Wenn das dann einmal nicht geht, ist es Sch…
Sie trat öfter in meinem Leben auf bzw. es tauchten verschiedene Arten von ihr in meinem Leben auf: Leere. Häufig kam eine Unsicherheit dazu. Aber die Leere konnte ich nie gut aushalten. Immer versuchte ich sie zu füllen: Mit Lesen, später eine ganze Zeit lang mit Alkohol. Damit konnte ich ja irgendwann aufhören, und seit dieser Zeit fülle ich die Leere mit Schreiben. Meist schreibe ich schon, ehe die Leere da ist, dichte mich und das Loch irgendwie ab mit Worten und Sätzen.
Wenn die Leere allerdings Einsamkeit heißt, dann habe ich ihr auch keine Worte und Sätze entgegenzusetzen. Es bleibt mir nichts anderes übrig, als auszuhalten, standzuhalten, jeder Verlockung zu widerstehen, die sowieso keine Lösung wäre, weil nichts diese Einsamkeit beenden kann außer ein anderer Mensch. Ich bin einer, der umarmt werden will und umarmt werden muß (und noch einiges mehr), damit ich mich wohlfühlen kann. Ich brauche, um mich nicht einsam zu fühlen, viel mehr Hautkontakt, als ich jetzt habe. Doch auch wenn der fehlt, fühle ich mich nicht immer einsam (auf die leere Art).
Heute war ich auf die leere Art einsam. Habe (fast) nichts schreiben können (außer diesem Beitrag hier). Auch sonst nur wenig erledigt. War nach der Mittagszeit ohne Antrieb, hatte auch keinen Bock, die Zeit zu verschlafen. Seit halb Sieben etwa funktioniere ich wieder. Ich habe zumindest Zeug für das Wochenende bereitgelegt.
Morgen wird es mir wieder besser gehen. Ich glaube fest daran. Hab ja was, auf das ich mich freue.
Erinnerung des Tages:
Selbst in Beziehung lebend fühlte ich mich schon einsam auf die leere Art, das fing in meiner zweiten Ehe an …
Mit einem Danke fürs Lesen schleiche ich mich davon.
P.S.: Am 24. September 2025 war ich zufrieden mit Gulasch mit Nudeln, mit dem Aushalten, mit der Rückkehr des Antriebs.
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(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).


Du sprichst mir aus der Seele! Seit ich immer mehr Schwierigkeiten mit dem Schreiben habe (eine blöde Rheumaform, die leider auch Schmerzen in den Händen mit sich bringt, was auch einer der Gründe für das Aus meines Blogs war), fülle ich diese Leere mit etwas, was ich früher absolut verabscheut habe: Serienmarathons. Das Lesen fällt mir auch schwer, ich kann mich kaum mehr in ein Buch verlieren. Selbst wenn ich es von der ersten Seite an gut bis sehr gut finde, schaffe ich es nur noch sehr selten bis zum Ende. Diese Leere ist wie ein undurchdringbarer Kokon.
Oh, ich denke, ich weiß, wovon Du schreibst … (Bei mir gehört[e] das zur Depression, auch wenn ich viele Jahre lang nichts davon wußte.)
Ja!