2020-144 — Mauer

Psychoarchitektonische Betrachtung.

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Es geht also wieder los. Was auch immer ich zu meinem Schutz als Mauer um mich herum aufbaute: Irgendwann mußte ich nach draußen, brauchte Austausch mit Menschen. Anderen Austausch als den durch die Mauern hindurch, über meine Mauern hinweg. Das war gut, das tut gut, das ist sogar notwendig für ein gesundes Leben. Also baute ich meine Mauern ab, machte sie niedriger, dünner, schlug Breschen hinein. Am Ende blieb etwas, das einem Gartenmäuerchen ähnelt. Ich wünsche mir, daß das so bleiben kann.
 
Wenn es doch nur ein Patentrezept gäbe, nach dem ich meine Seele und mein Herz auch ohne Mauer schützen kann.

 

Ich schleiche mich davon und sage Danke fürs Lesen.

Der Emil

 

P.S.: Positiv waren am 23.05.2020 ein notwendiger Mittagsschlaf (eher ein Dämmern), wenige kräftige Zeilen, etwas Aufgeräumtes.
 
Die Tageskarte für morgen ist die Zwei der Münzen.

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Über Der Emil

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4 Kommentare zu 2020-144 — Mauer

  1. piri ulbrich sagt:

    Auch ich habe meine Mauer zu einem Mäuerchen heruntergerissen, um drüber zu steigen – hin und zurück!

  2. Sofasophia sagt:

    Und es ist auch immer wieder anders. Mal geht es so, dann wieder doch nicht mehr.
    🙈

  3. Schön könnten möglicherweise „adaptive Mauern” sein, die ihre Geometrie und Durchlässigkeit danach optimieren, ob beispielsweise gerade ein Strom von Zuneigung auf einen zukommt oder eine Herde egomaner Ignoranten…

  4. Gudrun sagt:

    Ich glaube, solche Mauern braucht jeder. Und vielleicht sollten sie so gebaut sein, wie Kinder mit Legos bauen, einmal höher, ein andermal niedriger. Sind Mauern so schlimm?

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