Und dann fehlen mir tatsächlich die Worte.
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Es kann wirklich Liebeskummer sein, der seine Stimmung gerade so niedergeschlagen sein läßt. Zwar haben weder er noch sie bisher etwas über Trennung gesagt. Aber er spürt es doch, wie sie sich zurückzieht, wie er ihr immer unwichtiger wird. Dieses langsame Versinken in der Bedeutungslosigkeit erlebt er mit und bei ihr nicht zum ersten Mal – und jedes einzelne Mal blieb danach weniger Hoffnung als beim Mal zuvor. So sagt er es mir, soweit hat er es bereits verstanden. Doch sein Gefühl und seine Sehnsucht seien unverändert.
Was könnte ich ihm Tröstendes sagen am Telefon?
Ich schleiche mich davon und sage Danke fürs Lesen.
P.S.: Positiv waren am 01.11.2020 das Ausschlafen, eine schnelle Transkription, Käsekuchen zum Kaffee am Nachmittag.
Die Tageskarte für morgen ist der König der Schwerter.
© 2020 – Der Emil. Text unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).


Manchmal kann man einfach nichts sagen – ja muss auch gar nichts sagen.
Dasein und Zuhören – vielleicht auch vorsichtiges nachfragen genügt oft schon.
(Eventuell auch mit dem Satz, dass man selbst auch etwas Zeit braucht, darüber nachzudenken.)
Vielleicht sollte man es dann auch so sagen, dass man gerne trösten würde, aber die Worte fehlen. Einfach mal ein Bier trinken gehen oder jemand in den Arm nehmen, geht ja gerade nicht. Manchmal gibt es da nur Worte oder das Eingeständnis, dass sie fehlen.