2020-043 — Ein Manko

Ob eine Selbshilfegruppe vernünftig wäre?

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Hatte ich schon einmal erwähnt, daß ich Körper- und Hautkontakt vermisse? Nein? (Keine Sorge, ich weiß, daß ich es tat.)

 

 

»Wir brauchen vier Umarmungen am Tag zum Überleben, acht Umarmungen am Tag zum Leben und zwölf Umarmungen zum innerlichen Wachsen.«

Virginia Satir, oft »Mutter der Familientherapie« genannt.

 

 

Auch wenn ich an der Wissenschaftlichkeit dieser exakten Aussage zweifle, so stimme ich doch zu, was die grundsätzliche Notwendigkeit von Umarmungen (und mehr) ausmacht. Vier am Tag. Hm. Normalerweise hab ich vier bis zwölf im Monat – und die ebenso normalerweise ohne Hautkontakt. Alles andere sind wunderbare, aber viel zu seltene Ausnahmen. Und wie wird es erst den vielen alleinlebenden Alten gehen …

Hat jemand Lust, hier in der Stadt eine dem Manko abhelfende Hautkontaktselbsthilfegruppe zu gründen?

 

Ich schleiche mich davon und sage Danke fürs Lesen.

Der Emil

 

P.S.: Positiv waren am 12.02.2020 der Schornsteinfeger am frühen Morgen (Lüftungskontrolle), mehrere Aha-Erlebnisse beim Lesen eines Magazins, Gondeln durch die Stadt.
 
Die Tageskarte für morgen ist die Zehn der Münzen.

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Über Der Emil

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20 Kommentare zu 2020-043 — Ein Manko

  1. socopuk sagt:

    Lieber Emil, hast du mal nach ner Kuschelparty in der Nähe geschaut?
    🤗 (auch wenn das kein adäquater Ersatz für Real Life Umarmungen ist…)

  2. wildgans sagt:

    Wegen der Berührungen gehen finanziell gut gestellte ältere Menschen wöchentlich zum Frisör,habe ich mal gehört…

  3. wildgans sagt:

    ehm, das war nicht als Vorschlag für dich gedacht, es war lediglich ein Beispiel, wie sich Leute klitzekleine Berührungchen holen können…

  4. kat. sagt:

    Bei uns in der Stadt stehen manchmal Leute mit einem Schild um den Hals „FREE hugs“. Das ist komisch wenn einen fremde Menschen umarmen. Und obwohl ich in meiner familie sehr berührungsbetont immer bin, hat mich diese Umarmung von einem fremden Menschen sehr berührt. Also innerlich. Merkwürdig war es trotzdem.

  5. Elvira sagt:

    Und Lachen! Ich stelle immer wieder fest, wie gut es mir geht, wenn ich mit anderen Menschen lachen kann. Nein, nicht über Witze, eher über spontane Wortwitze oder Erzählungen. Im Abschlussgespräch der letzten Reha habe ich das Lachen in der Gruppe, die sich während der sechs Wochen gefunden hatte, als besonders befriedigend beschrieben. Noch vor allen Anwendungen. Das fehlt mir sehr!

    • Der Emil sagt:

      Lachen, auch gemeinsames, habe ich viel öfter. Und ich freu mich jedesmal diebisch, wenn ich wiedermal jemanden zum Lachen bringe oder zum Lächeln. Auch deshalb mache ich mich manchmal gerne „zum Obst“ 😉 (Ha! Wo kommt denn diese Redewendung wieder her? Ich geh mal suchen …)

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