Immernoch lächeln, auch beim Umgang mit Lob
To get a Google translation use this link.
Es folgt einfach lautes Nachdenken.
Wirklich. Ich lächelte auch am Sonntag noch immer vor mich hin. Zum einen, weil mich die Reaktionen auf das verrückte Huhn so freuten und verlegen machten, zum anderen bin ich noch immer in einer sehr gelösten, sehr zuversichtlichen und zufriedenen Stimmung.
Und ich habe keine Ahnung, wo die herkommt!
Früher, früher hätte ich mir jetzt den Kopf zerbrochen, was denn da auf mich zukommt. Denn so gut geht es mir doch nur kurz vor einem tiefen Absturz? Da kommt doch immer was hinterher. Immer.
Immer. Nie. Ständig. Alle. Niemand. Jeder. Keiner. Noch nie.
Worte, die ich in Aussagen zur Zeit vermeide. Weil diese Verallgemeinerungen meist nicht richtig sind. “Nie räumst Du Deinen Krempel weg!” “Immer muß ich Dir alles hinterherräumen!” “Du sagst mir nie, daß Du mich liebst!” “Jeden Sonntag rennst Du auf diesen beschissenen Fußballplatz!”
Kennt ihr auch, oder? Also, diesmal erwarte ich nicht, daß irgendetwas Böses geschieht, nur weil es mir mal gutgeht. Ich habe keine Angst vor etwas, daß aller Wahrscheinlichkeit nach nicht geschehen wird.
Hm. Bin ich so, weil die Angst fehlt? Kann sein. Fehlt die Angst, weil ich so bin? Kann auch sein. Woran liegt das alles? Ist mir gerade egal. Weil es mir nämlich gutgeht. Aber nach der Ursache muß ich schon noch suchen …
Vielleicht kann ich auch deshalb gerade so ehrlich sein und zugeben, daß mich Lob natürlich sehr freut, stolz macht, mich zufrieden sein läßt. Vielleicht gebe ich auch deshalb zu, daß mich Lob, vor allem öffentliches Lob richtig verlegen macht! Ich werde beim Empfang lobender, meiner Meinung nach übertrieben lobender Kommentare sogar rot. Ich schäme mich irgendwie dafür, daß ich gelobt werde.
Und doch genieße ich zustimmende, bewundernde, lobende, schmeichelnde Kommentare. Auch im realen Leben freue ich mich über solche Mitteilungen. Aber dann sieht mein Gegenüber, daß ich erröte, verlegen werde und bin.
Und wenn mir dann noch jemand sagt, daß ich das Loben doch bitteschön genießen soll … Hey – ich hab es mir lange Jahre nicht gestattet, mich davor gedrückt! So schnell gewöhn ich mich nicht wieder daran!
Aber ich übe es weiter, noch immer vor mich hin lächelnd …
Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.
P.S.: Positiv am 13. November 2011 war der Weckanruf, das leckere Essen, die Menge der erledigten Dinge.
© 2011 – Der Emil. Dieser Text steht unter einer creative common license für Deutschland 3.0
(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung):
318 / 365 – One post a day (WP-count: 426 words)


Du hast doch etwas getan. Da kann man auch gelobt werden und das Lob genießen.
Schlaf gut, und in der Früh einen guten Start in die Woche.
Emil, NIE und IMMER sind 2 ganz gefährliche Wörter … und ja, Lob darf man, ach, was schreib ich … MUSS man genießen 🙂
Schönen Montag
SK
Pingback: Ein Haus im Wald « Sweetkoffie's Blog – Leben live
Ehrlich gemeintes Lob ist wunderbar! Genieße es einfach, oder versuche es – machst Du zum Teil ja schon. Ich wünsche Dir, dass dieses gute Gefühl von langer Dauer ist!
Na gut. Wir üben mit dir. Du bekommst von mir ein Lob, weil du so bescheiden bist. Das kann nicht jeder sein und ich empfinde dies als Tugend.
Verallgemeinerungen vermeiden sollte mensch nicht vergessen, hm…
Das weißt auf das klassische „alles bitte im richtigen Maß“ hin. Aber wenn nun nicht „alles“ gesagt werden soll.. gibt es denn etwas, das mensch maßlos tun, genießen etc. sollte ? *grübel*
Mensch sollte das Leben ohne alles Maß genießen! Maßlos lieben! Und diese beiden Dinge vor allem ohne Zeitmaß … Oder?
Ja.