Es begann heute Nachmittag.
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Das wird also mein #Buchjahr2020. Eines, in dem ich kein Buch aus der Statdbücherei ausleihen möchte. Das, in dem ich mehr gelesene Bücher in die öffentlichen Bücherregale trage als ich von dort mit heimbringe. Ich habe es schon mehrmals versucht, mir die gelesenen Bücher eines Jahres zu notieren. Noch nie aber habe ich es länger als zwei Wochen durchgehalten. Das war unter anderem meiner Angewohnheit geschuldet, immer mehrere Bücher parallel zu lesen. Auch das soll im Jahre 2020 i. d. R. eben nicht geschehen.
Sind das Vorsätze? Ich weiß nicht, zumindest mag ich das nicht als Vorsätze bezeichnen. Vorsatz. Klingt in meinen Ohren immer nach einer Sache, die mir (von einem Vorgesetzten) vorgesetzt wird, gegen meine eigenen Interessen, immer nach Fremdbestimmung. Ich nenne es Wünsche, die ich habe, und um deren Erfüllung werde ich mich eben selbst kümmern.
Dann saß ich heute noch am Schreibplatz und wollte neue Geschichten schreiben. Ganz neue. Noch nie dagewesene. Ich begann und stellte fest: Das ist nichts Neues. Zweiter Versuch: Das habe ich schonmal irgendwo gelesen. Dritter, vierter, fünfter und sechster Beginn: dito. Also gab und gibt es heut noch keine neue Geschichte. Ich muß das Neue Jahr doch auch nicht unbedingt mit einer neuen Geschichte beginnen. Aber: Ich begann es in der Nacht noch mit Schreiben – und das war ein guter Beginn. (Und vielleicht ist es doch so, daß ich Menschengeräusch benötige, um kreativ schreiben zu können. Ich werde das beobachten und berichten.)
Ich schleiche mich davon und sage Danke fürs Lesen.
P.S.: Positiv waren am 01.01.2020 Schreiben, lesen, Weihnachtsstollen.
Das #Buchjahr2020 begann heute mit Angelika Mechtel: Die andere Hälfte der Welt oder Frühstücksgespräche mit Paula. 1. Auflage 1981 im Aufbau-Verlag Berlin und Weimar, Lizenzausgabe für die DDR (© 1980 Paul List Verlag GmbH & Co. KG, München)
Die Tageskarte für morgen ist 0 – Der Narr.
© 2020 – Der Emil. Text unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).


Ein wenig Eremitenleben klingt da an…?
Ach, nein. Das eher nicht. Eremitisch nicht, vielleicht aber ein wenig weniger „zerfasert“.
Die besten Wünsche zu dem, was dir guttut!
Das ist doch schon mal ein guter Ansatz! Dass Dir Deine Wünsche wenigstens großenteils gelingen, wünsche ich Dir für 2020!
Liebe Grüße
Helmut
Wenn Vorsätze vom Vorgesetzten vorgesetzt werden, dann beschränke ich mich gern auf Vorhaben – die habe ich ganz für mich alleine, und wenn ich will, kann ich sie mit anderen teilen!
Dank Dir, lieber Emil, dass Du Deine Gedanken/Sätze/Geschichten mit uns teilst!
Ja, zumindest fühlen sich Vorsätz so an. Ich hab deshalb auch lieber meine Wünsche.