Wiedereinmal kehre ich Inneres nach außen.
Manchmal muß ich schön längst Geklärtes erneut zur Sprache bringen. Vielleicht, weil ich nur vergaß, daß da nichts mehr unklar ist. Vielleicht, weil ich in manchen Bereichen immer und immer wieder die Bestätigung der Richtigkeit meines Denkens und Handelns benötige. Dieses Vergewissern kann natürlich nerven, zu Augenverdrehen führen oder zu Unverständnis. Im besten Fall wird mein Bedürfnis akzeptiert und verstanden und geteilt und erwidert.
Es ist wohltuend, dieses Gefühl der Klärung, der Bestärkung. Da erfahre ich etwas, das ich radikale Akzeptanz, gegenseitige radikale Akzeptanz nenne (in der ich mich noch üben muß, vor allem in der Selbstakzeptanz). Da ist ein Einverständnis, wortreich und wortlos, das sich ausbreitet, wenn alles Gesagte stimmig ist. Den Zustand nannte ich früher Seelenverwandtschaft. Heute habe ich kein Wort dafür, aber ein grandioses, warmes Gefühl dabei.
Ihr verzeiht mir, daß ich euch von dieser sonderbaren Art meines Glücks erzähle. Aber wes das Herz voll ist, des gehet der Mund über (oder die Tastatur). Es ist ähnlich wie das wiederholte Sprechen über Grundsätzliches, dieses Schreiben über die eigenen Gefühle. Nur ist es mir hier verwehrt, zu klar zu formulieren – aber ich denke, das geht so, wie ich es jetzt hier tue. Diesmal weiß ich auch sicher, daß ich mit dem nicht alleine bin.
Mit einem Danke fürs Lesen schleiche ich mich davon.
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(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).

