Protokoll der vergangenen Stunden.
To get a Google translation use this link.
Schei…benhonig. Nicht schon Zwölf! Schnell Kaffee ansetzen. Und beim Blick auf die Uhr im Bad feststellen, daß es erst Zehn ist. Puh. Zunächst erst einmal wieder beruhigen, denn bis zum Training ist noch genug Zeit. Also warten, dann Kaffee, einen Keks und – alles hängenlassend – auf die andere Seite des Tisches an den Rechner wechseln. Mail checken. Die sonstigen Aktivitäten im Netz. Nebenbei ein paar Worte in eine Kladde kritzeln. Die Kanne Kaffee ist geleert und ich habe die Zeit vergessen.
Statt pünktlich erscheine ich verspätet beim Training. Das ist allerdings nicht schlimm, denn es hat sich eingeschlichen, daß erst eine halbe Stunde nach der offiziellen Anfangszeit … Ich bin daher nicht viel später als die anderen. Und weil ich ja sowieso kein Käpfer bin im Verein, sondern der Scriptor, weil ich also mich weder im Schwert- noch im Degen- oder Säbelfechten üben muß, habe ich auch kein schlechtes Gewissen. Ich bin aber anwesend, weil immer Organisatorisches besprochen werden muß. Bereits nach eine halben Stunde ist alles besprochen. Ich gehe zu Fuß wieder nach Hause.
Beim Transkribieren (alte Handschrift, recht unsauberes Sütterlin, mit Bleistift geschrieben während des Krieges) fluche ich wie ein Kesselflicker. Der Scan ist rechts vielleicht einen halben oder einen ganzen Zentimeter beschnitten. Die Worte an den Zeilenenden sind nicht zu entziffern. Manchmal ist zu erahnen, daß eine Worttrennung am Zeilenende gemacht wurde. Nur erkennbar, eindeutig erkennbar ist da nichts. Das frustriert mich. Ich koche grünen Tee, chinese gunpowder. Dann sind die drei Seiten DIN A5 übertragen. Zufrieden bin ich mit dem Ergebnis nicht, aber es ist ja nicht meine Schuld, ich habe den Scan nicht angefertigt. Dennoch … Nicht meine Schuld!
Einfacher ist es, die Inhalte der alten Vereinswebseite auf einem USB-Stick zu speichern. Alle Fotos, Videos und Texte habe ich jetzt hier, es fehlen ein paar mit Effekten versehene Hintergrundbilder. Vieles davon läßt sich für die neue Webseite nicht mehr verwenden. Dennoch ist die Archivierung der alten Inhalte nützlich und sinnvoll. Und den Rest werde ich in der nächsten Woche auch noch erledigen.
Am Schreibplatz versuche ich, mich wieder in eine Geschichte einzudenken, die ich weiterschreiben möchte. Heute schaffe ich es nicht. Ja, ich muß es heute auch nicht schaffen. Nur irgendwann, bald, will ich daran weiterarbeiten. Und weil ich auch keine Idee für einen Blogtext habe, entschließe ich mich, den Tag zu protokollieren. Ohne genaue Zeitangaben, aber in seinem Ablauf. Was ich nicht erwähnt habe, sind die wiederholten Besuche bei Twitter. Ich überlege, dort weitere Worte stummzuschalten, weil mir die Nachrichten nicht guttun. Lasse es dann trotzdem bleiben. Informiere mich auch aus anderen Quellen. Aber zu Прип’ять finden sich nicht viele Informationen. Und ich entsorge weitere Zettel und alte illustrierte Zeitschriften.
Strittmatters „Geschichten aller Ard(t)” ist ausgelesen: Seine Tagebucheinträge sind wirklich kleine Sprach-Leckerbissen. Etwas essen muß ich noch. Was gibt es denn? Salamibrote, mit Senf, Bautz’ner mittelscharf, und es gibt sauer eingelegte Pepperoni dazu. Der Tee ist alle. Ich brühe neuen auf und lasse ihn extra lang ziehen. Es ist Zeit, den Blog fertigzumachen. Und danach? Keine Ahnung bisher. Lesen, fernsehen, faulenzen. Ja, faulenzen. Womit genau, weiß ich noch nicht. Bis morgen.
Ich schleiche mich davon und sage Danke fürs Lesen.
P.S.: Gut fand ich am 26.02.2022 meine Anwesenheit beim Training, die Transkription, die Zufriedenheit mit dem zugeklappten Buch.
Für morgen zog ich die Tageskarte X – Rad des Schicksals.
© 2022 – Der Emil. Text unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).


Einen ähnlichen Beitrag hatte ich heute auch geschrieben, es aber dann doch nicht veröffentlicht. Das war nicht richtig. Ich sollte immer mal mit dir schwatzen, damit mir das nicht noch einmal passiert.
Danke für dein Profilbild bei T. Ich kann leider dort nichts mehr tun, kenne meine Zugangsdaten nicht mehr.
Hey Gudrun: Wieso was das nicht richtig? Was soll nicht mehr passieren?
Es ist nicht richtig, wenn ich denke Unwichtiges zu schreiben.
Ach so. (Wenn Du mal Zeit zum Lesen fändest, schickte ich Dir das ausgelesene Buch gerne zu: Erwin Stittmatters „Geschichten aller Ard(t)“ – aus seinen Tagebüchern.)
Ich finde Zeit zum Lesen, Emil. Jede Nacht im Bette vor dem Einschlafen. Und wenn ich dann schlafe mit dem Buch auf der Nase, ist es gut.
Wer kennt das nicht?
Ich habe schon oft Beiträge nicht veröffentlicht – und manchmal erst später irgendwann.
Und: Wie Beiträge jeweils aufgefasst werden, ist eh ausserhalb der eigenen Kontrolle.
Manches mag dem Leser banal vorkommen, dem nächsten keinesfalls.