Mit Worten gemalt: Stilleben. Oder Dystopie?
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Die Freundschaften sind lockerer geworden. Die Zäune und Mauern zwischen den Schuhschachtelhäusern wuchsen weiter in die Höhe, doch überragten sie die Gebäude noch nicht. Die Wege zwischen den Grundstücken waren zugewachsen, niemand ging sie mehr. Auf dem Kinderspielplatz neben der Hausnummer 13 machten es sich Disteln und Brenneseln bequem; die wenigen Ratten brachten die Wippe nicht in Bewegung. Ein jäh losknatternder Freischneider zerschnitt unüberhörbar, unerwartet und unerschütterlich die stille Idylle.
Erinnerung des Tages:
Zwischen unserem und dem Nachbarhaus wurde von unseren Vätern ein Durchgang im Zaun geöffnet, auf daß wir Kinder nicht mehr übers Schuppendach klettern mußten (leichterer Weg als über den Zaun).
Mit einem Danke fürs Lesen schleiche ich mich davon.
P.S.: Zufrieden war ich am 14. Oktober 2024 mit den erledigten Haushaltsdingen, mit der endlich begonnenen Näharbeit (Jeans kürzen ohne Nähmaschine), mit der Absprache eines Termins für diese Woche.
© 2024 – Der Emil. Text unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).


Lieber Emil, es wird an der Zeit, Dir zu danken, für die vielen ‚Momentaufnahmen‘ Deiner Erlebnisse, die Du uns täglich berichtest. Wieviele Bücher hast Du inzwischen entsorgt, bzw. in das Geschenk-Regal zur kostenlosen Mitnahme gestellt? Ich hätte da auch noch einige. Leider fehlt hier in Duisburg solch ein Ort.
Bei Deinen Berichten über Mahlzeiten musste ich an den armen Friedrich Schiller denken, der aufgrund seines Geldmangels Eierkuchen und Salat aß.
Ich wünsche Dir eine gute Zeit und viele neue Imspirationen. Liebe Grüße, Gisela 🪁🍁🎃🍂
Ich kann mich daran erinnern, daß es in einer Diskussion mal den Hinweis auf die Bürgerstiftung Duisburg gab, die öffentliche Bücherschränke betreut …
Noch habe ich viel zu wenige der Bücher „zurückgegeben” (sehr viele habe ich aus „Zu-verschenken-Kisten” und auch aus den öffentlichen Bücherregalen geholt).
Erlebnisse und Phantasien. Und manches Rezept für meine Mahlzeiten stammt noch aus mageren Zeiten. Mir hat es bei den Großeltern immer besser geschmeckt als überall anders, vielleicht auch gerade weil es eher Arme-Leute-Küche war.
Danke.