005.2026: Es ist gut

Obwohl es sich im Nachhinein irgendwie seltsam anfühlt.

 

So. Das war dann eine sehr schnelle, selbst von mir nicht so vorhergesehene Sache: Scheiß auf 5500 aufeinanderfolgende tägliche Beiträge (Schluß mit Beitrag 5482). Denn gestern fehlte mir nämlich jegliche Idee und darüberhinaus auch noch jegliche Lust auf einen neuen Blogbeitrag. Nun, es fühlte sich vorher wirklich bedrohlich an, mit dieser Routine zu brechen – und das war es nun doch nicht. Aber ich muß mich noch daran gewöhnen, daß ich nicht mehr täglich liefern muß/will/kann.

Keinen täglichen Beitrag zu schreiben heißt auch, etwa zwei Stunden weniger pro Tag verpflichtet zu sein. Wie? Zwei Stunden am Tag? Ja, diese Zeit benötigte ich im Durchschnitt für einen fertigen Artikel. Es ging auch schneller, na klar, aber an man­chen saß ich auch wesentlich länger. Da vernachlässige ich sogar all die Zeit, die ich z. Bsp. lesend verbrachte, um Ideen zu finden, da denke ich nicht an all die notierten Zeilen, die nie Verwendung fanden (bisher).

Ja, ich bin auch ein wenig traurig ob des Endes einer 15jährigen Routine. Weiß nicht, wie ich es ohne aushalten werde und vor allem, wie lange ich es aushalten kann. Da sind einige Ideen, die in meiner Vorstellung nur mit ihrer Wiederaufnahme richtig gut funtionieren können (vielleicht hätte ich Herrndorf nicht wieder lesen sollen).

Statt darauf herumzudenken, sollte ich mich mit anderen Baustellen beschäftigen. Dinge loswerden, die zwanzig Jahre von mir hier in dieser Wohnung aufbewahrt wurden und werden, von deren Existenz ich zwar weiß, die ich aber in all der Zeit nicht ein einziges Mal in der Hand hatte. Einiges davon hat seine Bedeutung für mich zwar noch nicht ganz verloren, aber … Da ist viel Ballast dabei, den ich loslassen möchte. Ich hoffe, ich schaffe das.

 

Da sitze ich nun. Es ist etwas weg, von dem ich dachte, daß es zu mir gehört, mich sogar zum Teil ausmacht. Es ist noch viel zu viel da von dem, das ich nicht loslassen konnte bzw. kann … Ihr werdet ja lesen können, was mir die Zukunft bringt.

 

Aufgefallene Erinnerung:
Es gab Zeiten, in denen die gesammelten und aufgehobenen Erinnerungsstücke mir Sicher­heit vermittelten (Sicherheit vor dem Vergessen).

Weggegeben bzw. entsorgt:
Ich sortierte die Medikamentenkiste durch: Alles weit über dem angegebenen „Verwendbar bis” ist im Müll …

 

Mit einem Danke fürs Lesen schleiche ich mich davon.

Der Emil

 

P.S.: Zufrieden machten mich am 05. und am 06.01.2026 ein – von außen betrachtet – abruptes Ende mit abgefallener Last, der ruhige Beginn des Feiertages, gescanntes Papier (ob ich auch alle meine Kladden scannen sollte?).


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Über Der Emil

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6 Kommentare zu 005.2026: Es ist gut

  1. Nati sagt:

    Und? Es ist nichts passiert, oder?
    Ich wünsche dir weiterhin viel Mut und Durchhaltevermögen, Emil.

  2. piri sagt:

    Oh schade, aber Zwang soll bloggen nicht werden. Alles, alles Gute dir und bleib nicht völlig weg – bitte!

  3. Franci sagt:

    Moin Emil,
    ein sehr tapferer Schritt in eine unbekannte Richtung – Chapeau.

  4. Flusskiesel sagt:

    Aus so einer Blog-Routine auszubrechen kann auch wieder Lust aufs Bloggen machen. Ich wünsche Dir, dass Du freie Zeit genießen und darüber hier berichten kannst. 🙂

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