2020-156 — Manier

Es stirbt aus, dieses Wort.

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Das war – und ist! – bei Handwerkern und Kunsthandwerkern und Künst­lern ganz wichtig, daß die nach guter und traditioneller Manier wirkten und wirken. Die Manier. In der Einzahl. Nicht die Manieren in der Bedeutung von “Benehmen”. Die Manier ist die charakteristische, “echte”, typische Art und Weise, nach der die (wahren) Vertreter eines Berufsstandes ihre (ehr­liche) Arbeit verrichten. Wann hört man das Wort noch in seinem alten Gebrauch?
 
So viele Worte wie dieses erfahren einen (oft negativen) Bedeutungs­wandel oder verschwinden einfach in der Unbedeutendheit und im Vergessen …

 

Ich schleiche mich in alter Manier davon und sage: Danke fürs Lesen.

Der Emil

 

P.S.: Positiv waren am 04.06.2020 ein erledigter Wäschehügel (es war noch kein Berg), zwei im Papierhaufen gefundene Hefte mit verschiedenen Notizen, Kartoffelspalten mit Sour Cream.
 
Die Tageskarte für morgen ist der König der Stäbe.

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Über Der Emil

Not normal. Interested in nearly everything. Wearing black. Listening. Looking. Reading. Writing. Clochard / life artist / Lebenskünstler.
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9 Kommentare zu 2020-156 — Manier

  1. Nati sagt:

    Zumindest kenn ich diesen Begriff, auch wenn ich ihn fast nie gebrauche.

  2. Meister Pong sagt:

    Mir gefallen die alten Worte erkiesen und Grillen. Die verwendet leider auch niemand mehr.

  3. stancerbn sagt:

    „Handschlag“ stirbt vielleicht auch bald aus. Das wäre nicht das Schlechteste.

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