So manches Risiko ist aus dem Blick geraten.
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Wer lange in einer ungesunden, beißenden Einsamkeit lebt, wird jeden Annäherungsversuch eines anderen Menschen abwehren als einen Angriff auf sein Leben, auf die Art und Weise seiner Existenz. Jeder Versuch, von außen etwas an der Einsamkeit zu ändern, erzeugt Angst. Angst vor dem, was der Einsame nicht mehr kennt. Wonach er sich (manchmal auch, ohne daß das wirklich in sein Bewußtsein dringt) sehnt – nämlich Nähe, Gemeinsamkeit, ein Gegenüber und jemand neben ihm. Beißende Einsamkeit macht bissig, so denke ich. So, wie die ermüdende Einsamkeit eben müde macht. Wer lange Zeit einsam ist, ohne wirklich einsam sein zu wollen (solche Menschen gibt es auch, doch), der krankt nach einiger Zeit daran. Mittlerweile ist es wissenschaftlicher Konsens, daß Einsamkeit krank macht, zumindest aber das Risiko für diverse Erkrankungen signifikant erhöht.
Zur Zeit sind viele Menschen erzwungenermaßen einsam, viel zu lange schon. Wahrscheinlich wäre mit vier Wochen kompletter Einsamkeit für alle (stimmt nicht, aber mit einem wirklichen Lockdown z. B.) der ganze Spuk schon längst wirklich beherrschbar geworden. Ich fürchte, wenn Menschen noch länger mit dieser Ungewißheit und dieser Einsamkeit leben müssen, nimmt die Anzahl einsamkeitsinduzierter Erkrankungen deutlich zu. Nur haben das noch viel zu wenige der Verantwortlichen im Blick.
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Ich schleiche mich davon und sage Danke fürs Lesen.
P.S.: Am 17.04.2021 waren positiv Soljanka aus dem Gefrierfach, Entsorgtes, ein Besuch bei der allerallerallerbesten Freundin.
Die Tageskarte für morgen ist die Sechs der Stäbe.
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