Ob eine Selbshilfegruppe vernünftig wäre?
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Hatte ich schon einmal erwähnt, daß ich Körper- und Hautkontakt vermisse? Nein? (Keine Sorge, ich weiß, daß ich es tat.)
»Wir brauchen vier Umarmungen am Tag zum Überleben, acht Umarmungen am Tag zum Leben und zwölf Umarmungen zum innerlichen Wachsen.«
Virginia Satir, oft »Mutter der Familientherapie« genannt.
Auch wenn ich an der Wissenschaftlichkeit dieser exakten Aussage zweifle, so stimme ich doch zu, was die grundsätzliche Notwendigkeit von Umarmungen (und mehr) ausmacht. Vier am Tag. Hm. Normalerweise hab ich vier bis zwölf im Monat – und die ebenso normalerweise ohne Hautkontakt. Alles andere sind wunderbare, aber viel zu seltene Ausnahmen. Und wie wird es erst den vielen alleinlebenden Alten gehen …
Hat jemand Lust, hier in der Stadt eine dem Manko abhelfende Hautkontaktselbsthilfegruppe zu gründen?
Ich schleiche mich davon und sage Danke fürs Lesen.
P.S.: Positiv waren am 12.02.2020 der Schornsteinfeger am frühen Morgen (Lüftungskontrolle), mehrere Aha-Erlebnisse beim Lesen eines Magazins, Gondeln durch die Stadt.
Die Tageskarte für morgen ist die Zehn der Münzen.
© 2020 – Der Emil. Eigener Text unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).


Lieber Emil, hast du mal nach ner Kuschelparty in der Nähe geschaut?
🤗 (auch wenn das kein adäquater Ersatz für Real Life Umarmungen ist…)
Ja, aber nix gefunden …
https://www.kuscheln-in-halle.de/?
Absolut nichts für mich, sorry. (Das geht echt nicht.)
Was hast du dann gedacht?🤔
Irgendwie was anderes … Ich weiß es doch auch nicht!
(Doch, ich weiß es irgendwie schon: Hautkontakt.)
Du musst dich doch nicht bei mir entschuldigen dafür, dass dir „mein“ Vorschlag nicht zusagt! 😉
Was ginge denn? Kannst du das (wunschträumend) formulieren?
Wenn ich in meine Kladden sehe, dann finde ich diese Wunschträume viel zu oft notiert. Und bis auf wirklich äußerst seltene Ausnahmefälle sind sie asexuell. Aber sie sind immer unerfüllt geblieben, bisher …
(Aber jetzt hast Du mich auf eine Idee gebracht. Danke.)
Gern geschehen, auch wenn ich nur indirekt beteiligt war. 😉
Ich wünsch dir, dass die Idee Früchte trägt…
Wegen der Berührungen gehen finanziell gut gestellte ältere Menschen wöchentlich zum Frisör,habe ich mal gehört…
Friseur? Da war ich seit 2005 nicht mehr … (Langhaarträger, ungeschnitten.)
Eigentlich auch sehr traurig…
ehm, das war nicht als Vorschlag für dich gedacht, es war lediglich ein Beispiel, wie sich Leute klitzekleine Berührungchen holen können…
Keine Sorge, hab das nicht als Vorschlag gesehen.
Und ich verstehe sogar.
Bei uns in der Stadt stehen manchmal Leute mit einem Schild um den Hals „FREE hugs“. Das ist komisch wenn einen fremde Menschen umarmen. Und obwohl ich in meiner familie sehr berührungsbetont immer bin, hat mich diese Umarmung von einem fremden Menschen sehr berührt. Also innerlich. Merkwürdig war es trotzdem.
Darüber hab ich auch schon nachgedacht, und ich hab es auch schon „genutzt“ und fand es gut.
Merkwürdig hat bei mir ein sehr positive Bedeutung: Etwas ist würdig, be- und gemerkt zu werden und zu bleiben.
Genau in diesem Wortsinn 😊
Und Lachen! Ich stelle immer wieder fest, wie gut es mir geht, wenn ich mit anderen Menschen lachen kann. Nein, nicht über Witze, eher über spontane Wortwitze oder Erzählungen. Im Abschlussgespräch der letzten Reha habe ich das Lachen in der Gruppe, die sich während der sechs Wochen gefunden hatte, als besonders befriedigend beschrieben. Noch vor allen Anwendungen. Das fehlt mir sehr!
Lachen, auch gemeinsames, habe ich viel öfter. Und ich freu mich jedesmal diebisch, wenn ich wiedermal jemanden zum Lachen bringe oder zum Lächeln. Auch deshalb mache ich mich manchmal gerne „zum Obst“ 😉 (Ha! Wo kommt denn diese Redewendung wieder her? Ich geh mal suchen …)
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