Und einmal mehr auf der Suche nach einem Wort.
Es rollen keine Wellen auf das Ufer, an das Ufer. Ein kleines Boot mit gelbem Segel zieht vorbei, was auf einem Fluß ziemlich ungewöhnlich ist. Da paßt das Tretboot mit vier (jungen) Kerlen schon besser. Auch der große Ausflugsdampfer (ein Motorschiff, aber die Leute nennen's noch immer Dampfer) zieht behäbig gegen die Strömung. Mitten in der Stadt sitze ich am Ufer und genieße die – nein, Stille ist es nicht, aber gibt es „Leisigkeit” als Wort? – der Umgebung.
Dann wird es plötzlich laut. Ein kleines Motorboot röhrt flußabwärts vorbei. Nachdem es hinter einer Flußbiegung verschwunden ist, breitet sich die Leisigkeit um mich herum wieder aus. Und ein Geräusch kommt jetzt dazu: Schwabb-schwabb-schwabb. Die vom Ruhestörer verursachten Wellen machen meine Füße auf dem steinernen Packlager der Uferbefestigung naß. Hui, damit rechnete ich nicht. Es war wohl der Preis dafür, so nah am Wasser sitzen zu wollen.
Es war die Suche nach dem Wort. Gestern, in all dem Krawall, in der Lautheit des Festes, zwischen all den vielen Menschen überlegte ich, wie das nicht Laute, aber noch nicht ganz Stille bezeichnet wird (Ruhe wollte ich es nicht nennen) … Ich mußte ein paar Zeilen um dieses Wort herum erfinden.
Heute weggegeben bzw. entsorgt:
Fix-Tüten für alles Mögliche, abgelaufen zwischen 2010 und 2020, und wahrscheinlich noch älteres Brausepulver.
Mit einem Danke fürs Lesen schleiche ich mich davon.
P.S.: Am 31. August 2025 war ich zufrieden mit einigem Weggeworfenen aus meinem Küchenschrank, mit dem geklärten Organisatorischen, mit meiner Zeit in der Wanne.
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(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).


Leisigkeit ist ein schönes Wort, auch wenn es das vielleicht gar nicht gibt. Du hast es erfunden und ich nehme es in meinen Wortschatz auf!🌻
Nein, ich hab es nicht erfunden (hab vorhin mal gesuchmaschint) …