2025 – 130: Locker

Wohl denen, die sich damit nicht herumschlagen müssen.

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„Mach Dich mal locker, sei nicht so steif!”

Sagen meist die zu mir, denen ich mich nicht weit genug verbiege (auch für sie nicht) …

 

 

Es hat lange gedauert, bis ich wirklich erkannt hatte, was das ist, was dahintersteckt, was verborgen bleiben soll. Verbieg Dich, denn Du mußt so sein, wie ich Dir sage, daß Du sein sollst. Und selbst wenn ich es Dir nicht sage: Du mußt meinen Erwartungen entsprechen und würdest das auch tun, wenn Du wirklich mein Freund wärst, Dich wirklich für mich interessieren würdest.

Einen Scheiß muß ich! Vor allem muß ich nicht mich aufgeben, muß ich nicht auf alles andere verzichten, nur um eine sehr fragwürdige Beziehung mit einem andern Menschen einzugehen und aufrechtzuerhalten. Die Umsetzung dieser Erkenntnis war für mich oft schmerzhaft. Und ja, manchmal war es gar nicht von Anfang an so oder zumindest nicht von Anfang an sichtbar, spürbar. Weil es ja schön ist/war am Anfang. Aber ich stellte fest: Irgendwann belastete mich dieses Verbiegen, diese Selbstverleugnung.

Heute reagiere ich sehr, sehr vorsichtig, wenn ich diesen Wunsch nach Lockerheit und Beweglichkeit bemerke. Nur in sehr wenigen, meist besonderen Situationen werde ich mir erlauben, ihm nachzukommen. Es ist gut möglich, daß ich mir dadurch einiges entgehen lasse, aber davon nehme ich nicht gewiß nicht solchen Schaden, wie es beim Verbiegen geschieht.

Ihr denkt, ich übertreibe?

 

Erinnerung des Tages:
Die Straßenbahnlinien 3 und 8 in Karl-Marx-Stadt (Holzklasse) werde ich nie vergessen.

 

Mit einem Danke fürs Lesen schleiche ich mich davon.

Der Emil

 

P.S.: Am 10. Mai 2025 war ich zufrieden mit dem Besuch beim Tag der offenen Tür im Tramdepot inkl. Besichtigung der Tina, mit den Wegen durch die Stadt, mit Mozarella und Tomate. (Ich hab das Erleben genossen und keine Fotos gemacht.)


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2025 – 129: Vielleicht

Unausgegorene Gedanken in holprige Sätze gefaßt.

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Eine Aufgabe, von der so einige Menschen denken, daß sie sich ihr stellen müssen: kühle Beobachter ihrer selbst zu werden, objektiv (Hahahaha!) über ihr Denken und Handeln urteilen zu lernen – und den Mut zu finden, auch immer wieder dagegen anzugehen, wenn sie in die innere Dunkelheit zu rutschen drohen (oder beginnen). Vielleicht trifft das nicht nur auf diejenigen zu, die #notjustsad sind oder zu sein glauben.

Vielleicht. Vielleicht benötigt jeder Mensch zumindest etwas ähnliches wie Routinen im Umgang mit unbeherrschbar erscheinenden Zuständen. Ich schuf mir wohl nach und nach immer wieder welche … (Aber das hier sind nur unausgegorene Sätze, die mir beim Lesen alter Aufzeichnungen in den Sinn kamen.)

 

Erinnerung des Tages:
Nach vielen Jahren 2011 das erste Mal wieder meine Wut herauszuschreien: Was war das für ein beschissen großartiges Gefühl.

 

Mit einem Danke fürs Lesen schleiche ich mich davon.

Der Emil

 

P.S.: Am 9. Mai 2025 war ich zufrieden mit zum Altkleidercontainer gebrachten Textilien, mit Wachträumen am Nachmittag, mit drei übertragenen Seiten eines handschriftlichen Lebenslaufs.


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2025 – 128: Liebeserklärung

Drei Worte können auch anders gesagt werden.

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„Wenn es Dir wirklich hilft, bin ich gerne mal für einen Abend oder ein Wochenende lang schuld an allem Ungemach, dem Du Dich ausgesetzt fühlst. Aber danach lieben wir uns wieder, ja?”

[F.M.: Gehn zu (z)weit (unveröff.)]

 

 

Damit, also mit dieser Serie kürzester Szenen (anfänglich nur 140 Zeichen lang) aus einer Zweisamkeit, hatte ich sintemalen bei einem jetzt nicht mehr nutzbaren Dienst angefangen. Nun, ab und zu kommen mir immer noch solche Sentenzen in den Sinn, die ich dann wie diese herzeigen möchte. Vielleicht taucht auch Tante Erdmute wieder auf?

Ansonsten kann ich zum heutigen Tag wieder nicht viel sagen: Es ist zuviel passiert, das ich nicht gutheißen kann. Ich weiß, das ist irrelevant für die Situation, aber nicht für mich. (Nebenbei: Ich scherzte, daß am #WeltEselTag ein neuer Papst sich doch den Namen „ Apollo Nr. 14” geben könne – und zumindest mit der Zahl hatte ich Recht, etwa 75 min vor der Bekanntgabe.)

 

Heute weggegeben bzw. entsorgt:
Heute brachte ich fünf alte Festplatten zur Entsorgung in einen Elektronikmarkt (vorher mehr­fach mit wipe behandelt).

 

Mit einem Danke fürs Lesen schleiche ich mich davon.

Der Emil

 

P.S.: Am 8. Mai 2025 war ich zufrieden mit den abgegebenen Festplatten, mit Maultaschen in dr Brieh, und wieder mit einer Kanne Weihnachtstee.


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2025 – 127: Danach

Aber noch lang ist nicht alles einfach vorbei.

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Eine Spielerei mit der Wortstellung, der Bedeutungsvielfalt, dem immer gleichen oder ähnlichen Schluß, die mir heute zu- oder einfiel – gar eine Gegenrede zur Dystopie vielleicht?

 

 

Es endet so manches lang vor seiner Zeit:
Wie oft mach sich dann Ernüchterung breit?
Es ist nichts mehr so schön wie einst im Mai:
    Doch noch lange ist alles nicht einfach vorbei.

In Bosheit und Rachsucht hat man sich getrennt
und zugesehn, wie da der Hausrat verbrennt.
Was andere sagen, das ist einerlei.
    Aber lang noch nicht ist alles einfach vorbei.

Das Haus stürzt Dir ein und das Auto ist hin:
Der Großteil des Lebens verliert seinen Sinn.
Und mit einem Mal fühlst Du Dich einfach nur frei:
    Denn noch lange ist einfach nicht alles vorbei.

Und noch lange nicht, niemals, egal was auch sei:
Und noch lange nicht ist einfach alles vorbei.
Denn niemals, noch längst nicht, wie schlimm es auch sei:
    Es ist einfach alles noch lange nicht vorbei.

 

 

Ja, es kommt mir dabei auch auf das Druckbild an (eingezogen und kursiv). Nein, da steckt (für mich) kein tieferer (philosophischer) Sinn dahinter. Ich hatte, während ich das aufschrieb, eine ein Couplet singende Frauenstimme im Ohr. Wie von selbst schrieben sich die Zeilen; beim Abschreiben habe ich nur in der allerdrittletzten Zeile das „nicht” von hinter nach vor dem „ist” verschoben. Und die letzten beiden Zeilen lassen sich nach kleinen Wortumstellungen sogar wiederholen … Und ich habe beim Abschreiben die letzten beiden Zeilen noch hinzugefügt.

Danach. Solange das nicht nach dem Tode ist, ist nicht alles vorbei – und selbst für die Zeit nach dem Tod kann man sich da noch nicht wirklich sicher sein, nicht wahr?

 

Erinnerung des Tages:
Könnt ihr euch auch noch daran erinnern, daß Besuche in Gerichtsgebäuden ohne flughafen­ähn­liche Sicherheitskontrollen möglich waren?

 

Mit einem Danke fürs Lesen schleiche ich mich davon.

Der Emil

 

P.S.: Am 7. Mai 2025 war ich zufrieden mit einem erhaltenen Päckchen mit Gewürzmischungen (hochinteressante Namen), mit der Zeit im Bad, mit Numiroso.


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2025 – 126: Kannicht

Es ist – in meinen Augen – ein armseliges Theater.

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Und das mindestens seit der Torpedierung der vorhergehenden Koalition durch die Pißfarbenen …

Je nun, da hat also der Kannicht heute zunächst ein Darfnicht geerntet, nachdem er lange mit seinem Willnicht und seinem Bloßnicht auftrumpfte, das er dann aber beides mit Gehtnundochnicht komplett umkrempeln mußte.

Ich wußte noch nicht, ob ich wirklich die Zuversicht habe, auf Neuwahlen (natürlich mit dem vorher ans BVerfG gegebenen Antrag auf ein Verbot bzw. den Finanzie­rungs­aus­schluß …) zu hoffen. Eigentlich möchte ich ein abgewandeltes Zitat aus Shakespeares „Hamlet” hier anbringen, aber das kennt ihr alle.

Angst und Hoffnung und Resignation und ein Anflug von Verzweiflung. Entschuldigt bitte, aber dieses System scheint deutlich kaputt zu sein … Naja, in einem zweiten Wahlgang hat der Kannicht ein Machdoch erhalten. Trotzdem: Kopf —> Tisch.

 

Die Kommentarfunktion bleibt heute geschlossen.

 

Erinnerung des Tages:
1989 in einem anderen Land …

 

Mit einem Danke fürs Lesen schleiche ich mich davon.

Der Emil

 

P.S.: Am 6. Mai 2025 war ich zufrieden mit – puh, ich glaube, das Beste des Tages war, daß ich mir beim vielen Kopfschütteln kein Schleudertrauma zuzog.


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2025 – 125: Fragenfrei

Wenn die Phantasie nicht aussreicht, bis zum Ende zu denken.

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Stell Dir vor, Du hättest für ein paar Minuten keine einzige Frage mehr, auf die Du eine Antwort zu brauchen glaubst – nein, stell Dir vor, Du hättest einfach wirklich keine, keine einzige Frage mehr. (Das gibt es, ich erlebte es schon, nach sehr gutem Sex oder außergewöhnlich gutem Essen o. ä.) Das wäre doch – in meiner Vorstellung und Erinnerung – ein Zustand vollkommener Zufriedenheit, vollkommenen Glücks oder wenigstens Glückseligkeit. Vielleicht kann dieser Zustand – der, ohne eine einzige Frage zu sein – auch mal eine oder zwei Stunden andauern. Das ist wirklich sehr, sehr schön.

Aber tage-, wochen- oder gar monatelang? Ohne Pause, einfach immerzu ganz ohne eine einzige Frage? — Das, so denke ich, liegt außerhalb meines Vorstellungs­ver­mögens. Und vielleicht sogar weit außerhalb jeder Möglichkeit einer menschlichen, men­schen­würdigen Existenz. Ist, wer nichts mehr fragt, wer bei klarem Verstand keine, wirklich keine Frage(n) hat, niemals Fragen hat, denn noch am Leben?

Ich erinnere mich noch gut daran: Selbst in den schlimmsten Phasen meines Lebens stellte ich (mir selbst vor allem) immer Fragen. Vor allem unnötige, überflüssige, unbeantwortbare Fragen. Nur ab und zu mal, immer nur für recht kurze Zeit, erlebte ich, was ich oben schon beschrieb.

Und so denke ich heute: Ich frage, also lebe ich als Mensch.

 

Erinnerung des Tages:
Als Dorfkind spielte ich ja noch mit selbst­gebauten Katapulten (Astgabel, Einweckring) und Erbsengewehren.

 

Mit einem Danke fürs Lesen schleiche ich mich davon.

Der Emil

 

P.S.: Am 5. Mai 2025 war ich zufrieden mit einer plötzlichen Planänderung, mit der Ruhe am Nach­mittag, mit einer Kanne Weihnachtstee.


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2025 – 124: Fiktion

Auch die kann Auswirkungen haben.

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Daß mich irgendwann und ganz plötzlich eine von mir geschaffene Fiktion verfolgt, hatte ich nun wirklich nicht erwartet, befürchtet oder gehofft; aber jetzt ist es so und ich muß das aushalten.

 

 

Erinnerung des Tages:
Das Frühstück in der Ritterklause vor Jahren war wirklich gut; das wird irgendwann wiederholt.

 

Mit einem Danke fürs Lesen schleiche ich mich davon.

Der Emil

 

P.S.: Am 4. Mai 2025 war ich zufrieden mit dem viel zu frühen Aufstehen, mit eingehaltenen Versprechen beim Besuch in Roßlau, mit dem überstandenen Abenteuer Nahverkehr.


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2025 – 123: Vergangen

Es ist und bleibt mein tägliches Handwerkszeug.

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Ich laufe (renne) nur sehr selten. Ich gehe, flaniere, schlendere, schleiche fast immer. Dennoch verlaufe ich mich immer wieder? Naja, es wäre nach heutigem Sprachge­brauch auf alle Fälle auch unpassender, mich vergangen zu haben …

Deutsche Sprache – schwere Sprache. Erst recht dann, wenn ich einmal etwas näher mich mit ihr befasse; und dann erstaunt sie mich immer wieder. Und doch liebe ich sie, die Deutsche Sprache, mit all ihren Dialekten und Mundarten und verwirrenden Konstruktionen (doppelte Verneinung als bejahende Bestätigung z. Bsp.). Und noch immer finde ich sprachliche, semantische und syntaktische Unterschiede zwischen den in verschiedenen Gegenden gesprochenen Varianten sehr interessant.

Aber beim ungewollten Abweichen vom Weg (auch im übertragenen Sinne) verlaufen sich wohl alle Deutsch sprechenden Personen. Ohne sich an dieser Sprache zu vergehen. Und: Es ist und bleibt die Deutsche Sprache wohl Zeit meines Lebens mein tägliches Handwerkszeug

 

Erinnerung des Tages:
Einmal verlief ich mich in Potsdam – und nutzte dann ein Schwarztaxi, um rechtzeitig im Standort zurückzusein.

 

Mit einem Danke fürs Lesen schleiche ich mich davon.

Der Emil

 

P.S.: Am 3. Mai 2025 war ich zufrieden mit dem ausdauernden Regen, mit einem angefertigten Schriftstück, mit mehr Licht.


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2025 – 122: Verliehen

Vor langer Zeit – und nicht zurückbekommen.

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Ja, ich verleihe Bücher (nicht aber Füllfederhalter). Und ich erinnere mich an zwei, die mir nicht zurückgegeben wurden. Bei einem weiß ich nichtmal mehr, wem ich es gab. Beim anderen bin ich weder traurig noch böse, daß es bis heute bei den Auslei­hen­den verblieb und weiter bei ihnen bleibt. Und ich verleihe (und verschenke) Bücher auch weiterhin.

Doch diese beiden Bücher habe ich seit gestern wieder „in meinem Bestand”. Denn beim Bibliothekstag, zu dem ich als Schriftkundiger zugegen war, gab es einen Bücher­basar. Dort konnten die Besucher gegen eine freiwillige Spende gebrauchte, der Bibliothek gespendete Bücher „erwerben”. Diese Bibliothek erhält viele Bücher­spen­den – immer wieder stehen Kartons voller Bücher vor der Tür, wenn jemand verstarb oder seine private Bibliothek auflösen muß – und wünscht sich die auch; aber es kommen viele Bände mehrfach an und es gibt auch viele, die aussortiert werden müssen. Die Einrichtung ist so auch zu einem öffentlichen Bücherschrank geworden, weil auch das Tauschen, Einstellen und Mitnehmen von Büchern während der Öffnungszeiten möglich ist im Regal „Bücher suchen ein Zuhause”. Ich gestehe, daß ich das für eine sehr gute Idee für alle Arten öffentlicher Bibliotheken halte.

Genau die zwei verliehenen und nicht wieder zurückgegebenen Bücher habe ich dort gefunden: Hape Kerkelings Buch über seinen Jakobsweg und das Zitatelexikon. Beide stehen jetzt wieder in meinem Bücherschrank. Ja, ich hätte ganz sicher auch ohne sie weiterleben können, und doch: Das eine werde ich ganz sicher mindestens noch ein weiteres Mal lesen, im anderen ganz sicher öfter mal blättern, um Ideen für den Blog hier zu finden.

 

Erinnerung des Tages:
Auch meinen Bronstein-Semendjajew hatte ich einst verliehen; und dem mußte – und wollte! – ich zwei Jahre hinterherlaufen, bis ich ihn wiederbekam.

 

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Der Emil

 

P.S.: Am 2. Mai 2025 war ich zufrieden mit einigen im Haushalt erledigten Dingen, mit nochmal Kaffee am Nachmittag, mit Gurkensalat und Rührei-Geschnetzeltem zum Abend.


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2025 – 121: Verloren

Und nur manchmal vermißt es niemand.

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Es kann eine erkleckliche Weile dauern, bis ein Mensch bemerkt, daß etwas verloren­gegangen, verloren ist; und es wird Umstände und Fälle geben, in denen es niemals bemerkt wird. Mir selbst fällt in meinem Erleben allerdings sehr oft auf: Je länger etwas von mir unbemerkt verloren, verschwunden, weg ist, desto mehr schmerzt mich dieser Verlust in dem Moment, da ich ihn bemerke.

 

Erinnerung des Tages:
Bei den Großeltern in Mecklenburg brüteten immer Mehl- und Rauchschwalben an den Haus­mauern unterm Reetdach.

 

Mit einem Danke fürs Lesen schleiche ich mich davon.

Der Emil

 

P.S.: Am 1. Mai 2025 war ich zufrieden mit dem Schatten in der Kulturscheune Löbejün, mit dem Geplauder der jungen Schwalben in sieben Nestern, mit Kurzgebratenem zum Abend.


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