 war ich zufrieden mit abgeschlossenen Vorbereitungen fürs WE, mit dem angelegten Vorrat an Gummibären, mit weiteren Eintrgägen im Papierkalender.


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2025 – 247: Da, da, Dada

Nicht, das mir nichts anderes eingefallen wäre …

 

 

Goppste han de wodefriet
Wu dang läube Knachel.
Mimbell tuck en Grummellied
On de Klafunt pachel.
Driebse lehment, aug sodahl
Nuft derhorgen Wumber.
Plinkplank bemmer dang Krewahl
Pachel tromm en dumber.

 

 

Zum Anhören: Ich hab's auch eingesprochen …

Dada ist das Kōan der Kunst, dachte ich bei mir; gleichzeitig aber weiß ich, daß dieser Vergleich auf allen Beinen hinkt. Andererseits empfinde ich Kōan und Dada als durchaus verwandt miteinander. Ein Teufelskreis?

 

Erinnerung des Tages:
Der erste Opel, den ich fahren durfte, war ein goldfarbener Opel Senator, mit dem mein Onkel 1982 aus Lübeck anreiste.

 

Mit einem Danke fürs Lesen schleiche ich mich davon.

Der Emil

 

P.S.: Am 4. September 2025 war ich zufrieden mit dem Ersatzfahrzeug (ein dickes Danke!), mit dem Umladen nicht alleine, mit Jalapeno-Scheiben zum Salamibrot.


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2025 – 246: Beim Lesen gefunden

Etwas, das ich tatsächlich auch selbst erfuhr.

 

Ich weiß ja nicht, ob es auch anderen so geht, aber manchmal finde ich in einem Buch einen Satz, der zu meinem Leben passen oder/und aus meinem (Er-)Leben stammen könnte. Das zeigt mir, daß ich wohl doch nicht so ganz aus der Art geschlagen bin, wie ich es oftmals zu glauben versucht bin. Heute passierte es mir wieder:

 

 

Auf meiner Suche nach mir selber muß ich gegen die Versuchung angehen, mein neues Leben einfach als Fortsetzung irgendeines alten zu beginnen.

Armin Müller: Meine verschiedenen Leben. Erzählung. S. 64
© Greifenverlag zu Rudolstadt 1978, 2. Aufl. 1981
Lizenz-Nr. 384-220/21/81 · Bestell-Nr. 525 180 7

 

 

Das habe ich zweimal zu mir sagen können. Zum ersten Mal mußte ich es in der Wendezeit tun – wie so viele der Menschen, die in der DDR sozialisiert wurden und denen das Heimatland abhandenkam. Ein zweites Mal mußte es sein, als ich für einige Jahre den Kontakt zu meiner Herkunftsfamilie vollständig abbrach und zu dem wurde, der ich heute bin.

Ich habe mich gefunden, glaube ich, und bin doch noch immer auf der Suche nach mir selbst. Außerdem stellte ich fest, daß ich – auch wenn ich mein neues Leben nicht als Fortsetzung eines alten begann, beginnen konnte – nicht vollständig auf alles verzichten konnte und kann, was zu einem, zu meinem alten Leben gehörte.

Dennoch: Armin Müllers Satz stimmt für mich, für mein Leben. Ich stolperte heute beim Lesen über ihn und dachte auf ihm herum. Und jetzt teile ich ihn, mir selbst zunickend, mit allen, die ihn hier lesen … Vielleicht verstehe ich ihn auch falsch, diesen Satz, weil ich dem Wörtchen irgendeines zu wenig Bedeutung zumesse.

 

Heute weggegeben bzw. entsorgt:
Ich sortierte Papier und brachte fast alles davon in den Container.

 

Mit einem Danke fürs Lesen schleiche ich mich davon.

Der Emil

 

P.S.: Am 3. September 2025 war ich zufrieden mit dem heute komplett gelesenen Buch (s. o.), mit einem wegsortierten Haufen, mit einem eingeladenen zusätzlichen Zelt.


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2025 – 245: Alltag bei mir

Und am End' sieht's aus, als hätt' ich nichts geschafft.

 

Da ich erst nach Zwei in der Nacht in den Schlaf fand, kam ich auch erst kurz nach Zehn aus dem Bett. Nicht ganz das, was ich seit etwa einem Jahr möchte, nämlich gegen Sieben aufzustehen. Aber naja, es darf so sein, wie es ist. Am Morgen weiß ich sowieso noch nicht (bzw. nur sehr selten), was tagsüber alles tun werde: Da war heute viel (nicht dringend) Notwendiges und viel Mögliches, das auch nicht sein muß.

Eine Kanne Kaffee trinke ich täglich – das ist etwa ein Liter – mit viel Milch. Meist reicht dazu ein Keks. Richtig Essen gibt es bei mir nur einmal am Tag (neudeutsch heißt das Intervallfasten), zwischen 17 und 20 Uhr, nur ausnahmsweise später. Ich saß mit dem zweiten Becher Kaffee am Rechner, schaute nach Mails und las hie und da ein paar Nachrichten. Viel Gutes erwartete ich sowieso nicht, aber meine schlech­ten Vorahnungen wurden dann noch übertroffen (Panamagolf und Meeresströmung z. B.). Danach trug ich Termine für die ersten vier Monate 2026 ins papierne Tageskalendarium ein. Ich verlor die Lust daran, weil von außen eben kein Fortschritt der Erledigung zu erkennen war.

Am Schreibplatz sitzenbleibend griff ich nach einer Kladde, las die letzten vier, fünf beschriebenen Seiten, um mich in den Text hineinzufinden. Es gelang mir leidlich, und so ließ ich mich ein auf die Geschichte, die einen überkommenen Sprachstil erfordert. Zwei Seiten, drei sogar füllte ich, ohne mit dem Ergebnis sonderlich zufrieden zu sein. Egal, neunzig Minuten Schreibzeit waren geschafft (die ersten) und die Zeit für die „Mittagspause” gekommen. Zeit, mich um den Abwasch zu kümmern und einen leicht genervten Blick auf mein großes Küchenregal zu werfen, das ich schon lange umräumen möchte.

Ich machte mir Tee und nahm mir eine Stunde Zeit, einiges aus dem Kurrent abzu­schreiben, ganz für mich privat. Ließ mich dabei aber ablenken von den anderen Dingen, die auf meinem Rechner geschahen. Zu lange ablenken, d. h. ich vertrödelte mich im Netz. (Ja, das lasse ich öfter zu als es mir lieb ist.) Bis auf weitere anderthalb Stunden Schreibversuch gelangen mir nur noch Kleinigkeiten am heutigen Dienstag. Ein paar Bilder sortieren, zwei Alben vertaggen, Kram hier und Kram da, wie das im Alltag eben so ist. Nach einen kräftigen Regen am Nachmittag war ich eine Weile draußen, brachte Altglas zum Container und streute den Enten ein paar Haferflocken hin am Teich. Als Abendessen gab es soeben Wurstbrote mit Zwiebelringen und Gewürzgurken und mit dem Gefühl, wieder viel zu viele Pausen gemacht zu haben.

Ja, mittlerweils sind meine zwei „Kurzzeitwecker” Begleiter meines Alltags – aber das merkt niemand, der von meinem Alltagsleben liest, oder?

Den täglichen Blogbeitrag habe ich jetzt auch geschrieben. Wahrscheinlich werde ich zum Hintergrundgeräusch Fernsehton noch etwas Lesen (R. Kriese: Mission SETA II. Phantastischer Roman, Ausgabe von 1986). Und hoffen, daß ich weit vor Mitternacht einschlafen werde.

 

Erinnerung des Tages:
Natürlich waren die utopischen, wissenschaftlich-phantastischen Werke der „sozialistischen Literatur” ideologisch durchdrungen bzw. ideologisierend; aber die meisten waren dennoch sehr interessant.

 

Mit einem Danke fürs Lesen schleiche ich mich davon.

Der Emil

 

P.S.: Am 2. September 2025 war ich zufrieden mit den drei geschriebenen Seiten am Vormittag, mit dem ganzen erledigten Kleinkram, mit dem neuen Docht in der alten Öllampe.


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2025 – 244: So geht es nicht

Eine Entscheidung gegen die eigenen Wünsche und Träume.

 

 

Einen einzigen, nur einen einzigen Satz hätte ich mir gewünscht, der mir deine Beweggründe verständlich machen könnte; aber du schwiegst und schweigst noch immer – und ich, ich habe deine Ent­schei­dung über mein Leben einfach zu akzeptieren … Nein, das kann ich nicht, und deshalb gehe ich ab jetzt meine eigenen Wege. Allein.

 

 

Heute weggegeben bzw. entsorgt:
Zwei blaue Jeanshemden (wenig getragen, und ich werde sie nie wieder anziehen) hängte ich ins Haus – sie waren schnell weg.

 

Mit einem Danke fürs Lesen schleiche ich mich davon.

Der Emil

 

P.S.: Am 1. September 2025 war ich zufrieden mit einer zerlegten Festplatte (defekt), mit einem Cheeseburger, mit drei transkribierten Seiten DIN A5.


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2025 – 243: Nah am Wasser

Und einmal mehr auf der Suche nach einem Wort.

 

 

Es rollen keine Wellen auf das Ufer, an das Ufer. Ein kleines Boot mit gelbem Segel zieht vorbei, was auf einem Fluß ziemlich unge­wöhn­lich ist. Da paßt das Tretboot mit vier (jungen) Kerlen schon besser. Auch der große Ausflugsdampfer (ein Motorschiff, aber die Leute nennen's noch immer Dampfer) zieht behäbig gegen die Strömung. Mitten in der Stadt sitze ich am Ufer und genieße die – nein, Stille ist es nicht, aber gibt es „Leisigkeit” als Wort? – der Umgebung.

Dann wird es plötzlich laut. Ein kleines Motorboot röhrt flußabwärts vorbei. Nachdem es hinter einer Flußbiegung verschwunden ist, breitet sich die Leisigkeit um mich herum wieder aus. Und ein Geräusch kommt jetzt dazu: Schwabb-schwabb-schwabb. Die vom Ruhestörer verur­sachten Wellen machen meine Füße auf dem steinernen Packlager der Uferbefestigung naß. Hui, damit rechnete ich nicht. Es war wohl der Preis dafür, so nah am Wasser sitzen zu wollen.

 

 

Es war die Suche nach dem Wort. Gestern, in all dem Krawall, in der Lautheit des Festes, zwischen all den vielen Menschen überlegte ich, wie das nicht Laute, aber noch nicht ganz Stille bezeichnet wird (Ruhe wollte ich es nicht nennen) … Ich mußte ein paar Zeilen um dieses Wort herum erfinden.

 

Heute weggegeben bzw. entsorgt:
Fix-Tüten für alles Mögliche, abgelaufen zwischen 2010 und 2020, und wahrscheinlich noch älteres Brausepulver.

 

Mit einem Danke fürs Lesen schleiche ich mich davon.

Der Emil

 

P.S.: Am 31. August 2025 war ich zufrieden mit einigem Weggeworfenen aus meinem Küchen­schrank, mit dem geklärten Organisatorischen, mit meiner Zeit in der Wanne.


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2025 – 242: Ich bin nicht da

Vielleicht doch, nur: im Geiste oder körperlich?

 

Ich bin da und bin doch nicht da. Manchmal bin ich körperlich anwesend, aber mit den Gedanken so weit weg, wie es nur möglich ist. Manchmal bin ich weit entfernt, aber in Gedanken ganz nah. Dann kann ich den Menschen, bei dem ich mit meinen Gedanken bin, auch spüren. Erst recht, wenn die Entfernung mit Hilfe der Technik schwindet, beim Telefonieren z. Bsp.

Es gab eine Zeit in meinem Leben, da erklärte ich mir dieses Nicht-da-sein-und-doch-da-sein auf esoterische Weise, mit Magick (das ist kein Schreibfehler). Heute glaube ich nicht mehr daran. Aber an die Sehnsucht. An die Phantasie. An meine Gefühle (oh, das war eine ganze Zeit lang einfach nicht möglich). Und mit dem als Erklärung für mein Erleben gebe ich mich mittlerweile zufrieden.

Jetzt, da dieser (geplante) Beitrag im Netz erscheint, bin ich draußen unterwegs. Wahr­scheinlich stand ich schon bei einem guten Bekannten, den ich auf den Märkten wegen Kaffee und Met immer wieder aufsuche, und hatte schon ein Kaltgetränk. Aber bald muß ich mich auf den Weg machen zur Bühne. Und wenn ich dann den beiden Bands zuhöre, dann bin ich auch wieder da und sehe und höre, und bin doch nicht (ganz) da, weil ich in meinen Erinnerungen schwelge. Ich liebe diese Art unbe­stimmter Zustände dazwischen, wie ich auch die luziden Träume mag.

Neugierig bin ich auch, ob ich das eine oder andere Lied noch mitsingen kann.

 

Erinnerung des Tages:
Natürlich hörte ich mir heute genau diese Musik an und erinnerte mich an viele Stunden der La Fête Noire in der Rockstation.

 

Mit einem Danke fürs Lesen schleiche ich mich davon.

Der Emil

 

P.S.: Am 30. August 2025 war ich zufrieden mit der überwundenen Lustlosigkeit, mit guter Musik zuhause, mit dem Rausgehen kurz nach Fünf.


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2025 – 241: Verlegen

Ein Stück vom ächzenden Selbstgespräch.

 

 

Näää, dat is nich nomahl. Dat is am wehtun is dat. Mör. Der. Risch. Aba Zuchluft hatt ich nich, näää, auch nich inne Kneipe. Nur inne Bimmel war mir dat ma kurz kalt, neulich. Ja, wat soll dat denn sein mim Rücken? Zum Aazt geh ich deshalb noch lange nich. Näää. Wat von selba kommt, geht hoffenlich auch wieda von selba. Kann ja sein, dat ich mich bloß valegen hab, oda?

Hilft nich, jetz muß ich in Kella. Bier is alle. Dauat nich lange. Näää. Weiße Bescheid?

 

 

Heute weggegeben bzw. entsorgt:
Erstmal nur aussortiert, aber jetzt liegt da ein ganzes Knäuel an Kabeln, die ich morgen beim Elektronikmarkt entsorge.

 

Mit einem Danke fürs Lesen schleiche ich mich davon.

Der Emil

 

P.S.: Am 29. August 2025 war ich zufrieden mit den sortierten USB-Kabeln, mit den angefangenen Einträgen in den Kalender für nächstes Jahr, mit einem wiedergelesenen (alten) Brief.


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