179–2024: Gehen

Krude Gedanken nach einem Zwang.

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Gehen bedeutet für mich, immer einen Fuß fest auf der Erde zu haben oder zumindest auf einem festen Untergrund; gehen heißt für mich, die Boden­haftung nicht zu verlieren; gehen meint für mich auch, nicht zu hetzen und die notwendige Zeit zu nutzen.

 

 

Themenwechsel.

Denn eingedenk des oben Geschriebenen frage ich mich schon, warum so manches „einfach gehen muß – und zwar sofort” (i. S. v. funktionieren, erledigt werden) …

Ich stellte heute wieder fest, daß da Dinge sind in meinem leben, die gehen gar nicht. Selbst wenn ich das erkannt und akzeptiert und deutlich mitgeteilt habe, so überschreiten Andere dennoch wissentlich meine diesbezüglichen Grenzen. Und fordern von mir, was mir kaum möglich ist, unter Androhung von Gefahr für Leib und Leben. Dann bin ich eben ungelaunt, mürrisch, schweigsam, ablehnend und in bestimmten Dingen sogar insistierend bei einem Termin („Welcher § schreibt das so vor? Welcher §? Wie bitte, welcher §? – Ach, keiner?”).

Am Ende Einsicht und Entschuldigung von beiden Seiten. Dennoch war heute eher ein Scheißtag.

 

Heute weggegeben bzw. entsorgt:
Die bereitgelegten Bücher habe ich weggebracht und etwa zehn CDs – der Öffentliche Bücher­schrank (Telefonzelle) am Neustädter Markt ist endgültig weg, wird nicht wieder aufgebaut (Vandalismus, Brandstiftung mit völliger Zerstörung). Es gibt jetzt Bücherregale im Oberge­schoß des Neustadt-Centrums.

 

Mit einem Danke fürs Lesen schleiche ich mich davon.

Der Emil

 

P.S.: Zufrieden war ich am 27. Juni 2024 mit dem wenigen nachgeholten Schlaf, mit dem Bücherwegbringen (es findet noch lange kein Ende), mit leckerer Bratwurst.

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Über Der Emil

Not normal. Interested in nearly everything. Wearing black. Listening. Looking. Reading. Writing. Clochard / life artist / Lebenskünstler.
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4 Kommentare zu 179–2024: Gehen

  1. irgendlink sagt:

    @deremil aber auch: Teig geht. Vielen Dank fürs Schreiben.

  2. Elvira sagt:

    Geerdet sein, meint das etwas ähnliches wie die Bodenhaftung? Ich musste beim Weiterlesen so an Ärger denken, der irgendwann vergeht. Vergehen ist auch eines dieser sonderbaren Wörter mit so vielen Bedeutungen, auch negativen.
    Als ich vor Jahren auf Kreta war, besuchten wir ein Kafeneo, das im ersten Stock lag. Dort gab es auch viele Bücher. Allerdings weiß ich nicht, ob sie zur kurzweiligen Lektüre einladen sollten oder ob das unseren öffentlichen Bücherschränken entsprach.

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