Kategoriearchiv: Geschriebenes

188.2026: Aufraffen

Das muß doch ohne den berühmten „Tritt in den Hintern” gehen.

Das Notizbuch liegt noch immer auf dem Hocker neben dem Tisch. Aufgeschlagen, seit drei Wochen. Wahrscheinlich finde ich gleich eine Staubschicht auf dem Papier, wenn ich es hochhole auf die Tischplatte.

Na dann. Die letzten notierten Worte kenne ich aus­wen­dig. Schließ­lich geistern sie mir seit drei Wochen Tag und Nacht durch mein Gehirn […] Weiterlesen

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176.2026: Auch ich

Ein Großer hatte, was ich noch heute habe.

[Ich zitiere vieles, was mit Reimen zu tun hat.] Weiterlesen

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171.2026: Inspiriert

Beim Lesen war diese Idee ganz plötzlich da: Herr Kreidl.

[…]

Die Idee – ich gestehe es gern – habe ich mir sozusagen geborgt. Denn der Herr Kreidl ist eine literarische Figur, die ich im Fediversum fand (ja, im Fediversum, nicht in Mastodon, denn ich nutze SharKey). Ganz konkret war es diese Notiz aus #KreidlsNotizbuch […] Weiterlesen

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168.2026: Hilflos

Die Beobachtung einer Person und der verbliebenen Natur.

Als er auf den Bus wartet, mit dem er spätnachmittags heimfahren will, fängt er aus Langeweile an, die Büsche zu betrachten neben der Haltestelle. Auf einem sonnenbeschienenen Zweig entdeckt er eine kleine grüne Raupe, die sich von einem verwelkenden Blatt zum nächsten biegt […] Weiterlesen

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167.2026: Faszinierend

Wie nicht veränderte Sprache sich verändert.

Ich lese gerade Jürgen Kuczynski: Dialog mit meinem Urenkel. Nicht zum ersten Mal, beileibe nicht. Aber: Diesmal tu ich mich sehr, sehr schwer damit.

Kuczynskis Sprache in diesem Buch hat sich in all den Jahren, die ich es besitze, nicht verändert. Sie steht da noch so, wie sie 1986 beim Erscheinen des Buches im Aufbau-Verlag stand. Und es wurde meines Wissens nach auch in dieser 7. Auflage nicht ein Wort verändert […] Weiterlesen

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166.2026: Illusionen

Mal sehen, ob ich einige seiner Bücher irgendwann finde.

[Ein Aphorismus eines Schriftstellers, den ich noch nicht kenne – mit ein klein wenig Beitext drumherum.] Weiterlesen

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161.2026: Vorfreude

Fragen, die sich meine Generation nicht stellen muß.

Da ist wieder diese Müdigkeit. Pünktlich wie jeden Tag zum Feier­abend. Na, noch drei Tage, dann geht es los. Endlich Urlaub. Zwei Wochen Schrebergarten ohne Radio und Fernsehen. Nur ich und die Gartenlaube. Vorräte hab ich schon eingelagert […] Weiterlesen

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159.2026: Lamentieren

Und ich könnte mich doch in den Allerwertesten beißen.

So geht das nicht. Wirklich nicht. Dieses Tagebuch hier, das zeigt für die letzten dreieinhalb Wochen nur leere Seiten. Nicht ganz leer, denn Seitenzahl und Datum habe ich immer notiert. Aber der Rest: leere Zeilen. Jeden Tag 25 leere Zeilen, mittlerweile 25 Tage lang. Das ist […] Weiterlesen

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157.2026: Leicht zu vergessen

Und oft sehr schwer umzusetzen.

Bedenke bei allem, das Du beginnst, stets auch, daß Du irgend­wann damit aufhören, es beenden mußt … Weiterlesen

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155.2026: Nur noch in mir

Wenn eintritt, wovor ich mich fürchte, werde ich das geschrieben haben.

Ja, ich habe Angst davor, wie mein Vater aus der Welt zu verschwinden in einer Demenz. Bei Mutter glaube ich ja auch, daß ich erste Anzeichen davon bemerke … Deshalb möchte ich diese Sätze […] Weiterlesen

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