Wieso ich eine Minute einfach so stehenblieb
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Auf dem Weg von dort nach hier, der mich an da vorbeiführte, lag plötzlich sie vor mir. Die kleine Maus, der irgendein Unglück geschah. Vielleicht fiel sie vom nassen und deshalb rutschigen Dach (Altbau, fünf Stockwerke) in einem unvorsichtigen Moment. Oder sie ist einer unaufmerksamen Katze entwischt. Ob sie den Flug oder die gelungene Flucht noch wahrgenommen hat? Hat sie schwer gelitten? Schmerzen hatte sie gewiß – hoffentlich dauerte der Todeskampf nur kurz.
So stand ich eine Weile, eine Minute vielleicht und litt mit dem Tier – nein, das stimmt so nicht: ich hatte Mitleid mit dem Tierchen, empfand gar Trauer über das vielleicht zu früh beendete Leben. Das ist mehr, als bei manchem Menschen mit mir geschieht. Lag es an der Unmittelbarkeit der Begegnung? Am Überraschungsmoment? An der Winzigkeit des Tiers? Es wird jetzt im Mäusehimmel sein und in einem riesigen Schweizer Käse wohnen, der mit Körnern und Speck gespickt und für Katzen unerreichbar ist.
Seltsame Gedanken auf meinem Weg angesichts eines täglich tausend-, sogar millionenfach geschehenden Todes.
Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.
P.S.: Positiv am 18. September 2014 waren die geschaftte Datenmenge und der Abend.
Tageskarte 2014-09-19: Die Zwei der Stäbe.
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(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).



so gehts mir oft. ich bin froh, solche gedanken und gefühle haben zu können. jedes leben ist einmalig und unvergleichlich angesichts der ganzen welt.
schön, dass du das wahrnimmst und geteilt hast.
Die Leichtigkeit des Frühlings und des Sommers gehen dahin. Es wird Herbst. Die Gedanken des Vergangs, des Sterbens treten jetzt an jeden Menschen heran. In unserem Bewusstsein ist der Mäusehimmel? Der Glaube an Jesus Christus ist auch in uns.
Ich bin schon mal aus dem Auto ausgestiegen, um eine überfahrene Katze zu beerdigen, die einfach liegen gelassen wurde und mir leid tat. Tot und dann noch dutzendfach überrollt von nachkommenden Autos, das konnte ich nicht ertragen
Mir geht es bei so etwas genauso wie Dir. Ich kann da nicht einfach vorübergehen, ohne mir Gedanken zu machen.