Aus Erlebtem zusammengereimt.
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Ich habe keine Ahnung, warum das unbedingt in dieser Form ausgedrückt werden wollte.
Dieses unhörbare Rauschen
Wenn ringsum ein Niesel fällt
Läßt mich achtsamer noch lauschen
Auf die Stimmen unsrer Welt
Keine Krähe hör ich rufen
Nirgends klingt ein Hummelbrumm
Laut ist, was wir Menschen schufen
Alles andere scheint stumm
Ach, wie fehlen mir die Klänge
Die ich hörte noch als Kind
Und ich hoff, daß all die Tiere
Nur im Niesel stille sind
Ja: Da, an genau dieser einen Stelle, da reimt es sich nicht. Na und?
Was ich da beschreibe, fällt mir auch auf andere Art und Weise und zu anderen Gelegenheiten auf – ich sag nur Windschutzscheibe. Und wann hatte denn eine Fahrradfahrerin zum letzten Mal mehrere Mücken zwischen den Zähnen? (Ein Scherz, seht ihn mir bitte nach!) Doch es ist wahr: Bei den letzten Nieselregen vor etwa einer Woche und gestern schwiegen sogar die Dohlen, die sonst im Schloß oder in der Wasserburg fast ununterbrochen zu hören waren, und der Rote Milan. Das ließ mich für kurze, viel zu kurze Moment stutzen, innehalten, bewußter hinhören. Und außerdem stehe ich fast täglich am Abend oder gleich nach dem Erwachen an meinem Fenster: Ich lausche für eine Minute oder zwei und freue mich, wenn ich Vögel oder anderes Getier wie Fuchs oder Reh oder Frösche wahrnehmen kann.
Menschengeräusch mag ich ja auch, aber der ganze technische Krach ist mir (trotz der durchaus wichtigen Funktion des Rückwärtsfahrpiepsens) immer öfter zuwider (wie auch sprechende Geräte – warum kann das nicht durch einen Knopfdruck im Aufzug abgestellt werden).
Ich geh jetzt suchen nach Audioaufnahmen aus einem abgelegenen Mittelgebirge oder von einer Insel, ganz ohne technische Geräusche. Mal sehen, ob's da was gibt. Ihr dürft mir dazu gerne Hinweise geben.
Erinnerung des Tages:
Ich war ja mal begeisterter CB-Funker mit dem Rufzeichen „Emil der Virus” und verabschiedete mich aus den Gesprächen immer mit: „An alle schnell noch Tschüß, Bye-Bye – und der Kanal ist virenfrei.”
Mit einem Danke fürs Lesen schleiche ich mich davon.
P.S.: Am 31. März 2025 war ich zufrieden mit erledigten Nacharbeiten, mit sortierten Büchern (noch nicht weggegeben), mit einer glücklich beendeten Suche.
© 2025 – Der Emil. Text unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).


Danke.
@muldenkind @deremil
Dem schließe ich mich an.
Danke für deine Gedanken und schöne Worte.
Remote-Antwort
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Danke auch Dir.
Ich mag dein Gedicht und kann es gut nachempfinden.
Mich erfreut es jeden Morgen das zahlreiche Gezwitscher zu hören, auch tagsüber wenn ich zwischendurch z.B. ein Grünspecht „lachen“ höre. Ohne dem ist es kein richtiger Frühling.
Vielen Dank.
Ich kann zu jeder Jahreszeit hier oben Tiere hören, deshalb war ich ob der Stille wirklich erstaunt.