Die Notwendigkeit sehe ich durchaus ein – doch die Umsetzung …
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Ich habe nicht gezählt, wie oft ich hier über Entsorgtes und Weggegebenes schrieb. Aber ich habe den Eindruck, daß die Masse des gehorteten Krempels sich noch kein bißchen verringert hat. Im Gegenteil: Beim Aus- und Umsortieren bilden sich Haufen, füllen sich Kartons – und ich weiß wirklich nicht, wohin damit. Sicher, wenn (!) ich mich von diesen (zurückbehaltenen) Dingen trennen könnte, wären die Fortschritte größer. Aber was sich so (neu, und doch nur anders angeordnet) sammelt, sind Sachen, die ich einfach (noch) nicht weggeben kann. Die Erinnerung, auch der Wert, den sie einstmals beim Kauf oder der Anfertigung gehabt haben müssen, diese zumeist vor dem Müll und dem Wegwerfen geretteten Gegenstände … Ich spüre, daß mir jede (für mich wirklich überflüssige) Büroklammer Schmerz verursacht, wenn ich sie durch mich ungenutzt zu Abfall erklären muß. (Und ganz schlimm ist das mit Schreibgeräten, Ton- und Datenträgern und Papier.) Das ist doch nicht mehr „normal”, das hat doch schon messihafte Züge?
Mittlerweile habe ich mir Ziele gestezt: Bis Ende Oktober möchte ich so weit gekommen sein, daß nichts „Gesammeltes” (Bücher, Schallplatten, Kartons mit Schreibmaterial, Unmengen potentieller Schmierzettel u. ä.) mehr auf dem Fußboden lagert. Das wird nicht leicht! Außerdem müssen die drei Haufen vom Schreibplatz verschwinden, die ich zur Zeit täglich auf die Couch und wieder zurück umräume. Und (Ziel 2) bis Weihnachten wird Zwergenbein, der noch immer nur provisorisch untergebracht ist, an seinen von mir ihm zugedachten Platz kommen, jawohl. (Das bedeutet, daß ich auch zwei als reine Krempelablage zweckentfremdete Möbelstücke loswerden muß. Wohin mit all dem, was jetzt darauf liegt und steht?)
Drückt mir die Daumen, bitte, und wünscht mir Kraft und Mut und Entschlossenheit zur Trennung von ganz viel Kram und Krempel. Es ist notwendig, auch wenn ich vieles nur unter Schermzen weggeben können werde.
Heute weggegeben bzw. entsorgt:
Drei Souvenier-Aschenbecher fanden im Haus neue Nutzer, 23 Bücher stellte ich in ein Öffentliches Bücherregal #publiclibrary.
Mit einem Danke fürs Lesen schleiche ich mich davon.
P.S.: Zufrieden war ich am 12. September 2024 mit den Texten von kurz nach Mitternacht, mit meiner Ehrlichkeit, mit dem Ersatz für den kaputten Heizlüfter.
© 2024 – Der Emil. Text unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).


Dein weggegeben bzw. entsorgt hat mich vor einiger Zeit dazu animiert auch regelmäßig etwas zu entsorgen. Es ist bei mir aber eher ein gutes Gefühl leichter durchs Leben zu gehen.
Mir geht es genauso.
Plötzlich wächst in mir die Energie, fast schon die Lust, meine Bude wieder auf Vordermann zu bringen.
Vielleicht ist ja heute der richtige Tag, um damit zu beginnen.
Ich finde das unglaublich mutig, dass du angefangen hast, dich von vielem zu trennen. Manchmal können wir gar nicht richtig nachvollziehen, wie schwer das manchem fällt.
Da ich nun nicht wieder umziehe, tobe ich ab und an durch die Schränke und sortiere alles aus, was ich schon lange nicht mehr brauchte und auch nie wieder brauchen werde. Das ist dann richtig befreiend.
Ich drück dir die Daumen.