Frank Schätzing: „Der Schwarm”. Nicht ganz einfach.
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Vor etwa zehn Tagen legte ich dieses Buch zunächst beiseite und las ein vollkommen anderes komplett durch. Dann wiederholte ich einen Teil vom Schwarm und wiederholte diesen Teil ein zweites Mal. Erst danach konnte ich mich mit den letzten paar Seiten befassen.
Dieses Buch ist vor zwanzig Jahren erschienen (2004) und es gibt eine Fernsehserie basierend auf diesem Buch (ich überlege, ob ich mir die ansehe). Ich habe es nach dieser Pause jetzt ausgelesen und ja, es hat mir recht gut gefallen, trotz der vielen ums Leben kommenden Figuren. Der Prolog und die ersten vier Teile (950 Seiten) brauchten nicht viel Zeit. Dann aber kam der Fünfte Teil: „Träume”, „Kollektiv” und „Geister” heißen die Kapitel, die ich dreimal lesen mußte, um … naja, um das Gelesene für mich hinreichend zu verstehen. Sie sind meinem Eindruck nach in einem ganz anderen Stil, mit einem ganz anderen Duktus verfaßt als alles davor. Zu Recht, wie ich feststellte.
Nach Teil Fünf findet sich im Buch noch ein Epilog („Aus den Chroniken von Amantha Crowe”). Der versöhnt mich ein wenig mit dem für mich zu gewalttätigen Ende der „Independence”. Ja, da steht schonwieder: Für mich. Ich bin nämlich bei diesem Buch unsicher ob meiner Rezeption, frage mich, ob da nicht zuviel von meinen gerade stattfindenden, schon philosophisch genannt wurdenden Herumdenkereien abseits dieses Buches (oder von diesem Buch inspiriert?) eine Rolle spielt.
Eine beinahe apokalyptische Mischung aus Dystopie und Utopie mit zum Teil erwartbaren, aber auch vielen überraschenden Wendungen.
Natürlich gibt es Sätze, die ich aus dem Buch mitnehme, weil es meine Sätze sein könnten, weil ich ähnliche Gedanken habe wie die, die eine der Figuren des Buches niederschreibt:
„Ich habe beschlossen, Tagebuch zu führen. Ein Jahr danach. Offenbar brauchen Menschen immer irgendein symbolisches Datum, um Dinge zu beginnen oder zu beenden. Nicht, daß es an Aufzeichnungen über die Ereignisse der letzten Monate mangeln würde. Aber es sind nicht meine Gedanken, die da niedergeschrieben werden, und ich möchte mich eines Tages gerne der Gültigkeit meiner Erinnerungen versichern.”
[Hervorhebung Der Emil.]
Frank Schätzing: Der Schwarm. S. 982
Limitierte Sonderausgabe im Fischer Taschenbuch Verlag 2009.
© S. Fischer Verlag GmbH, Frankfurt a. M. 2005. Lizenzausgabe mit frdl. Genehmigung
© Kiepenheuer & Witsch Verlag Köln, 2004. ISBN 978-3-596-51085-6
Ja, Tagebuch oder Kladden, egal. Einer meiner Schreibgründe und -zwecke.
Erinnerung des Tages:
Ich las, lange bevor sie verfilmt wurden, die Tolkienschen Bücher und war von dem Filmen maßlos enttäuscht. Deshalb habe ich Bedenken mit der Verfilmung vom Schwarm.
Mit einem Danke fürs Lesen schleiche ich mich davon.
P.S.: Zufrieden war ich am 19. April 2024 mit dem Unterwegssein trotz Regen, mit dem ausgelesenen Schwarm, mit der großen Schüssel Salat.
© 2024 – Der Emil. Eigener Text unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).


Ich habe das Buch vor Jahren auch gelesen und keinerlei Erinnerungen mehr daran. Es gibt sicher nicht viele Buchverfilmungen, die das geschriebene Wort zufriedenstellend umsetzen können. Manchmal hilft ein Film aber auch, ein Buch, das ich immer wieder begann, weglegte, erneut begann, dann endlich richtig zu lesen. „Der Name der Rose“ war bei mir so ein Fall. Die Bücher von Tolkien habe ich auch erst nach den Filmen gelesen, weil sie mich neugierig machten.
Während ich „Der Name der Rose” las, sah ich den Film und fand ihn ganz gelungen (nach zwei Dritteln des Buches).
Lange her, dass ich das Buch gelesen habe. Erinnere aber, dass ich spannend bis verstörend fand (insbesondere die Beschreibung der Gefahren auf dem Meeresgrund, Methan etc.). Die Serie war vergleichsweise enttäuschend.
Ich habe vorhin auch in drei Folgen der Serie (insb. das Ende der letzten) hineingesehen – ich werde mir die nicht antun.