2025 – 242: Ich bin nicht da

Vielleicht doch, nur: im Geiste oder körperlich?

 

Ich bin da und bin doch nicht da. Manchmal bin ich körperlich anwesend, aber mit den Gedanken so weit weg, wie es nur möglich ist. Manchmal bin ich weit entfernt, aber in Gedanken ganz nah. Dann kann ich den Menschen, bei dem ich mit meinen Gedanken bin, auch spüren. Erst recht, wenn die Entfernung mit Hilfe der Technik schwindet, beim Telefonieren z. Bsp.

Es gab eine Zeit in meinem Leben, da erklärte ich mir dieses Nicht-da-sein-und-doch-da-sein auf esoterische Weise, mit Magick (das ist kein Schreibfehler). Heute glaube ich nicht mehr daran. Aber an die Sehnsucht. An die Phantasie. An meine Gefühle (oh, das war eine ganze Zeit lang einfach nicht möglich). Und mit dem als Erklärung für mein Erleben gebe ich mich mittlerweile zufrieden.

Jetzt, da dieser (geplante) Beitrag im Netz erscheint, bin ich draußen unterwegs. Wahr­scheinlich stand ich schon bei einem guten Bekannten, den ich auf den Märkten wegen Kaffee und Met immer wieder aufsuche, und hatte schon ein Kaltgetränk. Aber bald muß ich mich auf den Weg machen zur Bühne. Und wenn ich dann den beiden Bands zuhöre, dann bin ich auch wieder da und sehe und höre, und bin doch nicht (ganz) da, weil ich in meinen Erinnerungen schwelge. Ich liebe diese Art unbe­stimmter Zustände dazwischen, wie ich auch die luziden Träume mag.

Neugierig bin ich auch, ob ich das eine oder andere Lied noch mitsingen kann.

 

Erinnerung des Tages:
Natürlich hörte ich mir heute genau diese Musik an und erinnerte mich an viele Stunden der La Fête Noire in der Rockstation.

 

Mit einem Danke fürs Lesen schleiche ich mich davon.

Der Emil

 

P.S.: Am 30. August 2025 war ich zufrieden mit der überwundenen Lustlosigkeit, mit guter Musik zuhause, mit dem Rausgehen kurz nach Fünf.


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Über Der Emil

Not normal. Interested in nearly everything. Wearing black. Listening. Looking. Reading. Writing. Clochard / life artist / Lebenskünstler.
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