160.2026: Verfahren

Die Situation der Eisenbahn nicht nur in Fahrtenplanern.

 

Also … Drei Fahrtenplaner im Einsatz. Bei der Bahn selbst gibt es die mit SEV unter­brochene S-Bahn nicht als Verbindung, obwohl die tatsächlich fährt. Der MDV als hiesiger Nahverkehrsverbund findet Fahrmöglichkeiten nach Leipzig heute nur mit Umstieg in Weißenfels und einer weiteren Kuhbläke, die zu ihm gehörende S-Bahn aber ebenfalls nicht. Die Bahn.app kennt beide Hauptrouten mit eben dieser S-Bahn, die ich hätte heute fahren können. Aber dann bin ich am hiesigen Bahnhof wieder umgekehrt, weil alle infragekommenden S-Bahnen schon ab hier soviel Verspätung hatten, daß ich weder den Anschluß zur Nebenroute noch den Anschluß auf der Haupt­route hätte erreichen können. Denn: Ich wäre auf beiden zeitlich sowieso schon verlängerten Verbindungen noch eine Stunde länger unterwegs gewesen.

Da das heute aber kein verpflichtender Termin war, hat mich das nicht zu sehr gestört. Tja, Pech gehabt in dieser Hinsicht, daür wieder einige Photographien gescannt. Zwei weitere Namen aus der Familie fielen mir ein, Namen von schon längst – also in meiner Kindheit – Verstorbenen. Und bis jetzt habe ich sechs Bilder aussortiert, auf denen mir die Abgebildeten einfach nur fremd sind. Da kann ich nur hoffen, daß Mutter jemanden erkennt (sie sieht fast nichts mehr). Zum Bügeln bin ich heute auch gekommen.

Als es noch keine Digitalisierung gab, damals bei der Deutschen Reichsbahn – DR – der DDR, da gab es meiner Erinnerung nach kein solches Theater beim Bahnfahren. Es wurden zwar nicht die heutigen Spitzengeschwindigkeiten erreicht, aber es gab keine solchen Verspätungen. Die Fahrplantreue war bei dichterem Takt größer als die der Aktiengesellschaft. Weil die Bevölkerung versorgt (also befördert, wie auch Güter) und nicht Gewinn auf Teufel komm raus Gewinn erwirtschaftet werden mußte. Ich bin neugierig, ob ich zuverlässigen und pünktlichen Eisenbahnbetrieb hierzulande jemals wieder erleben werde (abseits von Museumsbahnen) …

 

Erinnerung des Tages:
Zu den Mecklenburger Großeltern fuhren wir ab Aue über Zwickau, Berlin oder Magdeburg, Perleberg, Pritzwalk bis nach Krakow am See; am Ende sogar ab und zu noch in Abteilwagen, bei denen jedes der Abteile seine eigene Tür und die Fenster noch Lederriemen hatten, mit denen sie offengehalten werden konnten.

 

Mit einem Danke fürs Lesen schleiche ich mich davon.

Der Emil

 

P.S.: Zufrieden machten mich am 21.07.2026 mein Entschluß zum Nichtfahren, selbstgemachter Gurkensalat, zwei drei wiedergefundene Namen (Wilfriede, Gisela, Gerhard).


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Über Der Emil

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