Etwas, das für mich uhrzeitgemäß kaum eine Rolle spielt.
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Obwohl ich Nachtmensch, also Eule bin, habe ich nachts doch gern (meine) Ruhe. Nein, nicht totenstill muß es sein, aber Party bis früh um Vier mag ich nicht hören. Leise Musik vielleicht, gerade so an der Wahrnehmungsgrenze, die nämlich läßt mich leichter entschlummern, oder auch ein leises Menschengeräusch. Das gibt es ja auf den Märkten, auf denen ich mich als #Marktmönch #BruderEmil herumtreibe, auch um Zwei noch. In der vergangenen Nacht zum Beispiel.
Nun, als alter Mann muß ich dann etwas um Sechs einmal raus aus dem Schlaf, nicht ganz, es ist nur ein Auge halb offen, das andere bleibt zu und das finde ich sehr angenehm. Aber was muß, das muß eben. Danach ist nur noch wenig Tiefschlaf dabei, ich glaube, die meiste Zeit verbringe ich einem sonderbaren Zustand zwischen Schlaf und Wachen. Und ich träume in dieser Zeit oft sehr intensiv. Normalerweise steh' ich auch nach dieserer zweiten Schlafphase erst auf, wenn beide Augen offen sind. Das geschieht üblicherweise zwischen Zehn und Elf, dann habe ich etwas über acht Stunden Schlaf gehabt insgesamt. Ruhigen Schlaf, denn die üblichen Geräusche im Haus und auf der Straße blendet mein schlafendes Hirn einfach aus. Aber: Normalerweise stehe ich erst auf, wenn beide Augen offen sind und ich sie nicht gezwungenermaßen öffnen mußte.
Das war weder gestern noch heute möglich, dieses Auskosten des luziden Geschehens, der Vermischung zwischen Traum und Realität, bis zum letzten Moment. Auf dem Markt gelten andere Regeln. Deshalb fehlen mir nur an diesem Wochenende schon zwei bis vier Stunden Schlaf, Nachtruhe, die bei mir bis in den Tag hinein dauert. Zehn Uhr mußte ich, mußte alles hier bereit sein für die ab Elf (meist erscheinen die sowieso früher, viel früher) erwarteten Besucher. Und doch hatte ich eine (Nacht-)Ruhezeit, die wirklich ziemlich ruhig war ab halb Zwei, blieb ungestört und erholte mich weitestgehend vom Trubel.
Am Montag werde ich dann Tagruhe, Zeitruhe halten. Nichts und niemand bringt mich hoch von meiner Schlafstatt, ehe nicht beide Augen freiwillig sich geöffnet haben. Ich weiß, daß ich heute Abend viel, sehr viel Zeit benötige, um wieder im Jetzt anzukommen. Nachtruhe? Pah! Ich, ich gönne mir die Ruhe dann, wenn ich sie mir gönnen möchte und wenn sie notwendig ist. Nachtruhe? Irgendwo auf dieser Erde ist immer Nacht …
Ich schleiche mich davon und sage Danke fürs Lesen. Und falls ihr irgendetwas dazu sagen, daran kritisieren möchtet: Nur zu! Ich freue mich über jeden Kommentar, auch wenn ich manchmal nicht in der Lage bin, auf jeden einzelnen Kommentar zu antworten.
P.S.: Am 2. Juli 2023 war ich zufrieden mit den Gesprächen und Scherzen mit den Besuchern, mit dem reibungslosen Abbau, und ich bin zufrieden damit, daß ich jetzt schon zuhause bin und ein erstes Feierabendbier vor mir stehen habe.
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(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).


„… ehe sich nicht beide Augen freiwillig geöffnet haben.“ Das gefällt mir und das nehme ich mir mit.
Schön, dass du wieder unterwegs sein konntest und dass schöne Erlebnisse nachklingen können.
Grüße aus der Stadt nebenan, die mir in letzter Zeit etwas fremd geworden ist.
Manchmal, also vorhin auch, liege ich wach da, aber die Augenlider sind noch schwer (andere würden es verklebt nennen) und die Geräusche signalisieren Normalität. Ich darf mir diese Döszeit nehmen und muß nicht zu fremdbestimmter Zeit in den Tag starten.
Gut so und lass dir nie was anderes sagen.