Mit einem Beispiel versehen. Kleine Spielerei.
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Echte Kommunikation erfordert kurze Sätze.
Jedenfalls bei mir. Sonst habe ich am Ende eines Satzes, dessen Länge nicht nur meine Aufmerksamkeitsspanne übersteigt, längst vergessen, was mein Gegenüber, wie sehr bemüht auch gesprochen wird, um mir das Verstehen zu erleichtern, oder gar dann, wenn das Verstehen eben geradezu unmöglich gemacht werden soll, unter Umständen in diesem langen, zudem noch tief verschachtelten Satz zu verbergen versucht; und dann fühle ich mich, wie so viele Andere, durchaus hintergangen, in die Irre geführt, nicht wirklich wahrgenommen – dabei gehört Wahrnehmen für mich zum guten Ton der Kommunikation dazu, während in einem wissenschaftlichen Buche eines Philosophen vom Range Immanuel Kants Sätze durchaus über mehrere Seiten sich erstrecken dürfen.
Ich schleiche mich davon und sage Danke fürs Lesen.
P.S.: Gut fand ich am 25.03.2022 das Ende eines ausgelesenen Buches, zwei Kannen Tee getrunken zu haben, die fertige Sendung.
Für morgen zog ich die Tageskarte Sechs der Stäbe.
© 2022 – Der Emil. Text unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).


Klasse! 😂
Manchmal, manchmal überkommt es mich einfach …
Ehrwürdig, der kleine Text!
(Mist, jetzt habe ich die Sendung schon wieder verpasst. Aber zum Glück gibt es den Montag, 11 Uhr!)
Oh, Du machst mich wieder erröten.
(Ich kam vorhin ins Bad und hörte mich reden. Es dauerte eine Weile, ehe ich bergriff, daß meine vorproduzierte Sendung lief 😉 )
Köstlich!
Was für eine Sendung machst Du und wo kann man die hören?
Liebe Grüße Lin
Alle zwei Wochen bin ich bei Radio Corax, einem nichtkommerziellen Lokalradio, zu hören (24-h-Vollprogramm auf UKW, werbefrei). Die Sendung heißt „Buchfink – Literatur zum Hören“ und ich lese aus den unterschiedlichsten Büchern immer ein Stück vor. Freitags 20-21 Uhr (oder Mo 11-12 die Wdhlg.), der Stream ist auf der Webseite zu finden.
Mmmm, Wahrnehmen gehört zum guten Ton der Kommunikation. Manchmal endet sie an dieser Stelle aber auch einfach.
Mir gefallen kunstvoll gebildete lange Sätze ja durchaus. Nur nicht dann, wenn ich etwas im Gespräch (oder in einem Messenger) schnell verstehen muß/soll.
Ich habe ja eine heimliche Leidenschaft für Schachtelsätze und habe im Blog früher mal Einsatzgeschichten geschrieben. 😉
Auch das hat ja seine Berechtigung und an solchen Geschichten kann ich mich erfreuen. Aber wenn jemand wünscht, daß ich ihn verstehe und angemessen reagiere …
ich schrieb einmal einem autor, dass es eine zumutung wäre, für das lesen seines buches ein fachlexikon kaufen zu müssen(vor der pc-zeit!). ich denke, bei gutem schreiben gehört auch dazu, es möglichst so zu schreiben, dass interessierte es ohne lexikon in weiten teilen lesen und überdenken können. und kurze sätze sind durchaus hilfreich. lieben gruss, roswitha
ps. der autor antwortete nicht
Das klingt sehr nach Betriebsblindheit. Sollte es sich allerdings um ein (sehr spezifisches) Fachbuch gehandelt haben, dann verstehe ich, daß da ein besonderes Wissen vorausgesetzt wurde/wird. Allerding wirklich nur bei sehr speziellen Fachbüchern …