Ein Zitat, das mir sehr Bekanntes ausdrückt.
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Müde werden. Müde über all dem zu Vergessenden. Nicht rühren wollen daran. Nicht gebunden sein wollen an dieses gewordene Ich. Es doch bleiben müssen. Ob erinnert oder vergessen. Der Unterschied liegt in den Schmerzen. Den Schmerzen beim Erinnern. — Dagegen ist die Leere nach dem Vergessen angenehm. Angenehm —? — Dieses Gefühl, kalt zu werden. — Bei manchen hat vielleicht das Sterben so angefangen. — Daß ihnen kalt wurde.
Elisabeth Reichart: Februarschatten. Roman. S. 33
Edition Neue Texte im Aufbau Verlag Berlin und Weimar 1985
mit Genehmigung des Verlages der Österr. Staatsdruckerei
© Verlag der Österreichischen Staatsdruckerei, Wien 1984
Lizenznr. 301. 120/29/85 · Bestellnr. 613 227 0
Noch heute berühren mich diese Sätze aus dem Roman, der so wenig mit mir und meinem Leben zu tun hat und in dem ich dennoch haufenweise Gedanken fand, die ich genauso oder sehr ähnlich wälzte. Ich kannte (und erinnere mich sehr deutlich an) dieses Nicht-Wollen, diese Müdigkeit, diese Schmerzen, dieses Erinnern, dieses Kaltwerden. ALles in mir schrie einst, was da geschrieben steht, voller Verzweiflung schrie ich das und kraftlos schrie ich das. Viel zu leise, damit es auch ja niemand hören konnte und mir vielleicht hätte Hilfe anbieten wollen. Ja, ich erinnere mich noch an diese Zustände; zum Glück erlebe ich sie heute nicht mehr oder nur noch sehr, sehr abgeschwächt.
Und ich möchte nie wieder dahin zurück!
Heute weggegeben bzw. entsorgt:
Einen Stapel alter Magazine (c't u. ä.) ging ins Altpapier. (Oh, das viele Geld …)
Mit einem Danke fürs Lesen schleiche ich mich davon.
P.S.: Am 1. April 2025 war ich zufrieden mit den ignorierten (bzw. nicht bemerkten) Aprilscherzen, mit dem Fortschritt beim Ausräumen des Bettkastens, mit Sauerkrautsalat zum Abendbrot.
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(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).

