Ein Denkanstoß aus einem Buch.
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Wie alt möchte ich werden?
Was für eine Frage! Und wieso stelle ich mir die? Es möchte doch jede:r so alt als nur irgend möglich werden? Oder?
Eben. So ist es bei mir eben nicht. Beziehungsweise: So ist es bei mir nicht ohne eine bestimmte Bedingung. Solange alles noch gut funktioniert, ich noch nicht übermäßig unter „altersgemäßen” Gebrechen leide. So lange möchte ich leben und alt werden. Irgendwo spielt da die Maxime „bloß nicht zur Last werden” auch eine Rolle. Woher das kommt? Ich weiß es nicht sicher, ahne nur und möchte nicht darüber spekulieren. Und so ganz genau möchte ich hier auch nicht ausbreiten, woran ich diesen Punkt konkret festmachen werde bzw. festgemacht habe.
Keine Sorge, das Leben und Altern wird schon noch einige Jahre funktionieren. Außerdem habe ich keine Ahnung, was ich in dem Moment tun könnte oder vielleicht noch tun kann, da ich etwas bemerke …
(Nein, ihr müßt hier wirklich nicht antworten. Ich kann dazu auch keine [weiteren] Fragen beantworten.)
Ich schleiche mich davon und sage Danke fürs Lesen.
P.S.: Am 16.11.2021 waren positiv die schnell erledigten Haushaltsdinge, die reibungslose Reise, auffallend viele Nebenbeinotizen.
Die Tageskarte für morgen ist XIII – Der Tod (schmerzhafter Abschied mit Wandel und neuem Anfang).
© 2021 – Der Emil. Text unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).


Ja, lass uns noch eine gute Weile alt und älter miteinander werden und hoffen wir, dass wenigstens Eine=r da sein wird, die, der sagt: du wirst ein bisschen sehr vergesslich – oder so ähnlich.
75 Jahre wären in Ordnung, sofern es mir dann noch gut geht, viel mehr muss es nicht werden. Wenn schon morgen das Licht ausginge, wäre es auch in Ordnung, mein Leben war bis heute überwiegend sehr schön, viel schöner kann es nicht mehr werden. Dieses allgemeine Streben danach, möglichst alt zu werden, kann ich schon lange nicht mehr nachvollziehen, auch glaube ich nicht, dass das jetzt noch besonders erstrebenswert ist. Vielleicht kann man das als „positive Lebensmüdigkeit“ bezeichnen.
Ich funktioniere jetzt schon nicht mehr richtig, bin eine Last, denn ich brauche auch Hilfe. Sollte ich mir da jetzt über mein Ableben Gedanken machen? Ganz ehrlich, ich bin viel zu neugierig um in die Grube zu wollen. Wenn der Kopf nicht mehr will, wenn die Neugierde weg ist, dann sieht das vielleicht anders aus. Meinen Wunsch für diesen Fall habe ich aufgeschrieben.