Im Herbst am Fluß (#295)

 

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Blattfluss

 

Geh zum Fluß. Setz‘ Dich ans Ufer.
Sieh Dir die Enten und die Schwäne,
die Wellen und die Bäume, die Landschaft an.

Erlaube den schwermütigen Gedanken
hinauszufließen auf das Wasser.
Sie treiben wie Herbstlaub davon.

Ein doppelter 28er nach Helmut Maier.

 

 

Es ist inspiriert von und auch meine Antwort auf “Spricht Herbstgedanken” in der weBLOGgia und Helmut Maiers 28er “Blätter im Fluss”.

Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.

P.S.: Positiv am 20. Oktober 2012 waren das Ausschlafen, leckeres selbstgekochtes Essen, eine Stunde im heißen Wasser mit ganz viel Schaum.

© 2012 – Der Emil. Text & Bilder stehen unter der Creative Commons 3.0 Unported Lizenz
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295 / 366 – One post a day 2012 (WP-count: 134 words)

Über Der Emil

Not normal. Interested in nearly everything. Wearing black. Listening. Looking. Reading. Writing. Clochard / life artist / Lebenskünstler.
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0 Kommentare zu Im Herbst am Fluß (#295)

  1. syntaxia sagt:

    DANKE!! 🙂
    ..grüßt dich Monika

  2. Das ist ein Toller Post, gefällt mir sehr gut. Genau so ein Bild inkl. Text brauche ich für mein Dualismus von heute…….. ich werde wohl auch zum Fluss mich begeben :).
    Schöner Sonntag dir, Emil. Lass die Schwermut bachab fliessen ;).
    Lieben Gruss – sonja

  3. Elvira sagt:

    Wenn nichts im Universum verlorengeht, was wird dann aus den schwermütigen Gedanken? Hab einen schönen Sonntag!

    • Der Emil sagt:

      Ich hoffe, daß es mit den schwermütigen Gedanken ähnlich weitergeht wie mit den Blättern?

      • Elvira sagt:

        Sie lösen sich in Wohlgefallen auf?

        • Der Emil sagt:

          Blätter lösen sich doch nicht in Wohlgefallen auf! Blätter werden irgendwo, irgendwann umgewandelt zu Humus, der neues nähren kann …

          • Elvira sagt:

            Und die Schwemut? Wen oder was nährt sie, wenn sie auf dem Wasser davontreibt? Daraus könnte sich ein interssantes, philosophisches Gesprächsthema entwickeln.

            • Der Emil sagt:

              Wenn ich die schwermütigen Gedanken loslassen kann und sie davontreiben und (im Nebel der Vergangenheit, der Erinnerungen) verschwinden, ja geradezu verschwimmen: Was kann aus diesem Prozeß erwachsen?

              Entlastung. Aufatmen. Zuversichtsgewinn.

              Vielleicht sind nicht die verblassenden schwermütigen Gedanken das, woraus Neues entsteht, sondern die damit einhergehende Läuterung/Entlastung …

              • Elvira sagt:

                Bei den Blättern sind dann zwei Varianten denkbar: Die eine, die zu Humus werdende Nahrung. Auf der anderen Seite kann der Baum (Strauch o.ä.) erst neues Leben entwickeln, wenn der alte Ballast abgeworfen wurde, also das Laub. Ich sags ja, ein Gedankenreigen!

  4. Frau Momo sagt:

    Genau das habe ich gerade überlegt, heute mal zum goßen Fluß zu gehen. Schönes Bild und schöner Text.

  5. Gudrun sagt:

    Klasse, lieber Emil. Bild, Scheibstil und Inhalt sind einfach eine richtig gute Einheit. Das gfällt mir sehr.
    Ein Gruß von gleich nebenan

  6. luiselotte sagt:

    Wunderschön….wie Text und Bild in sich ineinander greifen…..Liebe Grüße, Luiserl

  7. Der Emil sagt:

    An alle: Danke für die lobenden Worte (ja, tut gut, wie zu lesen; allein ich kanns nicht recht glauben und – ach ihr wißt schon, fast schäme ich mich ein wenig dabei).

  8. Mia sagt:

    Dein Positiv war…… hat mich heute sehr angesprochen. Ich liebe Schaumbäder. Auch da fließen viele schwermütige Gedanken einfach den Abguss hinab. Und ausschlafen – hach *seufz* was will man mehr.
    Lieben Gruß von Mia

  9. Sofasophia sagt:

    wäre loslassen bloss einfacher …
    ein sehr schöner, traurig-mutmachender text!

    herzlich, soso

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