Von einem Geräusch geweckt, einem sehr seltsamen Geräusch.
Es war genau 03.07 Uhr, als ich senkrecht neben dem Bett stand. Ziemlich besorgt, fast ängstlich sah ich mich in der Wohnung um, wohl wissend, daß das Geräusch nicht hier drinnen entstanden war. Denn es klang nach einem sehr großen fallenden Stein, der nach dem Aufprall noch zweimal „aufditschte”. So fand ich hier drinnen auch nichts, was heruntergefallen war – so ungewöhnlich ist es aber nicht, daß sich im Bad Dinge von der Wand lösen, die nur mit Saugnäpfen an der Wand befestigt sind. Das ist auch immer ein Schreck, aber nicht so laut und von anderem Charakter. Das, was fiel, klang auch nicht nach Ziegelstein oder Dachschindel. Pflasterstein (auch aus Beton) oder echter Feldstein kam mir in den Sinn.
Nach ein paar Minuten – ich war im abklingenden Alarmmodus – maß ich Blutdruck. Der Schrecksituation entsprechend hoch, auch der Puls war noch bei 105. Wieder die Frage, ob das nur ein Traum war? Können Träume so weit in die Realität wirken, daß man deshalb beinahe panisch aufwacht? Oder wurde ich wach, weil ich die erste Schlafphase beendet hatte, und es blieb dabei etwas aus dem Traum erhalten: diese Geräusche von fallendem und zweimal aufditschendem Stein?
Ja, ich schlafe fast jede Nacht in zwei Abschnitten. Meist werde ich nach zirka vier Stunden wach; und ehe ich wieder schlafen kann, vergeht eine halbe bis eine Stunde. An manchen Tagen lese ich, manchmal schau ich ins Internet. Heute schrieb ich die ersten beiden Säte in meine Kladde. Das machte mich nicht müde genug. Und so geschah / geschieht es, daß dieser Beitrag in meinem Blog zu völlig ungewohnter Zeit erscheinen wird / erscheint / erschien. Wo genau dieser Stein nun fiel, werde ich wohl nie erfahren. Aber da nach dem Abtippen des Textes und der Ergänzung das Meßgerät wieder für mich normale Werte anzeigt (ohne das Notfallmedikament), versuche ich jetzt, in die zweite Schlafphase zu verschwinden. Ich hoffe, ich habe niemanden mit diesem Beitrag erschreckt.
Erinnerung des Tages:
Gestern Nacht war es sternenklar, jetzt ist es bedeckt und windig; aber die Milchstraße sehe ich noch vor mir.
Mit einem Danke fürs Lesen schleiche ich mich davon.
P.S.: Mitten in der Nacht, lange vorm Aufstehen finde ich echt noch nichts, das mich heute zufriedenmachte.
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Das bringt mich ein wenig zum Nachdenken, da mein Nachtschlaf wohl auch geteilt ist. Meist husche (oder eumele) ich nur mal eben aufs Klo und dann geht es wieder in die Federn.
So ungefähr vier Stunden nach Einschlafen kommt auch bei mir hin.
Es gibt ja die Erklärung, daß Durchschlafen eine Erfindung der Neuzeit ist. Früher mußte nachts das Feuer genährt werden zB … Der natürliche Schlafrhythmus der Menschen soll zwei Schlafabschnitte gehabt haben.
Das ist ein guter Punkt!
Erinnert mich an die Folge von Geschichten aus der Geschichte zum Schlaf:
https://www.geschichte.fm/archiv/gag458/
Kurzfassung: Da im Winter die Tage so kurz sind und man die gesamte Dunkelphase nicht über schlafen kann, war man früher nachts halt immer mal für eine gewisse Zeit wach.
Vielleicht hängt das damit zusammen.
Interessant. Du erinnerst mich an die Nächte in einem Holzhaus einer Frauengenossenschaft im tiefsten Winter 2000, im Epiros. Die Zimmer wurden mit Holzöfen beheizt, und tatsächlich musste man nachts aufstehen, um nachzulegen. Es war übrigens ein fantastisches Schlafen in diesen Häusern, die der Wind leicht zu wiegen schien.