Wovor eine(r) nicht weglaufen kann.
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Sonntag. Er läuft weg vor dem Chaos in seiner Wohnung, denn das Chaos ist ihm zuwider, macht ihn fertig. Natürlich weiß er, daß nur er selbst es beseitigen kann. Doch noch immer findet er keinen Anfang, und der riesige Berg dessen, was da getan werden muß, ist furchteinflößend, läßt ihn sogar jedes Mal davor zurückschrecken, einzelne, kleine Teilaufgaben zu finden und zu erledigen. Er benötigt dringend einen Trick, der dem seinen Schrecken nimmt.
Wenn alle Ratio nicht gegen eine Angst ankommt: Ist aufgeben dann endlich eine akzeptable Verhaltensweise? Nein, ganz sicher nicht. Denn damit bleibt das, was so angsteinflößend ist, und also bleibt auch die Angst. Wie töricht und unangenehm wäre das?
Aus dem Chaos seiner Wohnung konnte er noch immer für ein paar Stunden oder Tage fliehen. Aus dem CHaos seiner Zwänge, Ängste, Zweifel und Gefühle aber im ganzen Leben noch nie.
Ähnlickeiten mit meinem Leben sind rein zufällig und keineswegs beabsichtigt. Jedenfalls ist es bei mir im Moment keineswegs so akut. Ich habe beide Chaosse zur Zeit ganz gut im Griff. Und ich denke, die aktuelle Innenschauserie hier im Blog kann ich nach anderthalb Monaten langsam (zumindest vorübergehend) einstellen.
Ich schleiche mich davon und sage Danke fürs Lesen.
P.S.: Positiv waren am 16.02.2020 wirklich entspanntes Ausschlafen, Unterwegssein in der Stadt, gebratene Zwiebeln und Spiegeleier zum Abendbrot.
Die Tageskarte für morgen ist die Königin der Stäbe.
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(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).

