216.2026: Gravitätisch

Bei dem Wort klingelt etwas bei mir.

 

Nun, es scheint eines der mittlerweile vergessenen Worte zu sein. Noch bei den Romantikern – von Arnim, Kleist, Günderode, Brentano, von Savigny, Creuzer usw. usf. – war es ein durchaus gebräuchliches Beiwort.

Gravitätischen Schrittes kam er daher. Gravitätisch erläuterte er lauthals … Sie blickte gravitätisch in die Runde. Mit gravitätischen Gesten …

Steif, erhaben, (übertrieben) ernsthaft, würdevoll, gemessen. Manchmal satirisch/ironisch verwendet. Es gehört zur Gravität (Erhabenheit oder Würde). Ein altes Wort, von dessen Ursprung sich auch das heute eher bekannte gravierend ableitet. Gravieren heißt beschweren, belasten. Ich weiß nicht, wie das Handwerk damit zusammenhängt.

Jedenfalls mag ich dieses Wort, dieses alte Wort. Habt ihr auch soeines oder gar mehrere davon?

 

Erinnerung des Tages:
Rindenschiffchen schnitzen und sie dann in kleinen Bächlein und Rinnsalen fahren zu lassen: Hach!

 

Mit einem Danke fürs Lesen schleiche ich mich davon.

Der Emil

 

P.S.: Zufrieden machten mich am 14.09.2026 das frühe Fertigsein, deutliche Worte, der entspannte Abend.


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Über Der Emil

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