Eine andere Möglichkeit
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Von meinem Gang über den Friedhof brachte ich noch etwas mit. Etwas, das ich dort zu finden nie erwartet hätte. Und ich nahm mir vor, es heute hier herzuzeigen (ein wenig Planung muß ja schließlich sein). Und dann stand gestern plötzlich noch die Frage vor mir:
richtig sterben? (Unbedingt lesen!)
Ich möchte irgendwann selbst den Zeitpunkt bestimmen, an dem ich meinen Engel heiraten werde.
Das Sterben ist ein Abschnitt, ein oder sogar der Prozeß unseres Lebens, der sozusagen mit der Geburt beginnt. Aber ist das Ende des Sterbens, der Tod, wirklich überall, in allem Vorstellbaren, ein absolutes Ende? Oder ist das Verschwinden, ist der Tod der Raupe nicht vielmehr der Lebensbeginn eines Schmetterlings?
Ein Leben nach dem Tod: Noch hat niemand gezeigt, daß es das nicht gibt, denn noch hat niemand herausgefunden, wo das, was mich ausmacht – mein Wissen, meine Gefühle, meine Träume, meine Erinnerungen – bleiben, wohin all das …
Aber Information kann doch nicht so einfach verschwinden, oder?
Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.
P.S.: Positiv am 16. April 2015 waren eine geschaffte Frühschicht, ein Besuch im Krankenhaus, leckeres Abendessn.
Tageskarte 2015-04-17: Die Drei der Schwerter.
© 2015 – Der Emil. Eigener Text & Bild unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).



Danke für deine kostbaren Gedanken und das Gibran-Zitat!
(Und für den Link zu mir rüber!)
Ein wenig war der verlinkte Text ja doch Anstoß, ander(e)s zu schreiben. Ich muß also auch Dir danken, Du Kalliope so manches meiner Texte.
Oh, Kalliope bin ich gerne (nachdem ich eben gesuchmaschint habe, was es ist).
Danke!
(Na toll. WIedereinmal von mir ausgegangen. Die Musen muß mensch doch kennen.)
(Alle schon, aber die einzelnen Namen vergess ich zuweilen. KALLIOPE aber nicht mehr. Was für ein Kompliment!)
Ja.. selbstbestimmt Sterben.. das ist ein Grundrecht für mich… schade das ich in so einer verquasten, verlogenen Gesellschaft lebe, hoffe die Überalterung wird da einiges richten…
Da zeigt sich aber auch die Schein-/Doppelmoral derer, die „gottgewolltes Leben“ über alles stellen — auch über gottgewolltes Sterben (lebenserhaltende Transplantationen/Maschinen) …
Nichts genaues weiss man nicht … ist Tod = Tod oder ist auch er nur ein weiterer Übergang und stimmt es, dass nichts verloren geht? Das ist das grosse Mysterium des Lebens und weil ja noch immer niemand zurückkam und sagte: hej Leute, habt keine Angst, den Himmel gibt es wirklich, die Engel warten auf euch, müssen wir mit der Ungewissheit leben. Aber wir müssen nicht in Ungewissheit bleiben, wenn es ums sterben geht. Sicherlich auch da wissen wir nichts über den Zeitpunkt, aber wir können wenigstens, wenn wir es mitbekommen und unaushaltsam wird, selbst bestimmen wann wir gehen wollen …
Ungewißheit läßt sich durch Glauben (woran auch immer, und sei es Wissenschaft) aufwiegen.
Daß es Größeres geben muß, davon bin ich überzeugt.
Ein Menschheitsthema!
Jein. Für jeden einzelnen Menschen Thema — in diesem SInne ja.
Ich schätze, dass ich selbstbestimmt sterben werde. Denn wenn ich nicht mehr selbst atmen kann durch meine doofe Krankheit, möchte ich nicht mehr leben. Wie viele werden dann noch beatmet und sie verständigen sich irgendwie per PC.
Ich hoffe und wünsche Dir, Du mußt darüber nicht so bald entscheiden. Und ich kenne jemanden, der beatmet wird, trotzdem noch spricht (wenig, schwer verständlich), sich hauptsächlich per PC verständigt und noch immer leben will …
Ja, da gibt es etliche.
Ob ich das aber will, kann ich im Moment nicht sagen. Nur dieses Beatmen, das möchte ich nicht.
Bin selbst gespannt, wie das werden wird.
Ein wirklich sehr schweres Thema. Ich muss ehrlich sein, ich sitze jetzt da und ich weiß nicht, was ich schreiben soll, weil mir nun viel zu viele Gedanken kreuz und quer durch den Kopf gehen.
Ich schreibe nur soviel: selbstbestimmtes Sterben sollte möglich sein.
Das ist auch meine Quintessenz. Sterben ohne überflüssiges Leiden. Ich habe auch keine Angst vor dem Tod, aber vor dem letzten Sterbeprozeß und dessen Schmerzen …
Mir geht es genauso. Und wenn man von jemandem Nahestehenden miterlebt hat, wie lange ein Mensch leiden musste (Wochen, Monate) bis er endlich „gehen“ konnte, wird die Angst noch größer. Kein Mensch hat so etwas verdient und es schmerzt sehr.