Heute zuhause und unterwegs – was soll das werden?
Ups. Ich habe eine (neue?) Marotte. Die fiel mir heute unterwegs und zuhause auf. Sehr deutlich und sehr peinlich und mir durchaus unangenehm.
Welche?
Ich zähle.
Ich zähle Schritte (in Zwanzigergruppen), Handgriffe, Kaffeemühlenkurbelumdrehungen (davon schrieb ich wahrscheinlich schon), Toilettenpapierblätter, gegessene Löffel Suppe, umgeschlichtete Zettel … Es ist unglaublich, wieviel und was ich zähle. Sogar Atemzüge während irgendwelcher Routinehandgriffe.
Ich zähle. Unbegründet. Beinahe schon zwanghaft. Heute fiel's mir sehr deutlich auf. Im Discounter machte ich 412 Atemzüge. Das zu zählen ist doch … Bekloppt! Was reitet mich da?
Heute weggegeben bzw. entsorgt:
Einundzwanzig Stifte sortierte ich aus, und ich warf sie in den Müll.
Mit einem Danke fürs Lesen schleiche ich mich davon.
P.S.: Zufrieden machten mich am 30.07.2026 Toast mit Englischer Orangenmarmelade, 4000 Schritte draußen, einige Schnäppchen beim Discounter.
© 2026 – Der Emil. Text unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).


Mach ich auch oft, immer schon, Schritte zuweilen, Sekunden zum Wasserkocherbefüllen, dies und das. Es beruhigt mich.
Zählzwang! Vampire haben ja einen Zählzwang. Wenn man vor einem von ihnen fliehen muss, kann man Reis ausstreuen. Er kann erst weiter, wenn er alle gezählt hat.
Mein Kopf sprudelt weiter: „Graf Zahl“ heißt im englischen Original „Count Count“, was ich unglaublich lustig finde.
Aber Du hast so überhaupt nichts vampirisches an Dir. Wenn Dir ein Vampir begegnet, dann zähle ihn einfach!
Eben. Ich dacht, nur Graf Zahl hat diesen Zählzwang, bei anderen Vampiren fiel mir der noch nie auf. Der Reis ist ein guter Tip …