2025 – 270: Zwei Wege

Die erste Titelidee war: Ich begegnete Jesus.
Zwei Möglichkeiten der Entstehung von Blogartikeln.

 

Variante 1: Zuerst habe ich einen irgendwoher gekommenen Satz, der sich zu einem Text auswächst (und in dem der Satz dann auch nur eine Nebensache sein kann). Das passiert exakt so bei den Tankas, Senryū, Vierzeilern und Aphorismen, aber eben auch bei anderen Texten. Manchmal merkte ich das ja sogar öffentlich sichtbar an. Zu solchen Notizen suche ich dann nach Beitragstitel und Überschrift, die nach meinem Geschmack passend sein müssen.

Variante 2: Ich habe zuerst den Titel des Beitrags oder die Überschrift. Das war hier der Fall; und ich fand den Titel interessant. Nur saß ich dann gestern Abend und heute tagsüber vorm Papier und fand keinen Text dazu! (Gut, das passiert wirklich selten, sehr selten.) Aber wegschmeißen wollte ich dieses „Ich begegnete Jesus” nun auch nicht. Was also tun?

Was, wenn ich den Titel so stehenlasse und dann die Wege erkläre, auf denen meine Beiträge entstehen? Hm. Irgendwie gefiel mir diese Idee. Ich blätterte durch meine Kladden. Es ist ja erkennbar, was ich zuerst auf eine Seite schreibe. Und ohne genau gezählt zu haben, scheint es so zu sein, daß sich beide Varianten etwa die Waage halten. Es gibt sogar fast fertige Texte, denen Titel und/oder Überschrift fehlen und die nur deshalb noch nicht zu lesen sind. Ja, ich war selbst etwas überrascht davon, mehr als nur einen solchen Entwurf zu finden. Jetzt zieren einige dieser bunten Klebefähnchen die drei letzten Notizbücher und ich habe allem Anschein nach ein paar Texte „auf Halde” (das ahnte ich ja, aber ich wußte es nicht sicher).

Was ich auch noch habe: zwei Listen von Stichworten und kurzen Textpassagen zu Personen und Handlungen (wie nennt man das?), aus denen ich noch keinen gescheiten Text machen konnte. Das wurmt mich wirklich, und doch finde ich keine Möglichkeit, daraus Zufriedenstellendes zu schaffen. Wer weiß, vielleicht irgendwann in den nächsten Jahren …

Für morgen habe ich mir drei weitere Kladden auf den Schreibplatz gelegt, in denen ich blättern werde. Mal sehen, wann und ob überhaupt ich Zeit finde, all meine Notizen einmal gründlicher zu durchsuchen.

 

Erinnerung des Tages:
Ein Bündel c’t und CB-Funk gab ich ins Altpapier (den Streß eines Verkaufs ersparte ich mir lieber).

 

Mit einem Danke fürs Lesen schleiche ich mich davon.

Der Emil

 

P.S.: Am 27. September 2025 war ich zufrieden mit dem negativen C-Test, mit der gesundheit­lichen Besserung, mit Bratwurst mit Sauerkraut und Brot.


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2025 – 269: Zur Jahreszeit

Manchmal verdichtet sich ein Tag zum Tanka.

 

Das alles konnte ich heute beim Blick aus dem neunten Stock sehen:

 

 

Drei Rotmilane
Jagende Schattenrisse
Hoch oben im Blau

Blätter wechseln die Farbe
Vorm Gebüsch äsen Rehe

Ein Tanka.

 

 

Erinnerung des Tages:
Vom Röstkaffee Rondo kosteten ganze 125 g in der DDR 7,50 M; der Preis für die Packung blieb während meiner Einkaufsjahre (etwa 1975 bis zur Umstellung auf DM) konstant.

 

Mit einem Danke fürs Lesen schleiche ich mich davon.

Der Emil

 

P.S.: Am 26. September 2025 war ich zufrieden mit der Fieberfreiheit, mit dem zurückgekehrtem Appetit, mit einem begonnenen Zeitreise-Buch.


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2025 – 268: Betrachtungsweise

„Aber Du mußt doch das Große und Ganze sehen!?”

 

Nein. Muß ich nicht. Kann ich nicht. Will ich nicht? Ich bin viel zu detailverliebt und verliere mich gern in der Betrachtung von Kleinigkeiten, bedeutsamen, oft unbeachteten und unbedachten Kleinigkeiten, ohne die es das Große und Ganze nicht geben kann.

(Aus meinem #Denkicht. Zuerst am 25.04.2024 veröffentlicht in meinem WriteFreely-Blog im #Fediversum.)

 

Erinnerung des Tages:
Ich weiß nicht, wieviele Tests ich bisher gemacht habe: Noch nie war einer der C-Tests bei mir positiv, der heut auch nicht.

 

Mit einem Danke fürs Lesen schleiche ich mich davon.

Der Emil

 

P.S.: Am 25. September 2025 war ich zufrieden mit meinem Entschluß zum Zuhausebleiben, mit Tee und Zwieback, mit der (klopft auf Holz) Fieberfreiheit.


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2025 – 267: Eine Leere füllen

Wenn das dann einmal nicht geht, ist es Sch…

 

Sie trat öfter in meinem Leben auf bzw. es tauchten verschiedene Arten von ihr in meinem Leben auf: Leere. Häufig kam eine Unsicherheit dazu. Aber die Leere konnte ich nie gut aushalten. Immer versuchte ich sie zu füllen: Mit Lesen, später eine ganze Zeit lang mit Alkohol. Damit konnte ich ja irgendwann aufhören, und seit dieser Zeit fülle ich die Leere mit Schreiben. Meist schreibe ich schon, ehe die Leere da ist, dichte mich und das Loch irgendwie ab mit Worten und Sätzen.

Wenn die Leere allerdings Einsamkeit heißt, dann habe ich ihr auch keine Worte und Sätze entgegenzusetzen. Es bleibt mir nichts anderes übrig, als auszuhalten, stand­zuhalten, jeder Verlockung zu widerstehen, die sowieso keine Lösung wäre, weil nichts diese Einsamkeit beenden kann außer ein anderer Mensch. Ich bin einer, der umarmt werden will und umarmt werden muß (und noch einiges mehr), damit ich mich wohlfühlen kann. Ich brauche, um mich nicht einsam zu fühlen, viel mehr Hautkontakt, als ich jetzt habe. Doch auch wenn der fehlt, fühle ich mich nicht immer einsam (auf die leere Art).

Heute war ich auf die leere Art einsam. Habe (fast) nichts schreiben können (außer diesem Beitrag hier). Auch sonst nur wenig erledigt. War nach der Mittagszeit ohne Antrieb, hatte auch keinen Bock, die Zeit zu verschlafen. Seit halb Sieben etwa funk­tio­niere ich wieder. Ich habe zumindest Zeug für das Wochenende bereitgelegt.

Morgen wird es mir wieder besser gehen. Ich glaube fest daran. Hab ja was, auf das ich mich freue.

 

Erinnerung des Tages:
Selbst in Beziehung lebend fühlte ich mich schon einsam auf die leere Art, das fing in meiner zweiten Ehe an …

 

Mit einem Danke fürs Lesen schleiche ich mich davon.

Der Emil

 

P.S.: Am 24. September 2025 war ich zufrieden mit Gulasch mit Nudeln, mit dem Aushalten, mit der Rückkehr des Antriebs.


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2025 – 266: Kann ich das?

Vielleicht ist es Vermeidungsdenken oder -handeln.

 

Der schöne Schein ist etwas, das auch ich zumeist aufrechterhalten möchte. Das geht aber nicht immer. Manchmal muß etwas raus, das das Bild von mir verändern, verstören kann. So etwas ergibt sich oft, wenn ich schriftlich nachdenke.

Täglich erwähne ich am Ende meines Blogbeitrags drei Dinge, mit denen ich am Tag zufrieden war. Sehr oft sind das Banalitäten, denke ich, und doch sind es wirklich Momente, mit denen und in denen ich zufrieden war. Allerdings bin ich im Grunde ein unzufriedener Mensch (geworden). Und mir scheint, daß ich mich mittlerweile mit meiner Unzufriedenheit zufriedengebe. Geht das überhaupt? Kann ich das, bin ich, ist der Mensch dazu wirklich in der Lage?

Womit ich unzufrieden bin? Tja, darüber habe ich heute (wieder, denn das mache ich oft) sinniert. Und ganz, ganz unten auf dem Grund dessen, was ich gedanklich hin- und herwälzte, finden sich zwei Dinge, aus denen sich ganz viele Unzufriedenheiten ergeben und die mich mein derzeitiges Leben allgemein als unbefriedigend erleben lassen. So ist es doch: Was stets und ständig unbefriedigend ist, unbefriedigend bleibt, das macht unzufrieden.

Zwei Dinge also:

  • der Mangel an vielem, das nicht überlebensnotwendig ist,
  • die Schäbigkeit, die mich zuhause umgibt.

Mangel: Das leidige Problem der Bürgergeld-Empfänger. Es reicht gerade zum Über­leben, die vielbeschworene soziokulturelle Teilhabe ist damit nicht wirklich möglich. (Dennoch komme ich einigermaßen zurecht; es dürfen nur keine unerwarteten Zahlungen nötig werden wie z. B. bei den Nebenkostenabrechnungen, auf die anzu­sparen schaffe ich nämlich nicht.)

Schäbigkeit: Die verdanke ich mir selbst, meiner Unfähigkeit, „mich zusam­men­zu­reißen” und einen Anfang zu machen. So wurden der Baustellen immer mehr. Und aus dem Haufen all dessen, was hier im Argen liegt, eines auszuwählen, das ich in Angriff nehme: Das wurde und wird für mich immer schwerer, je mehr da nach und nach zusammenkam und -kommt. (Die vielen kleinen, winzigen Schritte, die ich beim Aussortieren, Weggeben und Wegwerfen schaffe, machen mich im Moment, aber nicht allgemein zufrieden. Ich sehe noch keinen Fortschritt.)

So bin ich zufrieden unzufrieden – mit meiner Unzufriedenheit muß ich mich gerade zufriedengeben. Und aus all dem und aus meinem „Versagen” bei den tatsächlich not­wen­digen Veränderungen entsteht noch etwas, über das ich ein andermal schreiben werde.

 

Erinnerung des Tages:
Wie oft ich früher anderen beim Renovieren oder Möbeltauschen geholfen habe …

 

Mit einem Danke fürs Lesen schleiche ich mich davon.

Der Emil

 

P.S.: Am 23. September 2025 war ich zufrieden mit der gereinigten Kaffeemaschine, der wegge­bü­gel­ten und weggeräumten Wäsche, mit dem für morgen vorbereitetem Essen.


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2025 – 265: Eine dritte Ladung

Nein, diesmal ist es keine Prokrastination.

 

Ein Alltagsproblem. Naja, eines, das ich zwar immer, aber nur selten so offen­sicht­lich, so drängend wie heute habe.

Zwei Maschinen Wäsche habe ich heute gewaschen (von der Maschine waschen lassen). Was da feucht zum Trocknen aufgehängt werden mußte, paßte gerade so auf meinen Wäscheständer. Und der steht bei mir mitten im Zimmer, sorgt für eine angenehme Luftfeuchte und verpestet – weil ich keinen Weichspüler nutze – nicht die Luft mit irgendwelchen „Duftstoffen”. Ich hoffe, daß morgen alles trocken ist und weggebügelt und weggeräumt werden kann. (Ich hätte übrigens nicht einmal Platz zum Aufstellen eines elektrischen Wäschetrockners.)

Im Bad, mittlerweile in der Waschmaschine, wartet eine dritte Ladung Wäsche. All das, was ich auf dem Markt brauchte, alles dunkle (fast ausschließlich schwarze) Stücke. Hätte ich am Freitag noch gewaschen und wäre dann eine Stunde später losgefahren … Aber nein, es war gut, daß ich zu der Zeit eintraf, zu der ich eben dort ankam; so hatte ich wirklich ausreichend Zeit, zwei Marktzelte streßfrei aufzubauen. Da warte ich lieber einen Tag länger, bis auch die dritte Ladung gewaschen und gleich aufgehängt werden kann. Und dann kommt ja auch wieder Zeug zusammen, das … Das ist ein wohl endloser Kreislauf, mit dem ich (normalerweise) Wäscheberge verhindere.

Waschen ist bei mir eine Montags-Aufgabe, meist fällt die auch Mittwoch oder Donnerstag nochmal an. Ja, jeder Wochentag hat bei mir etwas, das ich bevorzugt an diesem Tag erledige. So ganz normal bin ich wohl doch nicht (mehr) …

 

Heute weggegeben bzw. entsorgt:
Wieder sind ein paar leere Plastebehältnisse in die gelbe Tonne gewandert (Senf- und Joghurt­eimer, Dosen von Süßigkeiten und Salaten).

 

Mit einem Danke fürs Lesen schleiche ich mich davon.

Der Emil

 

P.S.: Am 22. September 2025 war ich zufrieden mit meiner neuen (Gleitsicht-)Brille, mit dem Kaffee am Nachmittag, mit erledigter Hausarbeit.


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2025 – 264: Herbstliche Zeltnacht

Und ja, ich schlafe in Penntüte auf Isomatte wirklich gut.

 

Allerdings nur so lange, bis eine einzelne Taube am frühen Morgen im Schloßhof herumbrüllen muß. Die Akustik im Hof ähnelt der in einer Kirche, das Tier war also sehr laut und sehr deutlich zu vernehmen. Ansonsten war es in meiner Penntüte kuschelig wie immer – und wirklich schlafe ich „hier” besser als zuhause. Ich weiß nicht, woran das liegt, doch selbst wenn noch Lärm von feiernden Marktleuten ist, stört mich das nicht beim Ein- und Durchschlafen.

Nächte im Zelt sollte jede und jeder einmal versucht haben, vielleicht nicht unbedingt im Regen, aber auch das ist (wenn das Schlafzeug ausreichend vor Wasser geschützt ist) nicht wirklich ein Problem. Was – außer Taubengeplärre am Morgen – stören kann, sind Insekten, besonders Mücken, die in alles stechen, das nicht im Schlafsack geborgen ist. Doch auch die waren an diesem Wochenende nicht zu sehen.

Noch ist die Saison nicht vorbei. Ich werde mindestens zwei weitere Wochenenden im Zelt schlafen …

 

Erinnerung des Tages:
Heute fiel mir eine Kastanie auf den Kopf: Früher haben wird die und Eicheln gesammelt und in den Auer Tierpark (heute „Zoo der Minis”) oder zum Förster gebracht.

 

Mit einem Danke fürs Lesen schleiche ich mich davon.

Der Emil

 

P.S.: Am 21. September 2025 war ich zufrieden mit ausreichend Kaffee am Morgen, mit einem mir geschenkten Dankeschön, mit dem zügigen Abbau.


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2025 – 263: Alleine zuhause sitzen

Ob ich das überhaupt … Ach, ich gestehe!

 

Wie aus einem Hinterhalt springen sie mich an: lüsterne Gedanken, die ich schon lange Zeit ins Unbewußte – ins Unterbewußte? – verschoben habe, verdrängt hatte. Ich nahm ja auch an, daß sich das mit meinem erreichten Alter mittlerweile erledigt hätte. Pustekuchen. Wenn mich nach so vielen Jahren die konkrete Sehnsucht überkommt, das Bedürfnis nach Hautkontakt, nach intensivem Hautkontakt, anfänglich vielleicht zaghaft überkommt: Viel zu oft wird es mir zu schnell zu konkret, zu bild- und schmerzhaft. Dann sitze ich mit meiner Lust alleine zuhause und weiß mir nicht wirklich zu helfen. Denn kein Bild, kein Internet-Filmchen, keine Live-Cam ersetzt Hautkontakt …

Jaja, Opa erzählt vom Krieg. (Vor zwei Jahren aufgeschrieben.)

 

Erinnerung des Tages:
Meine Urgroßmutter war noch eine Adeligen von Geburt.

 

Mit einem Danke fürs Lesen schleiche ich mich davon.

Der Emil

 

P.S.: Am 20. September 2025 war ich zufrieden mit ausreichend Kaffee vor der Marktöffnung, mit vielen neugierigen Besuchern, mit dem einen oder anderen absonderlichen Anblick (gnihihihihi).


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2025 – 262: Was ein Genie sagt

Wiedereinmal ohne Quellenangabe notiert.

 

Ich habe zu meiner Schande und zu meinem Leidwesen früher viele Zitate ohne genaue Quellenangabe aufgeschrieben, lange Zeit nur mit den Namen der Ver­fas­ser. Da ist wieder eines von denen:

 

 

Die Schmach des Genies kann seine intellektuelle Vergeblichkeit sein, die Selbsterkenntnis, wie wenig gesichert alles ist, was es vollbracht hat. Genialität, das ist ein nie aufhörendes Zweifeln – vor allem anderen …

Stanisław Lem

 

 

Wenn ich es lese, ist die Pause nach „Vergeblichkeit sein” wesentlich länger als alle anderen im Zitat.

Weil ich nun aber auch ständig von Zweifeln geplagt bin (wer ist das schon nicht, außer so einige dieser Premiumarschlöcher), und Zweifel zum Genie gehören: Kann ich daraus schließen, daß auch ich ein Genie sein kann, sein muß, gar ein Genie bin?

 

Erinnerung des Tages:
Hier im Schloßhof habe ich vor fünf (oder sechs?) Jahren als #MarktMönch für Lagerleute ein Kelti­sches Handfasting zelebriert.

 

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Der Emil

 

P.S.: Am 19. September 2025 war ich zufrieden mit dem geschafften frühen Aufstehen, mit dem geschafften Aufbau von zwei Zelten, mit vielen Wir-freun-uns-uns-zu sehen-Umarmungen.


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2025 – 261: Wie es einst begann

Man kennt ihre Namen nicht – und wieso unternahm niemand etwas?

 

Irgendwann begannen einige Menschen, sich nicht mehr als Angehörige der Erdenwelt, sich nicht mehr als Bestandteil der Natur und der menschlichen Gemeinschaft, sondern als deren Beherrscher und Besitzer(!) zu bezeichnen und zu benehmen. Ich glaube, damit fing der ganze Scheiß an …

Ich bin wirklich der Meinung, daß die Menschen – also die gesamte Menschheit – sich ohne (Be-)Herrscher besser, anders entwickeln können. Wenn der Zwang zur Schaffung von immer mehr Mehrwert nicht existierte, wäre wohl auch der ständig und übermäßig zunehmende Ressourcenverbrauch, der Raubbau an unseren Lebens­grund­lagen, nicht mehr notwendig. „Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren.” (Allg. Erklärung der Menschenrechte.) Und nach der Geburt wird hierzulande nichts unversucht gelassen, diese Gleichheit so schnell und gründlich als nur möglich aufzuheben (i. S. v. nicht mehr zulassen, abschaffen). Wie gesagt: meine Meinung. Und leider scheiterten bisher alle Versuche, etwas anders zu machen.

 

Erinnerung des Tages:
Einmal wurde mir bei einer stationären Aufnahme Blut aus der Vene auf dem Handrücken entnommen, weil an den Armen nichts zu finden war.

 

Mit einem Danke fürs Lesen schleiche ich mich davon.

Der Emil

 

P.S.: Am 18. September 2025 war ich zufrieden mit dem morgendlichen Blutabgeben, mit einge­räumtem privatem Equipment, mit dem beladenen Fliewatüüt.


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