Die erste Titelidee war: Ich begegnete Jesus.
Zwei Möglichkeiten der Entstehung von Blogartikeln.
Variante 1: Zuerst habe ich einen irgendwoher gekommenen Satz, der sich zu einem Text auswächst (und in dem der Satz dann auch nur eine Nebensache sein kann). Das passiert exakt so bei den Tankas, Senryū, Vierzeilern und Aphorismen, aber eben auch bei anderen Texten. Manchmal merkte ich das ja sogar öffentlich sichtbar an. Zu solchen Notizen suche ich dann nach Beitragstitel und Überschrift, die nach meinem Geschmack passend sein müssen.
Variante 2: Ich habe zuerst den Titel des Beitrags oder die Überschrift. Das war hier der Fall; und ich fand den Titel interessant. Nur saß ich dann gestern Abend und heute tagsüber vorm Papier und fand keinen Text dazu! (Gut, das passiert wirklich selten, sehr selten.) Aber wegschmeißen wollte ich dieses „Ich begegnete Jesus” nun auch nicht. Was also tun?
Was, wenn ich den Titel so stehenlasse und dann die Wege erkläre, auf denen meine Beiträge entstehen? Hm. Irgendwie gefiel mir diese Idee. Ich blätterte durch meine Kladden. Es ist ja erkennbar, was ich zuerst auf eine Seite schreibe. Und ohne genau gezählt zu haben, scheint es so zu sein, daß sich beide Varianten etwa die Waage halten. Es gibt sogar fast fertige Texte, denen Titel und/oder Überschrift fehlen und die nur deshalb noch nicht zu lesen sind. Ja, ich war selbst etwas überrascht davon, mehr als nur einen solchen Entwurf zu finden. Jetzt zieren einige dieser bunten Klebefähnchen die drei letzten Notizbücher und ich habe allem Anschein nach ein paar Texte „auf Halde” (das ahnte ich ja, aber ich wußte es nicht sicher).
Was ich auch noch habe: zwei Listen von Stichworten und kurzen Textpassagen zu Personen und Handlungen (wie nennt man das?), aus denen ich noch keinen gescheiten Text machen konnte. Das wurmt mich wirklich, und doch finde ich keine Möglichkeit, daraus Zufriedenstellendes zu schaffen. Wer weiß, vielleicht irgendwann in den nächsten Jahren …
Für morgen habe ich mir drei weitere Kladden auf den Schreibplatz gelegt, in denen ich blättern werde. Mal sehen, wann und ob überhaupt ich Zeit finde, all meine Notizen einmal gründlicher zu durchsuchen.
Erinnerung des Tages:
Ein Bündel c’t und CB-Funk gab ich ins Altpapier (den Streß eines Verkaufs ersparte ich mir lieber).
Mit einem Danke fürs Lesen schleiche ich mich davon.
P.S.: Am 27. September 2025 war ich zufrieden mit dem negativen C-Test, mit der gesundheitlichen Besserung, mit Bratwurst mit Sauerkraut und Brot.
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(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).

