2020-219 — Verlust

Erziehung ist nicht immer von Vorteil.

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Junge Hunde sind schon sehr interessante Tiere. In meinen Augen sind sie sehr oft viel interessanter als die Menschen, die am anderen Ende ihrer Leinen zu finden sind. Und wenn die Tiere noch nicht “vollständig erzogen” sind, sind sie noch lebendiger. In jungen Hunden sehe ich so oft unbändige Lebensfreude, eine Entdeckerlust, einen Ausprobierspaß. Alles Dinge, die vielen Hunden und Menschen aberzogen werden. Oder die die Menschen verloren haben, lange schon verloren haben.
 
Und manche finden all das wieder in dem jungen Hund, den sie dann erziehen müssen.

 

Ich schleiche mich davon und sage Danke fürs Lesen.

Der Emil

 

P.S.: Positiv waren am 06.08.2020 einigermaßen gute Nachrichten, ein Spaziergang entlang der Saale (12.000 Schritte), kühle Weinschorle.
 
Die Tageskarte für morgen ist das As der Stäbe.

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Über Der Emil

Not normal. Interested in nearly everything. Wearing black. Listening. Looking. Reading. Writing. Clochard / life artist / Lebenskünstler.
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6 Kommentare zu 2020-219 — Verlust

  1. Gudrun sagt:

    Da lobe ich mir erziehungsresistente Katzen. Meine Katzenomi Penny ist ja sehr geduldig und lieb, aber sie ist auf dem Balkon der neuen Wohnung mit der Jagt auf Mäuse beschäftigt. Und die Grand Dame Kleo hat immer unbedingten Respekt eingefordert. Ansonsten gab es auch mal einen Kratzer.
    Und was hindert uns eigentlich daran aus gewohnten Erziehungsmustern auszubrechen?

    • Der Emil sagt:

      Ja, Katzen. Natürlich.

      Aber was Hunden so aberzogen wird … Warum?

      • Gudrun sagt:

        Damit sie mit in unserer Wohnung leben dürfen, immer brav sind und nicht nerven, immer fein gewaschen riechen, nie laut sind, …
        Vielleicht sollten wir uns alle mal mit dem „Hygge“ – der Lebensphilosophie der Dänen befassen. Dazu braucht es nicht viel und fängt schon damit an, dass wir nicht mit verbissenem Gesichtsausdruck auf der Straße herum laufen und nicht schon bevor der Satz zu Ende gedacht ist nach dem Aber suchen.

  2. Elvira sagt:

    Diese unbändige Lebensfreude siehst du bei allen jungen Säugetieren. Ich habe letztens Kälber bei unserem Stadtrandbauern über die Weide rennen sehen, das war eine wahre Freude. Vielleicht wird das nicht aberzogen, sondern ist eine ganz normale Entwicklung? Da fällt mir ein Filmbeitrag ein, irgendeine Doku aus einer Bergregion. In einer Szene sah man, wie Kühe nach dem Winter aus dem Stall wieder auf die Weide geführt wurden. Dort angekommen, tobten sie so ausgelassen herum, wie sonst nur die Kälber. Vielleicht gibt es für adulte Säugetiere, also auch uns, nicht mehr so viel Anlässe für unbändige Lebensfreude? Vielleicht ist das ein Grund für den Drogenkonsum jedweder Art? Hach, ich mag Beiträge, die meinen Denkapparat anheizen.
    Liebe Grüße,
    Elvira

    • Der Emil sagt:

      Du meinst, daß da eher wenig aberzogen wird und mehr das Fehlen der Anlässe/Gelegenheiten wirkt? — Hm.

      • Elvira sagt:

        Ja, so in etwa. Egal ob Mensch oder Tier, das Erwachsensein scheint weniger freudvoll zu sein. Unser Hund hatte meistens gute Laune, aber diese Unbeschwertheit seiner Welpen- und Junghundzeit verschwand mit der Zeit.

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