2020-304 — Redewendung

Den Bogen überspannen.

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Kommt das vom Bogenschießen oder von den Streichinstrumenten? Ich habe nachgesehen: Es kommt von der Waffe und war schon in der Antike bei Plutarch und Phaedrus gebräuchlich. Ja, wenn die Spannung des Bogens zu straff wird (beim Bespannen mit der Sehne), dann kann das Holz brechen (beim Bespannen oder später beim Spannen vor dem Schuß). Wahrscheinlich kann ein solcher Bruch auch bei den Bögen der Streichinstrumente passieren – kann ein Musiker da vielleicht Auskunft geben? Und jetzt? Hat »die Politik« mit den neuerlichen Anordnungen aufgrund SARS-CoV-2 den Bogen überspannt? Obwohl ich an der Logik hinter manchen Einschränkungen und noch mehr an der hinter vielen Nichteinschränkungen zweifle, denke ich das nicht. Ja, das geht vielen so mit dem Zweifeln und deshalb schwindet das Vertrauen in die Politik weiter – aber dort sind auch nur Menschen zugange. Gut, wenn die wirklich nur nach ihrem Gewissen handeln würden … und nicht nach dem Geld oder den Karrierechancen. Es ist nicht sicher, ob die Meinung der Menschen über »die Politiker« dann besser wäre. Ich befürchte, daß es egal ist, was »die Politik« macht, was »die Politiker« machen: Irgendjemand hat immer etwas dagegen.
 
Würde jemand von euch den Job machen? So richtig?

 

Ich schleiche mich davon und sage Danke fürs Lesen.

Der Emil

 

P.S.: Positiv waren am 30.10.2020 die beinahe fertige Sendung, Maultaschen (in dr Brieh), mehrere Seiten Geschriebenes.
 
Die Tageskarte für morgen ist die Neun der Stäbe. (Paßt. Und das mit dem Tagebuchbloggen paßt mir nicht.)

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Über Der Emil

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10 Kommentare zu 2020-304 — Redewendung

  1. Nein, ich würde den Job nicht machen wollen!
    Und ich stimme Dir zu, niemand, der auch nur halbwegs bei Trost ist, würde gerade die Verantwortung für alle Bundesbürger übernehmen wollen.

    Wir sprechen von Politikern, die nur nach den Vorgaben des RKI, nach den Informationen der Berater handeln, entscheiden. Sie alle sind keine medizinischen Fachmänner/frauen. Von daher … einfach mal nö!

  2. Roswitha sagt:

    nein, diese arbeit möchte ich nicht. viele menschen wollen jetzt sofort alles, die generation meiner eltern und großeltern wäre mit der krise anders umgegangen. was sind einige monate verzicht auf etwas, wo doch (fast)jeder noch viele möglichkeiten hat. einzig die beruflich so eingeschränten menschen dauern mich, hoffe die finanzielle hilfe kommt schnell. und dann gilt es doch, über das „danach“ zu phantasieren, was will ich dann tun, wie, wo? die zeit bis dahin kann auch der vorbereitung dienen…

  3. Ulli sagt:

    Mir reicht schon die Vorstandsarbeit! Man kann es nie Allen Recht machen und die, die dann Unrecht und/oder Ungerechtigkeit wahrnehmen sind meist auch die Lauteren. Vielleicht schreibe ich gerade deswegen so viel über den geraden Rücken (ich bin ja leider nicht mit einem dicken Fell geboren).

  4. Nein, ich möchte den Job der Politiker nicht machen, es ist eine große Verantwortung und die könnte ich sicher nicht tragen. (Ich spiele Geige und habe sicher auch mal den Bogen überspannt – bei mir ist er nicht gebrochen, ich könnte mir aber vorstellen, dass es passieren könnte)
    LG Regina

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