Aus meinen Alltagsbeobachtungen geschlußfolgert:
Mein Sprachgebrauch hat bewußte Veränderungen nötig.
Und zwar immer dann, wenn es ums Denken geht. Denn häufig nenne ich es „nur” nachdenken, wo ich – präziser ausgedrückt – etwas bedenken muß, ehe ich z. B. entscheide oder handele. Vorher bedenken und nicht vorher nachdenken … Ja, es ist allgemeiner Sprachgebrauch; und wahrscheinlich stört sich daran gerade auch niemand außer mir. Dennoch stutzte ich heute einmal mehr beim ungewollten Zuhören im Bus über genau diesen Satz: „Darüber muß ich vorher nachdenken.” Das klang in dem Moment so absurd, daß es sich in meinem Kopf festsetzte.
Außerdem habe ich zur Zeit auch das Gefühl, daß viele es als belastend empfinden, selbst denken zu müssen. Es gibt doch haufenweise „fertige”, „einfache” „Lösungen” für die meisten Probleme, oder nicht? Wozu also den eigenen Grips anstrengen? Unnütze Energieverschwendung, die Menschen haben gar nicht die Zeit, sich so lang auf eine Sache zu konzent…
Oh, ein Eichhörnchen! Aber ein graues, sind das nicht die bösen, kranken Tie…
Was hat dieser Politiker gesagt? Ach, das betrifft mich ja ni…
Wieso ist hier die Straße gesperrt? Oh, wieder ein Fußgänger, der an der Ampel nicht zuerst die Autos vorbeigelass…
Übertriebene Beispiele für die geringer werdenden Aufmerksamkeitsspannen. Und bei allem, was selbst gedacht, bedacht werden müßte, höre ich: „Das geht mich doch nichts an, das betrifft mich doch nicht, was kann ich daran schon ändern, darum muß sich jemand anderes kümmern.” Das finde ich irgendwie nicht richtig, sogar falsch. Woran das wohl liegen mag? Darüber muß ich mal nachd… Nein, da sollte ich mir die Zeit nehmen, das ausgiebig zu bedenken.
Heute weggegeben bzw. entsorgt:
Ins Öffentlichen Bücherregal neben dem Fairteiler stellte ich sieben Bücher.
Mit einem Danke fürs Lesen schleiche ich mich davon.
P.S.: Am 11. Oktober 2025 war ich zufrieden mit den erledigten Einkäufen, mit der ersten Fahrt in einer TINA (es gibt viel zu scrollen), mit drei Broten aus dem Fairteiler.
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(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).

