Ein kleiner Auftrag an mich selbst.
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Noch bin ich wirklich nicht angekommen in diesem neuen Jahr. Ja, das neue Datum macht mir keine Probleme – aber alles andere ist noch spritzig wie ein Leimeimer. Der vierte Tag in Folge, in dem ich nur mal kurz draußen war. Mir die Gegend angesehen habe und nichts Fotografierenswertes sah. Bücher habe ich weggebracht und bei der Sparkasse war ich. Doch selbst an den Ententeichen waren nur sehr wenige Wasservögel und Menschen zu sehen. Nein, das graue Wetter stört mich wirklich nicht; ich mag es so novemberig und dämmerlich.
Mir ist, als wäre ich mit einem Schlag, gut, in sehr kurzer, in kurzer Zeit alt geworden, damit auch unbeweglicher und langsamer, zerstreuter und knurriger, schweigsamer und weniger interessiert. Oder bilde ich mir das nur ein? Wahrscheinlich, hoffentlich. Andererseits wurde mir schon so manches zuviel, das mir früher Ablenkung oder Erbauung war. Zwei dieser Dinge möchte, nein, werde ich mir jetzt wieder gönnen.
Außerdem habe ich in der vergangenen Nacht etwas mehr als 13 Stunden geschlafen, nach vier Tagen Nichtstun oder Wenigtun. In mir ist … eine Müdigkeit, die ich nicht wegschlafen kann. Die ich aber auch nicht will. Gegen die ich etwas (aber was nur) unternehmen müßte, sollte, will. Bitte gebt mir keine Ratschläge diesbezüglich; was nicht aus mir selbst kommt, kann ich nur äußerst schwer umsetzen.
Zweierlei Erbauliches. Ja, das schaffe ich wieder (wenn es auch mühsam sein wird, wieder damit zu beginnen). Und morgen schon fange ich mit einem davon an. So werde ich nach und nach sicher bald ankommen in diesem Jahr und am Ende der großen Müdigkeit. Dann komme ich auch wieder mit anderen Texten daher.
Erinnerung des Tages:
In einem meiner Kinderbücher hat wahrscheinlich meine Mutter (der Schrift nach) mit Bleistift eingetragen: „Zum Andenken an den Ferienspielen 9.7. – 28.7.73”. Das waren meine ersten Ferienspiele (fast Ganztagsbetreuung und -bespaßung im Hort und in der Schule) im neuen Wohnort. Ich war da immer gern dabei.
Mit einem Danke fürs Lesen schleiche ich mich davon.
P.S.: Zufrieden war ich am 4. Januar 2024 mit etwas erledigter Bürokratie (ich hasse das, ehrlich), mit Instant-Nudeln, mit zwei Bechern Buttermilch (aaah, lecker).
© 2024 – Der Emil. Text unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).


Liegt es bei dir auch daran erst einmal abzuschalten von all dem Trubel im Dezember?
Nein. Ich hatte keinen Trubel, bei mir ist die Advents- und Weihnachtszeit normalerweise positiv besinnlich, ist sie auch jetzt. Aber diese Müdigkeit, die kenne ich aus der Zeit nicht.
Bei mir ist sie auch positiv belegt, der Trubel strengt trotzdem an. Zumindest bei mir.
Ich habe/hatte keinen Trubel. Echt nicht.
wir sind auch müde und antriebslos, können Dich also gut verstehen.
Du schreibst:“Zufrieden war ich am 4. Dezember 2024 mit etwas erledigter Bürokratie“
das hat uns verwundert, hatten wir doch gestern den 4. Januar – passt aber zu unserer Stimmung 😉
Huch! Ja, das ist ein Fehler.
Der vierte Januar war es, ich korrigiere es gleich. Danke für den Hinweis.