2025 – 260: Eine Abweichung

Ausnahmsweise eine, die mir wirklich guttat.

 

Nachdem mein Blogbeitrag gestern Abend gerade online war, durchbrach ich meine Wochen­routine. Routinen sind für mich wichtig, sie sind das Geländer, an dem ich mich durch mein Leben hangele (ja, so ist es wirklich). Eine Abweichung davon ist, insbesondere dann, wenn sie mir sozusagen „von außen” aufgezwungen wird, eine erhebliche Störung meines Wohlbefindens. Gestern wich ich aus eigenem Antrieb davon ab.

Gestern Abend stieg ich in die Badewanne. Mit extra viel Schaum obendrauf. Nicht, weil ich verschwitzt oder dreckig war. Nein. Ich tat es nur, weil ich eine Weile Wohl­be­finden brauchte, etwas mehr Wärme, einen mich einhüllenden angenehmen Geruch. Eine mehr oder weniger kurze Zeit Abschalten, Ausruhen, Streßignoranz. Einfach einweichen, durchwärmen, schlaffwerden. Ohne Ablenkung, ohne Musik, ohne Buch, ohne Schreibzeug. Ich stellte mir sogar einen Wecker, auf daß ich lange genug im Wasser blieb: 45 Minuten.

Eins war schön: für die Zeit in der Wanne keine kalten Füße zu haben bzw. nicht das Gefühl zu haben, daß sie kalt seien (Diabetes, Polyneuropathie).

Als ich dann auf meine Schlafstatt mich begab, nahm ich eines der Schaffelle mit, die ich für die Märkte habe. Das legte ich mir um meine Füße, klappte es über ihnen zusammen. Laut meiner Uhr dauerte es keine zehn Minuten, bis ich eingeschlafen war. Mir zeigt das, daß mich meine selbsverursachte Störung meiner Routine wirklich nicht störte und ich mich wirklich sehr wohl fühlte. (Und ich schlief eine Stunde weniger als im Durchschnitt, fühlte mich aber erholter und ausgeruhter als üblich.)

 

Heute weggegeben bzw. entsorgt:
Ich stellte heute u. a. drei Bücher von Erwin Strittmatter (alle drei Wundertäter-Teile) in einen öffentlichen Bücherschrank. (Strittmatter, nein, das hätte ich nie von mir gedacht.)

 

Mit einem Danke fürs Lesen schleiche ich mich davon.

Der Emil

 

P.S.: Am 17. September 2025 war ich zufrieden mit frühen Wachsein, mit dem Sencha am Vor­mit­tag (nach dem Kaffee), mit dem sortierten Bücherschrank.


© 2025 – Der Emil. Text unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
CC by-nc-nd Website (Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).

Veröffentlicht unter 2025, Erlebtes, One Post a Day | Verschlagwortet mit , , , , , , , | 4 Kommentare

2025 – 259: Draußen geht der Herbstwind

Mir fällt etwas auf, das so nicht stimmen muß.

 

Der Herbstwind heute ist heftig – mir gefällt das sehr. Ist Dir – so wie mir heute – schonmal aufgefallen, daß Wind zum Lautwerden etwas braucht, das ihn stört? Zumindest meine Ohren müssen sich ihm in den Weg stellen, sich ihn an ihnen stören lassen. Erst dann entsteht ein Ton: ein Fauchen, ein Rauschen, ein Wimmern, ein Heulen. Ohne Störung unmöglich. Ich glaube fest daran, daß freier Wind sehr bewegt ist, aber nur gestörter Wind hörbar wird.

Was sich daraus lernen lassen soll? Findet es selbst heraus …

 

Erinnerung des Tages:
Für exotisches, gutes Essen bekannt war „Künstlers Kleine Bar” in Karl-Marx-Stadt (vor 1990): chine­sisch, japanisch, italienisch, griechisch, spanisch …

 

Mit einem Danke fürs Lesen schleiche ich mich davon.

Der Emil

 

P.S.: Am 16. September 2025 war ich zufrieden mit dem reparierten Fliewatüüt (der rostig-orange Vereinstransporter), mit dem wehenden Wind, mit Nudelsoße mit viiiiiiieeeeel Knoblauch.


© 2025 – Der Emil. Text unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
CC by-nc-nd Website (Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).

Veröffentlicht unter 2025, Erlebtes, Gedachtes, One Post a Day | Verschlagwortet mit , , , , | 2 Kommentare

2025 – 258: Ich nenne es Arbeit

Anstrengend ist es jedenfalls zumeist.

 

Ich sitze an meinem Schreibplatz. Vor mir und neben mir liegen u. a. meine Immer­da­bei­kladde, einiges Schreibpapier in einem Klemmbrett, eine thematische Kladde, ein Notizbuch (das ein Experiment ist). Ich sitze vorm Papier und warte auf die Gedanken, die ich ausformuliert aufschreben kann. Ich schaffe es, manches von einem Spiralblock, der sonst für anfallende Gedanken im Bad bereitliegt, in das Experimental-Notizbuch zu übertragen und streiche das und einige mich ob ihrer Belanglosigkeit überraschende Sentenzen im Block aus.

Es denkt in mir, weil ich mich nicht zum Denken verpflichtet fühle, sondern meinem Denkicht freien Galopp erlaube.

In den eintretenden Pausen sortiere ich Stifte, Kugelschreiber zumeist, Werbe­ku­gel­schreiber. Die mit den abgebrochenen Klips wandern ohne Mine in den Müll. Die, die partout nicht schreiben wollen, sehe ich mir genauer an: Außergewöhnliche Formen erhalten eine funktionierende Mine, die Nullachtfuffzehn-Dinger landen ebenfalls im Abfall. Wenn währenddessen ein Gedanke aufblitzt, halte ich den mit dem Stift fest, den ich grad in der Hand habe. So findet sich heute viel in blauer Schrift Notiertes, statt wie gewöhnlich in schwarzer.

Am Ende habe ich fünf Gläser/Becher mit Kugelschreibern und Ähnlichem sortiert, 17 Schreibgeräte weggeworfen und nicht wirklich viel zu Papier gebracht. Nach drei Stunden ist es aber Zeit für etwas anderes.

Viel später, nach einiger erledigter Hausarbeit, schreibe ich diesen Text: entgegen der Gewohnheit nicht in die Immerdabeikladde, sondern aufs Papier im Klemmbrett, in lateinischen (ziemlich geschmierten, ziemlich großen) Buchstaben, mit blauer Tinte. So ein Tag war heute.

 

Heute weggegeben bzw. entsorgt:
Ich habe Stifte aussortiert und weggeworfen, zu den oben genannten kamen noch zwei Packungen ausgetrockneter Faserschreiber dazu.

 

Mit einem Danke fürs Lesen schleiche ich mich davon.

Der Emil

 

P.S.: Am 15. September 2025 war ich zufrieden mit Kaffee auch am Nachmittag, mit gesannten Papieren, mit der Aussicht darauf, daß mir etwas zurückgegeben wird nach langer Zeit.


© 2025 – Der Emil. Text unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
CC by-nc-nd Website (Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).

Veröffentlicht unter 2025, Erlebtes, One Post a Day | Verschlagwortet mit , , , , , | 2 Kommentare

2025 – 257: Kein Kompliment

Aber vielleicht ist das ein Anflug von Altersweisheit.

 

Vor noch nicht allzu langer Zeit stand ich vorm Spiegel und dachte bei mir: „Du siehst alt aus, aber nicht glücklich und nicht zufrieden – eher so, als wärest Du Dir all der versäumten, abgewehrten Momente des Schönen in Deinem Leben schlagartig bewußt geworden.” Da machte ich mir einen Tee, setzte mich nieder und schaute meine (wenigen) Kinderfotos an …

Dann merkte ich, mein Leben geht weiter; und ich werde wahrscheinlich/hoffentlich noch viele Gelegenheiten haben, Schönes wahrzunehmen und zu genießen. Seitdem achte ich darauf, mich zumindest nicht mehr dagegen zu wehren.

 

Erinnerung des Tages:
Zu einem Faschingsball der EOS (11. Klasse, DDR) war ich einer von den Sieben Schwaben (an einem Spieß).

 

Mit einem Danke fürs Lesen schleiche ich mich davon.

Der Emil

 

P.S.: Am 14. September 2025 war ich zufrieden mit Gedanken über mein Leben (da war trotz des obigen Textes viel Schönes), mit gutem Backwerk aus dem Fairteiler, mit den am frühen Abend aufgeschriebenen Sätzen.


© 2025 – Der Emil. Text unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
CC by-nc-nd Website (Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).

Veröffentlicht unter 2025, Erlebtes, Gedachtes, One Post a Day | Verschlagwortet mit , , , , , , , | 4 Kommentare

2025 – 256: Eine andere Karriere

Eher nicht, das Risiko ist unberechenbar.

 

Ich hatte heute ernsthaft überlegt, ob ich es nicht doch einmal mit einem Bank­über­fall versuchen sollte. Ja sicher, in den Krimis geht das nie gut, ich weiß. Aber das ist Fernsehen, das ist doch nicht die Realität. Also könnte das in den Kiminalfilmen immer Fake sein und in der Wirklichkeit ganz anders laufen …

Nun, da ist dennoch ein großes Risiko. Ich denke, ich werde besser weiter Pfand sammeln. Am Ende wüßte ich sowieso nicht, wohin mit dem vielen Geld.

 

Erinnerung des Tages:
Ich besitze ihn vielleicht noch (tief vergraben in meinem Schrank), meinen Elektrorasierer bebo sher 2001, gekauft etwa 1982.

 

Mit einem Danke fürs Lesen schleiche ich mich davon.

Der Emil

 

P.S.: Am 13. September 2025 war ich zufrieden mit Tomaten-Gurken-Salat, mit wiedergefundenen eigenen Texten, mit dem draußen Unterwegssein.


© 2025 – Der Emil. Text unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
CC by-nc-nd Website (Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).

Veröffentlicht unter 2025, Erlebtes, One Post a Day | Verschlagwortet mit , , , , | Kommentar hinterlassen

2025 – 255: Sein wollen

Beim Betrachten von Mitmenschen und von Nachrichten gedacht.

 

 

Vielleicht ist es so; und vielleicht ist es das, was nicht bedachte und somit un­er­war­te­te Folgen hat:

Viele Menschen wollen nicht (mehr) gut sein, sondern besser als andere Menschen; denen wollen sie es beweisen.

 

 

Das denkt noch in mir herum …

 

Heute weggegeben bzw. entsorgt:
Schreibkramzubehör (Mappen, Schnellhefter, Krimskrams) warf ich weg bzw. plazierte ich im Haus („Zu verschenken”).

 

Mit einem Danke fürs Lesen schleiche ich mich davon.

Der Emil

 

P.S.: Am 12. September 2025 war ich zufrieden mit der abgearbeiteten „Wäre-ganz-gut”-Liste, mit dem Kaffee am Nachmittag, mit Spiegelei zum Abend.


© 2025 – Der Emil. Text unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
CC by-nc-nd Website (Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).

Veröffentlicht unter 2025, Gedachtes, One Post a Day | Verschlagwortet mit , , , , , | 2 Kommentare

2025 – 254: Schwieriger Lesestoff

Stellt mir bitte nicht diese eine Frage …

 

 

Die Anker festen Wissens sind gelichtet. Die Grenzen der Gewöh­nung aufgehoben. Selbstvergessen trägt dich wie Wasserwiegen, darauf du in lockeren Teilen dich hebst und sinkst. Nur manchmal stößt wie ein Geier die Frage nieder: wo bin ich, was hält es zusammen? Wo ist das Zauberwort, das alles bindet?

Paul Nizon: Die gleitenden Plätze. S. 24f
Zweite Auflage dieser Ausgabe 1990
© Suhrkamp Verlag Frankfurt am Main 1990.
ISBN 3-518-40221-8 (findet sich nur auf dem Schutzumschlag)

 

 

Im Buch steht über dem Impressum: «Die gleitenden Plätze erschien 1959 im Alfred Scherz Verlag Bern und Stuttgart. Der Autor hat den Text für diese Neuauflage durchgesehen und leicht überarbeitet.»

 

Wahrscheinlich würden die meisten über diese Sätze hinweglesen, sie als nicht sehr erwähnenswert ansehen. Mir aber fallen sie auf; ich stolpere über sie. Weil ich mich gerade in einer Zerrissenheit, einer Ungewißheit, einer Schockstarre, einer Phase hektischer (gedanklicher) Reaktionen und Umwälzungen zu befinden scheine. Ja, all das auf einmal! Da finde ich mich eben wieder in den Bildern, die Nizon hier verwendet und in den Fragen, die er stellt (dran denken: schon 1959, also kann es nicht nur mir so ergangen sein in all den Jahren). Die Welt stürzt über mir zusammen, ich fühle mich von viel zu vielem betroffen und meine Welt geht unter. Wo bin ich also und wie heißt das Zauberwort?

Grübelnd – nein: Nachenklich saß und sitze ich nach jeder gelesenen Seite des Buches da. Manche Wendung ist doch überraschend, verwirrend, bedarf mehr Anstrengungen beim Aufdröseln: „… darauf du in lockeren Teilen dich hebst und sinkst.” Es dauerte, ehe ich darauf kam, daß „in lockeren Teilen dich hebst” viel stärker aneinander gebunden ist, so daß dort wirklich „sinkst” stehen darf und nicht senkst zwingend zu schreiben ist. Ja, die literarische Sprache will entschlüsselt werden.

Ich habe keine Ahnung, was der Dichter uns, mir damit sagen wollte. Ich glaube mittlerweile, daß das auch keine Rolle spielt. Vielmehr hoffe ich, daß die Schriftsteller uns anregen wollen zum Mit- und Weiterdenken, zur Reflexion, zum Begreifen und zum Fragen …

Allerdings frage ich mich nicht nur wo, sondern auch was ist das Zauberwort, das alles bindet?

 

Heute weggegeben bzw. entsorgt:
Ich stellte heute einige Plastedosen und diverse Teller als „zu verschenken” ins Haus.

 

Mit einem Danke fürs Lesen schleiche ich mich davon.

Der Emil

 

P.S.: Am 11. September 2025 war ich zufrieden mit dem in der Werkstatt abgegebenen Fliewatüüt, mit Sortiertem (das nicht so ganz dringend zu sortieren war), mit einem Wannenbad.


© 2025 – Der Emil. Eigener Text unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
CC by-nc-nd Website (Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).

Veröffentlicht unter 2025, Geschriebenes, One Post a Day | Verschlagwortet mit , , , , , , | 2 Kommentare

2025 – 253: Ein friedvolles Bild

Und ich stelle mir vor, das auch irgendwann so zu tun.

 

 

Da sitzt einer auf der Bank am Wegesrand, entspannt zurück­ge­lehnt, die Augen geschlossen. Auf meinem Rückweg ein Weilchen später sehe ich ihn noch immer da, unverändert. Fast könnte ich denken, er sei tot. Wenn da nicht erkennbar wäre, daß er noch atmet (das ist sogar zu hören). Ein alter – er sieht wirklich alt aus – Mann, der seine guten Jahre schon um einiges überlebt hat, denke ich, irritiert von seinem Anblick. In dunkelbraunem Cordanzug mit Weste, lindgrünem Hemd, dunkelgrüner Krawatte, gelockert. Und der Gürtel ist geöffnet. Ich sehe den alten Mann, der im Schatten auf einer Friedhofsbank sitzend tief und fest schläft.

Auch deshalb mag ich diese stillen, manchmal naturnahen Inseln mitten in der Stadt: Dort lassen sich solche friedvollen Bilder immer einmal wieder beobachten.

 

 

Natürlich habe ich das genau so nie gesehen …

 

Erinnerung des Tages:
Als Kind ging ich erst Opa, dann Opa und Oma gießen, etwa zehn Jahre lang …

 

Mit einem Danke fürs Lesen schleiche ich mich davon.

Der Emil

 

P.S.: Am 10. September 2025 war ich zufrieden mit der Brillenbestellung, mit dem für morgen ausgemachten Werkstattermin, mit dem Verzicht auf den Kauf weiterer Kladden (Mehrzahl, ja).


© 2025 – Der Emil. Text unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
CC by-nc-nd Website (Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).

Veröffentlicht unter 2025, Geschriebenes, Miniatur, One Post a Day | Verschlagwortet mit , , , , , | 5 Kommentare

2025 – 252: Nicht ganz wortlos

Aber viel mehr als etwas Geplapper ist nur schwer möglich.

 

Ich schaffe es einfach nicht, ganz wortlos einen Tag vergehen zu lassen. Dem stehen nämlich fast 15 Jahre geübte tägliche Routine im Weg.

Muskelkater habe ich in den Oberschenkeln und in noch einigen anderen Mus­kel­gruppen mehr. Auch im Denkicht ging heute vieles noch langsamer, gedämpfter als normal. Und ja, es ist keine Depression. Trotzdem habe ich lange … Nein, das stimmt nicht. Ich habe nur sehr lange gedacht: „'n Tag ohne Blog kannich nich, das geht nich.” Aber mir wollte nicht wirklich etwas einfallen, über das ich schreiben wollte.

Den Tag habe ich mit dem Leeren einer älteren 500-GB-Festplatte verbracht, auf der war noch einiges an Musik zu finden, die ich einmal für ein Musikarchiv bearbeitet hatte. Es ist richtig gute Musik dabei, und etwa 120 GB der belegten 400 GB wanderten auf meine Musikfestplatte. Dabei bemerkte ich das thermische Problem des Datenträgers: Das Gehäuse wurde sehr, sehr warm – und ich denke, aus diesem Grund ist das Weiterbetreiben sowieso nicht mehr ratsam.

Meine Brille fand ich noch nicht, aber ich habe noch eine Tasche, in die ich sie geworfen haben könnte. Wenn sie dort nicht ist, muß ich mir wohle ein neue machen lassen.

Ich geh auch heute wieder früh ins Bett …

 

Heute weggegeben bzw. entsorgt:
Ich leerte eine 500-GB-Platte und löschte 280 GB Daten (von 400 GB) komplett.

 

Mit einem Danke fürs Lesen schleiche ich mich davon.

Der Emil

 

P.S.: Am 9. September 2025 war ich zufrieden mit dem Nachschlafen am frühen Vormittag, mit dem erledigten Einkauf, mit einer geleerten Festplatte.


© 2025 – Der Emil. Text unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
CC by-nc-nd Website (Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).

Veröffentlicht unter 2025, Erlebtes, One Post a Day | Verschlagwortet mit , , , , , | Kommentar hinterlassen

2025 – 251: Selbsthilfe tat gut

Nicht nur Jammern, sondern Anerkennen. Oder etwa nicht?

 

In den Momenten, da ich zu nichts Lust habe, nicht einmal zu dem, was ich doch gerne mache. In den Momenten, da ich einfach nur zu müde bin für alles (nicht das müde, das vom Schlafen vergeht). Wenn es in mir zu dunkel ist für den Alltag.

Immer dann sehe ich mir an, was ich schon so geschafft habe, und ich denke,daß das doch ganz schön viel ist.

Heute warf mich etwas anderes, etwas körperliches aus der Bahn. Ziemlich heftig. Und es war nicht angenehm. Das, was ich (mit anderen) für heute mir vorgenommen hatte, das war mir einfach nicht möglich. Und dennoch sah ich mir vorhin an, was ich schon so geschafft habe. Sicherheitshalber. Bewußt das sehen und nicht die vielen unfertigen, liegengelassenen Brocken. Die mir viel zu oft auch noch viel zu groß und zu unhandlich erscheinen. Das half mir auch heute. Obwohl es eine ganz andere Situation war. Und das tat mir gut.

Manche Sachen helfen wohl in ganz verschiedenen Situationen. Deswegen mag ich warmen Streusel- oder Pflaumenkuchen mit Sahne auch so gerne (hab ihn nur zu selten).

 

Erinnerung des Tages:
Als Kinder holten wir uns bei den Bäckern im Dorf immer mal wieder die Kuchenränder der Blechkuchen (die bekamen wir geschenkt).

 

Mit einem Danke fürs Lesen schleiche ich mich davon.

Der Emil

 

P.S.: Am 8. September 2025 war ich zufrieden mit der Betrachtung von Geschafftem, mit Kräutertee, mit dem Gedankenschweifenlassen.


© 2025 – Der Emil. Text unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
CC by-nc-nd Website (Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).

Veröffentlicht unter 2025, Erlebtes, One Post a Day | Verschlagwortet mit , , , , | 5 Kommentare