2020-258 — Existenz

So langsam tritt der Marktmönch wieder aus dem Schatten.

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Nur mal so nachgedacht, als Marktmönch (also als jemand, der den Mönch nur darstell): Es ist egal, ob es einen Gott gibt, ob der wirklich existiert. Es gibt ja auch keinen wissenschaftlich überprüfbaren Gottesbeweis. Und ich bitte darum, meine Gedanken nicht gleich als Blasphemie zu verurteilen. Mir jedenfalls ist es zumeist egal, und ich kann ja auch erklären, warum das so ist. Denn wichtiger ist für mich die Tatsache des Glaubens daran. An was auch immer, an ein Höheres Wesen, an (einen) Gott. Weil Menschen aus einem Glauben tatsächlich Kraft und Hoffnung gewinnen können. Nicht aus einem strafenden Gott, nein, zumindest nicht aus einem nur strafenden Gott. Und ich glaube schon lange nicht mehr, daß (ein) Gott allmächtig ist oder gar sein muß, denn: Kann Gott einen Stein schaffen, den er nicht anzuheben vermag? (Ja, ich kenne die Diskussion dazu – und doch ist die Fragestellung interessant.) Für mich ist verstehbar, verständlich, daß Menschen etwas haben möchten, an das sie glauben können. Mich eingeschlossen.
 
Wer glaubt denn wirklich an nichts, nichteinmal an eine Idee, wer denn?

 

Ich schleiche mich davon und sage Danke fürs Lesen.

Der Emil

 

P.S.: Positiv waren am 14.09.2020 beim Kardiologen keine Auffälligkeiten, ein Eis auf die Hand, sortieren im Scriptorium (fürs Wochenende in Altenburg).
 
Die Tageskarte für morgen ist der Bube der Münzen.

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Über Der Emil

Not normal. Interested in near everything. Listening. Looking. Reading. Writing. Clochard / life artist / Lebenskünstler.
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7 Antworten zu 2020-258 — Existenz

  1. Der Wilhelm sagt:

    Weisst Du Emil, was ich an Deinen Beiträgen so schätze?

    Dass ich fast immer eine Weile nachdenken muss, um zu verstehen, was Du geschrieben hast und wie das gemeint sein könnte.

    Und ja, ich stimme Dir zu, besonders was die beiden vorletzten Sätze angeht:
    „Für mich ist verstehbar, verständlich, daß Menschen etwas haben möchten, an das sie glauben können. Mich eingeschlossen.“
    Denn das geht mir genauso.

  2. Gudrun sagt:

    Ist da nicht ein Unterschied, an eine Idee zu glauben oder an ein höheres, vielleicht bestimmendes Wesen?
    Hehe, grüße mir mein Altenburg. Wo bist du da?

    • Der Emil sagt:

      Ich weiß nicht, ob man eine Idee (die Idee Gottes) vom Höheren Wesen (nicht unbedingt bestimmenden) voneinander unterscheiden kann.

      Im Schloß, beim Mittelalterspektakel.

      • Gudrun sagt:

        Ach so meintest du das mit der Idee. Dann ist die Antwort für mich einfacher.
        (Pass auf, in dem Schloss spukt es.)

        • Der Emil sagt:

          Ich hörte davon. Ob es auch im Schoße der Kirche spukt? Mag das Gespenst Whiskey? – Ich werde es herausfinden.

          • Gudrun sagt:

            Das weißi ch nicht, wir hatten damals andere Opfergaben, irgendwas mit Wacholder. Das mochte es nicht und ich kann es verstehen.
            Hach du hast es gut. Du kannst mal nach Altenborsch.

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