2025 – 200: Wissen

Nicht das unnütze, sondern das nie gebrauchte.

 

Wir alle waren in der Schule und haben uns Wissen angeeignet. Mein ganzes Leben hindurch habe ich weiter gelernt, weiter Wissen erworben. Manches davon nutze ich täglich (beispielsweise mein Wissen um/von HTML), manches habe ich außer in Übungssituationen noch nie nutzen müssen (stabile Seitenlage) – aber dafür gäbe es die Notwendigkeit der Anwendung in durchaus möglichen Situationen. Es gibt auch Wissen, für das ich niemals (wieder) die Gelegenheit haben werde, es anzuwenden. Darüber denke ich immer mal wieder nach, nämlich jedesmal dann, wenn ich dieses nie benötigte, aber vorhandene Wissen aufrische. Nein, auch diesmal ist es nicht Russisch gewesen, das ich sintemalen gut genug beherrschte, um Война и миръ von Lew Tolstoi im Original zu lesen (Krieg und Frieden).

Manchmal sind das Dinge aus der Mathematik (Integral- und Differentialrechnung, Fibonacci-Zahlen), aus der Physik (Fluoreszenz und Lumineszenz und intersystem crossing z.B.) oder die längst nicht mehr gebräuchlichen Postleitzahlen der DDR (Zusteller war ich oft in den Ferien). Diesmal ging es auch um etwas, das ich mehreren Ferienjobs im VEB ABS lernte, als ich dort im Stahllager arbeitete: Die Stahlbezeichnungen. Kaltarbeitsstahl, Warmarbeitsstahl, Schnellarbeitsstahl; Kohlen­stoff­stahl, Edelstahl usw. Sogar einige Bezeichnungen weiß ich noch: X210CrW12, 90CrMnV8, St38, 38SiCrV6. Aber was genau der versierte Fachmann aus diesen Namen herauslesen kann, das weiß ich nicht mehr (ja, die Hauptlegierungselemente, aber die Zahlen bleiben schon lange ein Rätsel für mich).

Ach ja: Zwei Dinge faszinierten mich im Tafelwerk (Tabellen und Formeln, wichtiges Lehrbuch in der DDR, heute auch noch weit verbreitet). Zum einen fanden und finden sich die Alphabete mit deutschen Buchstaben (Fraktur und Kurrent/Sütterlin) darin, zum anderen gab und gibt es alles wichtige zu den Fibonacci-Zahlen (und das Pascalsche Dreieck). Keine Ahnung warum, aber die fand ich auf Anhieb sehr spannend. Ich erinnere mich daran, daß ich einmal ziemlich viele davon mit Stift und Papier ausrechnete (Taschenrechner gab es nicht bzw. hatten zu wenige Stellen). Irgendwann mußte ich das Blatt im Querformat beschreiben – und als die Anzahl der Kästchen auch so nicht mehr zum Notieren der Zahl reichte hörte ich auf (das sind 58 oder 59 Kästchen/Stellen). Ich kann mich an nicht ein einziges Computerprogramm erinnern, daß Zahlen dieser Dimension verarbeiten kann. Da die 201. Fibonacci-Zahl erst 42 Stellen hat (Suchmaschinenergebnis), muß ich wohl einiges weiter gerechnet haben damals, in der siebenten Klasse … Eine weitere Suche führte mich auf eine Webseite, auf der ich herausfinden konnte, welche Fibonacci-Zahlen 58 oder 59 Stellen haben: von der 280. bis zur 288. (Quelle: Die Tabelle von Hermann Wacker, dessen Webangebot noch mehr großartige Inhalte bietet). Seit heute weiß ich: Die 1000. Fibonacci-Zahl hat 219 Stellen (ihr dürft dort gern nachzählen).

Jaja, sonderbares Hobby, ich weiß. Von der Fakultäten erzähle ich euch besser nichts, da wäre nämlich schon der 47. Wert – 47!=1*2*3*4*5*…*45*46*47 – mit 60 Stellen zu groß für die Breite eines Blattes karierten Papiers in der Größe DIN A4 …

 

Erinnerung des Tages:
Selbst als Schüler mußte ich im Auer Besteck- und Silberwarenwerk ME-Scheine schreiben und verbuchen, alles auf Papier und in den entsprechenden Büchern.

 

Mit einem Danke fürs Lesen schleiche ich mich davon.

Der Emil

 

P.S.: Am 19. Juli 2025 war ich zufrieden mit aufgefrischtem Wissen, mit dem wiedergefundenen Datenrettungstool, mit der Erholung nach ausreichendem Trinken.


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2025 – 199: Holz

Was nicht alles aus diesem Werkstoff gemacht werden kann …

 

 

Es sagte mal jemand sinngemäß: Der ins Wasser ragende Steg ist auch nichts anderes als ein Holzweg. Dem kann ich zustimmen; allerdings gibt es an den Enden des Stegs jeweils ein Sehnsuchts­ziel, das Wasser und das Ufer. Das aber kann der klassische, der metaphorische Holzweg nicht bieten – oder ist da jemand anderer Meinung?

 

 

Erinnerung des Tages:
Ich fand heute einen sehr alten, unveröffentlichen Text von mir, der viele unschöne Erinnerungen aufwühlte.

 

Mit einem Danke fürs Lesen schleiche ich mich davon.

Der Emil

 

P.S.: Am 18. Juli 2025 war ich zufrieden mit weitergeführter Datenschaufelei, mit erworbenem Zubehör für meine Rechner, mit doppelt geräucherter Knackwurst vom Fleischer auf dem Markt.


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2025 – 198: Wasserspiel

Quietschvergnügter Kinderspaß.

 

 

Die Sonn' ist weg! So klagen bitter
die meisten Nachbarn bei Gewitter.
Doch ich will auf den Regen warten:
Der netzt die Stadt und meinen Garten,
der kühlt die Luft und manch' Gemüt,
der sorgt dafür, das vieles blüht.

Was brauch' ich mehr als dreißig Grad?
Ich fänd' das Leben wahrlich fad,
wenn hierzuland zu keiner Zeit
es regnet, nieselt, gießt und schneit.
Ich mag Humor zwar ziemlich trocken,
doch lieber mag ich Schnee aus Flocken.

Und wenn ich mal so richtig naß
vom Regen bin, dann hab ich Spaß,
dann springe ich auch in die Pfützen
und laß das Wasser weithin spritzen
wie schon als Kind mit Hochgenuß,
mit Anlauf wirklich mittenrein.
Auch das ist für mich Glücklichsein.

 

 

Erinnerung des Tages:
Ich habe meinen Kindern niemals verboten, in Pfützen zu springen – ganz gleich, wie „fein” sie angezogen waren.

 

Mit einem Danke fürs Lesen schleiche ich mich davon.

Der Emil

 

P.S.: Am 17. Juli 2025 war ich zufrieden mit meiner Langsamkeit, mit ein paar gemachten Fotos, mit einem ganzen Eimerchen Kirschjoghurt.


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2025 – 197: Stinknormal

Behauptungen über das sogenannte Zusammensein.

 

 

Wir sitzen nebeneinander, beieinander, berühren uns hier und da. Wir hören unseren Atem und unseren Herzschlag. Wir leben, und wir vertrauen einander, sind vertraut miteinander. Wir sind Zwei und sind auch Eins. Wir gehören zusammen – und doch sind Du und ich nicht nur wir, sondern auch immer Du und ich. Wir haben keine Geheimnisse voreinander; aber ich muß nicht alles von Dir und über Dich wissen (das sagen wir beide). Wir sind.

Wir sind absolut stinknormal, oder?

 

 

Erinnerung des Tages:
Ha, ich wußte es: Ich kann die /etc/fstab (eine für Datenträger wichtige Datei im Linux-System) noch immer aus dem Kopf, ohne nachzusehen, ergänzen und ändern (man fuhrwerkt aber nur selten darin herum).

 

Mit einem Danke fürs Lesen schleiche ich mich davon.

Der Emil

 

P.S.: Am 16. Juli 2025 war ich zufrieden mit diversen Einkäufen, mit zwei Kannen selbstgemachten Eistees, mit der Menge an jonglierten Daten.


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2025 – 196: Nachts

Schlaflos unmüde umhergetrieben vom Denkicht.

 

Vielleicht klingt das Folgende etwas unverständlich, aber raus muß es. Seit 22.00 Uhr versuchte ich zu schlafen. Ging nicht. Dann war es nach Drei und ich habe die ganze Zeit wachgelegen. Ich habe: auf Regen gewartet (bis jetzt noch keiner, also ist auch das Fenster noch auf), ferngesehen (Schnulzenfilme), ein langweiliges Buch zu lesen versucht, etwas aufzuschreiben versucht (hat auch nicht funktioniert in der Kladde, dabei ging das gestern noch ganz gut). Ich konnte keinen Schlaf finden.

In meinem Denkicht kehrte keine Ruhe ein. Das Thema ist nicht neu, aber seit zwei Wochen (vielleicht auch nicht ganz so lang) ziemlich … Ja, was ist es denn: wichtig, bestim­mend, nervig, dringend, auffallend, schambesetzt, unaussprechbar, über­flüs­sig, unangemessen, unpassend, allgegenwärtig? Von all dem etwas, ja, eine sehr krude Mischung. Ich kann mich aber gut daran erinnern, was das standhafte Igno­rie­ren bisher für Folgen hatte: keine guten, jedenfalls nicht für mich. Meine Bedürfnisse und meine Bedürftigkeit wollen beachtet sein. (Nein, die erwähne ich jetzt nicht, denkt euch euren Teil.) Es gab – zum Teil kann das hier nachgelesen werden im Blog – Zeiten in meinem Leben, da war ich mit verdammt wenig „zufrieden” bzw. glaubte ich, keine Bedürfnisse zu haben oder haben zu dürfen, weil mir das alles, was über grundlegende Körperfunktionen hinausging, nicht zuzustehen schien. Es war nicht leicht zu lernen, die wieder zuzulassen, zu spüren, zu haben. Und ihre Befriedigung fällt mir heute noch ab und zu nicht leicht (weil ich eben ein schlechtes Gewissen bekomme, wenn ich es tu; in jenen Momenten sind sehr alte, erlernte Muster aktiv). Dann treffen sich Minderwertigkeitsgefühl und Allmachtsphantasie zu einem sehr verwirrenden Tanz in meiner Denk- und Gefühlswelt.

Irgendwann gegen vier Uhr morgens setzte ich mich hin und tippte diesen Text direkt in den Rechner (völlig untypisch für mich, weil ich alle Texte handschriftlich verfasse, naja, fast alle). Nach den ersten beiden Absätzen fühle ich mich leichter. Es überkam mich eine kleine Müdigkeit. Und es zeigte sich wieder: Ich kann Dinge aus meinem Kopf herausschreiben. Warum das nicht in der Kladde, nicht auf dem Papier gelang, das weiß ich nicht. Nun, im Laufe des Tages werde ich das dann in die Kladde angeschrieben haben. Vielleicht versteht niemand, warum ich genau das tippte, was hier zu lesen ist. Vielleicht erkennt sich jemand – zum Teil – darin wieder. Und jetzt, 4.20 Uhr, gehe ich und versuche, doch noch etwas zu schlafen. Vorm Veröffentlichen muß ich noch die Sachen unten ergänzen – aber sonst ist der Beitrag fertig.

 

Doch dann habe ich tagsüber noch einiges erlebt: Kurz nach Neun stand ich auf und erledigte die üblichen Routinen. Während ich zwei aneinandergenähte Bettlaken voneinander auftrennte, wurde die Festplatte eines kaputten Notebooks kopiert (Akku und Tastatur defekt, unregelmäßige Abstürze während des Betriebs). Danach nahm ich das Gerät auseinander, entfernte die Festplatte und den Speicher (kann man ja noch brauchen). Als ich Hunger bekam, machte ich mir Couscous mit Mischgemüse am Nachmittag, den gab es auch zum Abendessen. Ein zweites altes Rechnerlein (packard bell ENTF71BM, 2015) wurde nach der Kopie der Festplatte mit einem Puppy Linux versehen, in das ich mich irgendwie einarbeiten muß in den nächsten Wochen (und eventuell ändere ich das auch noch in Sparky Linux). Nach dem Regen war ich auch noch etwa eine Stunde draußen und habe Wasservögel mit Haferflocken und Erbsen gefüttert.

Wenn ich mich umsehe, so denke ich, daß ich heute nicht viel geschafft habe. Doch ich weiß, daß ich die meiste Zeit beschäftigt war, gut beschäftigt war mit lange vor mir her geschobenen Arbeiten. Und ich hoffe, daß ich nachher gut schlafen kann.

 

Heute weggegeben bzw. entsorgt:
Das eine, zerpflückte Notebook landete im Container für Elektronischrott.

 

Mit einem Danke fürs Lesen schleiche ich mich davon.

Der Emil

 

P.S.: Am 15. Juli 2025 war ich zufrieden mit mit den aufgetrennten Laken, mit den bearbeiteten Rechnern, mit dem Couscous warm und kalt.


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2025 – 195: Gewünscht

Aber wenn das Gewünschte dann eingetreten ist …

 

Ich scheine heute leergeschrieben zu sein. Nun, am Vormittag notierte ich einiges von dem, was mich am vergangenen Wochenende so beschäftigte; das waren einige Seiten Text, von dem ich hier nichts herzeigen möchte. Dann saß ich am Nachmittag hier und sitze noch und habe keine Idee, was ich mitteilen könnte. Ja, es kommt mir nicht einmal eines dieser Kurzen Gedichte in den Sinn, kein Tanka, kein Senryū, kein 28er, kein Haiku. Ein schlichter Vierzeiler ist mir gerade auch nicht möglich.

Es geht mir gut. Ich bin nur erschöpft, müde, aber nicht depressiv. Leer, ja, leer ist der Kopf. Manchmal wünsche ich mir diese Leere, wenn es zu turbulent wird im Denkicht. Jetzt fühlt es sich aber nicht richtig an, nicht „falsch”, nein, aber eben nicht richtig. Ich weiß von anderen, daß die Ähnliches kennen: Man wünscht sich einen Zustand, doch wenn der dann eintritt oder erreicht wird, ist das völlig unbe­frie­digend, stört gar. Genau so geht es mir im Moment; allerdings hoffe ich, daß diese Unzufriedenheit bald vergeht, vielleicht noch vorm Einschlafen. Oder daß ich das Ganze in Träumen auf- und wegarbeiten kann, dann werde ich morgen mit frischem Mut ans Werk gehen.

Für heute schaffe ich nicht mehr als das jetzt zu sehende.

 

Heute weggegeben bzw. entsorgt:
Einer meiner Füllfederhalter (gut, einer der billigen neueren) bekam irgendwann am gerade ver­gan­genen Wochenende einen Riß im Schreibteil, unreparierbar. Ich warf ihn schweren Herzens weg.

 

Mit einem Danke fürs Lesen schleiche ich mich davon.

Der Emil

 

P.S.: Am 14. Juli 2025 war ich zufrieden mit mehreren Seiten voller Notizen, mit einer knappen Stunde Entspannung am Nachmittag, mit drei verschiedenen Käsesorten auf dem Brot zum Abend.


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2025 – 194: Anders

Beinahe keine Zeit gefunden für das Bloggen.

 

Es machte sich bemerkbar, daß heute kaum Regen fiel. Viele Menschen waren unterwegs auf dem Markt. Oft standen Grüppchen oder Grupppen vor meinem Tisch. Viele versuchten sich am Schreiben mit einer Glasfeder oder einem Holunderästchen, auch Erwachsene. Mir wurden sogar flachgeklopfte Hexenkugeln (Smartphones) gereicht zur „inquisitorischen Untersuchung” (die ich natürlich nicht durchführte, denn keines davon war entsperrt). Doch wenn ich dann einen weiteren Scherz machte und erstaunt davon sprach, daß da ja eine Benachrichtigung von einer ganz bestimmten Webseite gewesen sei, dann kannten alle diese Seite – und einige Personen erröteten. Nun ja, derbe Scherze sozusagen auf Kosten der Besucherinnen und Besucher. Gelacht haben am Ende aber auch alle.

Und dann war der Tag fast rum. Gleich endet der Markt und ich muß abbauen, ins Fliewatüüt einräumen. Deshalb hab ich jetzt schon geschrieben und die Veröffentlichung geplant.

 

Erinnerung des Tages:
(Ergänze ich, wenn ich zuhause bin.) Es hat bis jetzt (14.07.2025, 12.45 Uhr) gedauert, daß ich sie ergänzen kann: In einem Ferienlager für Jugendliche, für Mitglieder der FDJ, schlich ich mich in eines der Mädchenzimmer, un dort die halbe Nacht zu kuscheln.

 

Mit einem Danke fürs Lesen schleiche ich mich davon.

Der Emil

 

P.S.: Am 13. Juli 2025 war ich zufrieden mit den in aller Ruhe am Morgen genossenen Kaffee, mit vielen freundlichen Besuchern, mit meinem rundum zufriedenen Gefühl jetzt grad..


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2025 – 193: Gähnend

Ein ziemlich durchwachsener Tag.

 

Auf dem Tisch vor mir steht eine knapp untertassengroße Holzscheibe mit einem Schlitz. In diesen stecke ich je nach Situation selbst beschriftete Schildchen, die auf das hinweisen, was möglich ist oder gerade passiert. Zu sehen ist meist „Schreibstube” oder „Handgeschrieben Ablaß”. Heute allerdings … Viele Leute waren es nicht, die sich während der regnerischen Zeit des Tages in die Burgruine wagten. Und die meisten hatten wenig Interesse an meiner Schreiberei. Also saß ich oft am Tisch, hatte mir die Kapuze der Mönchskutte ins Gesicht gezogen und döste und gähnte in ihrem Schutz vor mich hin. Auf dem währenddessen, heute wirklich sehr oft gezeigten Schildchen steht:

Senstionelle Vorführung: Schlafender Mönch!

Aber ja doch, mehr Betrieb wäre mir lieber gewesen. Dann wäre mir nicht ganz so fad gewesen und ich hätte weniger Zeit zum Grübeln genutzt. (Ich konnte mal wieder meine Fresse nicht halten und war ob der Reaktion darauf heftig überrascht – erweist sich das doch noch als Fehler? Ach, wenn ich das nur schon wüßte.) Am Abend aber stellte ich gerade fest: Es war doch ein netter Tag mit netten Menschen, kann sein, ich war zur Regenzeit nur nicht wach genug.

 

Erinnerung des Tages:
Ich wurde vor knapp zwei Jahren als einer der ersten über den Grund einer längerdauernden Abwesenheit informiert, die nun beendet ist.

 

Mit einem Danke fürs Lesen schleiche ich mich davon.

Der Emil

 

P.S.: Am 12. Juli 2025 war ich zufrieden mit dem trockengebliebenem Papier, mit den mir gezeigten Lächeln, mit einer Begegnung mit schon lange nicht mehr getroffenen Menschen.


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2025 – 192: Ausblick

Einmal ziemlich wörtlich.

 

Ausblick. Zentral im Bild der helle Kirhturm mit Uhr hinter einer niedrigen Burgmauer. Rechter Bildrand wird von enem Laubbaum dominiert.

Was ich am Wochenende sehe.
Ausblick auf Elsterberg.

 

Da findet man mich morgen und am Sonntag tagsüber, im Habit natürlich, als Marktmönch. Möge es nur sehr, sehr wenig regnen und moderat temperiert sein.

 

Erinnerung des Tages:
Als ich das erste Mal zu einem Markt hier war, parkte das Fliewatüüt in der Baustelle hinterm Bauzaun direkt neben meinem Zelt.

 

Mit einem Danke fürs Lesen schleiche ich mich davon.

Der Emil

 

P.S.: Am 11. Juli 2025 war ich zufrieden mit dem gemütlichen Aufbau, mit vielen freundlichen Marktmitmenschen, mit einem schnönen Schwatz am Abend (noch andauernd).


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2025 – 191: Punkte

Die geometrisch nulldimensionalen Konstrukte.

 

Flensburg, Sommersprossen, Marienkäfer oder Wettkampf? Was fällt uns dazu als erstes ein? Die Was-noch-zu-machen-ist-Liste?

Ob dieser erste Gedanke etwas über uns aussagt, etwas über unseren Charakter?

Bei mir sind es die Mudschekiebchen (Sächsisch und Hallisch für Marienkäfer) und die Sommersprossen. Abgehakt fällt mir auch noch ein und das Muster von Stoffen aus den Auer Werkstuben, die Flügel der Grünhainichener Engel … Klassenarbeiten. Die heute üblichen Punktzahlen beim Abitur spielten an der EOS keine Rolle. Akkupunkturpunkte. Beim Skat hießen sie Augen, beim Schach gibt es halbe und ganze Punkte.

Komm doch mal zum Punkt, höre ich jemanden sagen. Und ich denke, ich habe meinen Punkt gemacht …

Kurzer Nachtrag zur Überschrift: In der Geometrie ist ein Punkt, dieses Gebilde ohne irgendeine Ausdehnung, ein tatsächlich nulldimensionales Objekt.

 

Erinnerung des Tages:
Früher begleitete ich meinen Vater auf den Friedhof, zum Gießen, heute sah ich nach seiner Grabstelle.

 

Mit einem Danke fürs Lesen schleiche ich mich davon.

Der Emil

 

P.S.: Am 10. Juli 2025 war ich zufrieden mit der Ruhe am Morgen (trotz Telefonklingeln), mit gesehener und gesprochener Verwandtschaft, mit einem eingelösten Versprechen.


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