2025 – 264: Herbstliche Zeltnacht

Und ja, ich schlafe in Penntüte auf Isomatte wirklich gut.

 

Allerdings nur so lange, bis eine einzelne Taube am frühen Morgen im Schloßhof herumbrüllen muß. Die Akustik im Hof ähnelt der in einer Kirche, das Tier war also sehr laut und sehr deutlich zu vernehmen. Ansonsten war es in meiner Penntüte kuschelig wie immer – und wirklich schlafe ich „hier” besser als zuhause. Ich weiß nicht, woran das liegt, doch selbst wenn noch Lärm von feiernden Marktleuten ist, stört mich das nicht beim Ein- und Durchschlafen.

Nächte im Zelt sollte jede und jeder einmal versucht haben, vielleicht nicht unbedingt im Regen, aber auch das ist (wenn das Schlafzeug ausreichend vor Wasser geschützt ist) nicht wirklich ein Problem. Was – außer Taubengeplärre am Morgen – stören kann, sind Insekten, besonders Mücken, die in alles stechen, das nicht im Schlafsack geborgen ist. Doch auch die waren an diesem Wochenende nicht zu sehen.

Noch ist die Saison nicht vorbei. Ich werde mindestens zwei weitere Wochenenden im Zelt schlafen …

 

Erinnerung des Tages:
Heute fiel mir eine Kastanie auf den Kopf: Früher haben wird die und Eicheln gesammelt und in den Auer Tierpark (heute „Zoo der Minis”) oder zum Förster gebracht.

 

Mit einem Danke fürs Lesen schleiche ich mich davon.

Der Emil

 

P.S.: Am 21. September 2025 war ich zufrieden mit ausreichend Kaffee am Morgen, mit einem mir geschenkten Dankeschön, mit dem zügigen Abbau.


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Über Der Emil

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9 Kommentare zu 2025 – 264: Herbstliche Zeltnacht

  1. Pit sagt:

    Hierzulande waere ich damit sehr vorsichtig, wegen all der unliebsamen Kreaturen wie z.B. Feuerameisen und Skorpione, die hier herumkriechen.

    • Der Emil sagt:

      Nun, auf Wiesen finden sich hier höchstens Zecken – ganz so gefährliche Tierchen gibt es nicht (mehr). Aber ja, berechtigter Einwand, da war mein Blick auf die Sache mal wieder zu eingeschränkt …

  2. Elvira sagt:

    Die erste Kastanie, die ich im Herbst finde, landet in meiner Jackentasche und wird den ganzen Winter über mit herumgetragen. Wechsle ich die Jacke/Weste, dann wechselt die Kastanie mit. Im nächsten Jahr gesellt sie sich zu denen der vergangenen Jahre. Da ich eine beachtliche Sammlung besitze, vermute ich, dass ich schon vor vielen Jahren damit begonnen habe und nicht nur in jeder Saison eine einzige gesammelt habe.
    Zeltnächte kenne ich nur noch aus meiner Kindheit. Heute wäre ich womöglich eine Jahrmarktbelustigung, wenn ich irgendwie versuche, aus dem Zelt zu kommen. Na ja, das Problem würde ja bereits mit dem aus dem Schlafsack kriechen beginnen.

  3. Ich schlafe ja am besten bei Gewitter, aber ich wache auf, wenn die Amseln mit ihren dicken Hintern im Blumenkasten mit der Petersilie landen.

  4. anneeulia sagt:

    Ich liebe zelten auch,
    am liebsten da wo man es nicht darf.
    Och die Zeiten sind hier leider vorbei.
    Da mein Partner nicht mehr mit zelten kann.
    Alleine mag ich nicht.

    • Der Emil sagt:

      Wildes Zelten war nie so ganz mein Ding. Und die Marktzelte sind ja wirklich etwas anderes, die sind wie die Mannschaftszelte der Armee oder die, die das DRK/THW manchmal aufbauen (3m x 3m und Randhöhe 2m).

      • anneeulia sagt:

        In Jurten war ich als Kind mit der AWO zelten.
        Damit fing zelten und die Liebe dazu bei mir an.

        Ist ja auch schwierig in Deuutschland wild zu zelten.
        Aber hier wurde es auch schon mal ein halbes Jahr im Frühling und Sommer durchgezogen.
        Zelt wurde stehen gelassen.
        Das ging ganz gut.
        War die schönste Zeit meines Lebens.
        Die Freiheit beim zelten ist was ganz besonderes finde ich.
        Ich war nich nie auf nem normalen Zeltplatz.
        Muss ich noch mal ausprobieren irgendwann.😉

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