2023/149 – Feiertagsleben


Für manches fehlt mir das Verständnis.

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Wenn an einem Feiertag „die Arbeit ruhen kann”, dann ist es Zeit für die ausgiebige Beschäftigung mit dem Hobby oder anderen Dingen, die vielleicht neben der Arbeit liegenbleiben mußten. Bloß keine freie, „leere” Zeit. Bloß keinen Leerlauf zulassen, denn in dem hätte der Mensch plötzlich Zeit zum Denken! Horror vacui?

Denken ist etwas, das vielen gefährlich erscheint, denke ich. Denken scheint etwas zu sein, wozu viele auch keine Lust mehr haben, denke ich oft kopf­schüt­telnd. Dann wird häufig Ablenkung gesucht, benötigt, welcher Art auch immer.

Das klingt fatalistisch? Oder ist in euren Augen keinesfalls so? Aber ich sah an diesem Wochenende viele, die sich ablenkten, ablenken ließen – und ich führte Gespräche, in denen genau das thematisiert wurde … (Und ja, auch ich lenke mich als #MarktMönch #BruderEmil ab vom Alltag.)

 

Ich schleiche mich davon und sage Danke fürs Lesen.

Der Emil

 

P.S.: Am 29. Mai 2023 war ich zufrieden mit der Stille am frühen Morgen, mit dem Kaffee bei Nachbars, mit dem Ausklang des langen Wochenendes.

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Über Der Emil

Not normal. Interested in nearly everything. Wearing black. Listening. Looking. Reading. Writing. Clochard / life artist / Lebenskünstler.
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2 Kommentare zu 2023/149 – Feiertagsleben

  1. Gudrun sagt:

    Warum sollte man nicht denken wollen oder können, wenn man einem Hobby nachgeht? Freud meinte, dass der Kopf frei wird, wenn die Hände beschäftigt sind. Mir kommen die besten Ideen bei der Ausübung meines Hobbys. Und deshalb liegt da immer ein Zettel und ein Stift. Allerdings ist es bei mir egal, ob Montag, Mittwoch oder Freitag ist. Ich arbeite nicht mehr.
    Ich hoffe, du hattest eine tolle Zeit auf dem Markt.

    • Der Emil sagt:

      Ui. Da habe ich mich wirklich nicht klar genug ausgedrückt.

      Es gibt Menschen, die eine „leere Zeit“, Zeit, in der sie Zeit zum Nachdenken hätten, nicht ertragen zu können glauben. Deshalb stürzen sie sich in „Aktivitäten“ (die sie Hobby nennen), bei denen wenig eigenes Denken notwendig oder möglich ist. Und lassen sich auf Teufel komm raus ablenken. Weil sie beim Nachdenken auf Dinge stoßen, die bedrohlich wirken oder sind und auf Ungewißheiten, die ängstigen. Ich hab nicht deutlich dazugeschrieben, daß ich diese Menschen meinte …

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