2021,150: Gänsefedern

Ein Ausflug in ein wirklich kleines Dorf.

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Ein Ausflug. Ich gestehe, ich bin die 25 km mit dem Auto gefahren. Auf gut Glück. Erstens gibt es in diesem Ort, in dem wirklich kleinen Dorf eine Kirche, die ich schon lange foto­grafieren wollte. Das hab ich heute von außen getan. Zweitens habe ich in dem Örtchen jemanden (nach einem Hinweis) unangekündigt besucht, weil ich dort vielleicht Gänse­kiele bekommen kann. Und ja, über die Mauser hinweg werden Handfedern der Gänse für mich gesammelt. Ich habe während des ausgedehnten Schwätzchens eine ganze Weile Hund gestreichelt (und das war dem Hund noch viel zu wenig). Irgendwann werde ich wohl nach den Sommerferien in einer Schule etwas über die alte deutsche Handschrift erzählen und sie auch zeigen. Drittens werde ich morgen schon das Innere der Kirche besichtigen und fotografieren dürfen. Denn auch bei deren Schlüsselbewahrerin schellte ich unan­ge­kündigt, aber mit Empfehlung an der (privaten) Haustür. Wenn ich sehr viel Glück habe, bekomme ich morgen schon einen ersten kompletten Gänseflügel. Und für die Weih­nachtszeit sind mir noch weitere (dann ziemlich schlachtfrische) versprochen.

Nun, in dem kleinen Dorf bin ich eine ganze Zeit rund um die Kirche herumgeschlichen, habe hier und dort interessante Dinge entdeckt. Und ich habe immer wieder Schatten gesucht. Ich habe gut 30 von über 100 Fotos zur genaueren Betrachtung übrigbehalten (die anderen waren verwackelt oder anders gründlich mißlungen). Ich habe außer­or­dent­lich schnell Kontakt zu interessanten Menschen gefunden und bin für deren Offenheit, ihre Freundlichkeit und ihre Bereitschaft, mir zu helfen, einfach nur dankbar.

 

Ich schleiche mich davon und sage Danke fürs Lesen.

Der Emil

 

P.S.: Am ..2021 waren positiv mein Mut (oh ja, einfach so bei fremden Menschen klingeln ist für mich nicht einfach), wunderbare Angebote, ein paar notierte Ideen für die nächste Zeit.
 
Die Tageskarte für morgen ist die Sechs der Schwerter.

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Über Der Emil

Not normal. Interested in near everything. Listening. Looking. Reading. Writing. Clochard / life artist / Lebenskünstler.
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11 Antworten zu 2021,150: Gänsefedern

  1. piri sagt:

    Das liest sich nach einem rundum gelungenen Tag!

  2. Nati sagt:

    Das klingt nach einem schönen Tag für dich Emil, was mich sehr freut.

  3. Gudrun sagt:

    Haha, ein Flederwisch! Da wollte ich immer einen mit in die Kiepe stecken.
    Schön, dass du den Mut hattest, die Fremden anzusprechen. Ich denke, damit bist du einen ganz großen Schritt gegangen, einer der viele neue Möglichkeiten zulässt.
    Die Idee, mit Gänsekielen in einer Schule mit Kindern zu schreiben, finde ich Klasse. Und das nächste Mal kochst du Tinte aus Schwarzdorn.
    So, und ich höre jetzt auf zu spinnen.
    Gute Nacht.

    • Der Emil sagt:

      ’ne ganze Fletzsche – aber ich hab verstanedn, was damit gemeint war. Die Mecklenburger Oma hatte das statt Staubtuch im Einsatz …

      (Ich will auch ’n bißchen Rohr besorgen, also einfach abschneiden, und Holunderzweiglein.)

      • Gudrun sagt:

        Zum Staubwischen sind sie gut. Im Steinzeitpark im Dithmarschen haben wir Korn mit Stein auf Stein gemahlen, mit dem Gänseflügel zusammen gefegt und Fladen draus gebacken.
        Blüht eigentlich der Holunder noch?

        • Der Emil sagt:

          Ja, auf der Tenne war auch einer im Einsatz. Holunder? Ich glaub, der ist durch …

          • Gudrun sagt:

            Ich muss wahrscheinlich eine Hütte neben einen Strauch bauen, damit ich es nicht immer verpasse. So etwas Schnödes wie einen Holunderstrauch gibt es hier in meiner großen Stadt leider nicht.

  4. Sonja sagt:

    Finde ich beachtlich, dieses Nichtonlinsein in einem Dorf, das Zugehen auf die Menschen, das Einsammeln der uralten Schreibinstrumente, alles eben!!
    Gruß von Sonja

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